Am 31. Januar wird der lang diskutierte Brexit Wirklichkeit:
Großbritannien wird voraussichtlich an diesem Tag die Europäische Union
verlassen. Am Montag, dem 27. Januar, 11.30 Uhr, ordnet der ehemalige
Vizepräsident der Europäischen Kommission Günter Verheugen das Geschehen
an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ein. „Die Bedeutung
des Brexit für die Politik in Europa“ ist Titel der „Gegenwartsanalysen
zur Mittagszeit“, zu denen das Viadrina Institut für Europa-Studien (IFES)
einlädt.

Politikwissenschaftler Prof. Dr. Timm Beichelt kommt dabei mit dem
Honorarprofessor der Europa-Universität ins Gespräch. Interessierte sind
herzlich willkommen im Viadrina-Hauptgebäude, Große Scharrnstraße 59,
Senatssaal, Raum 109.

„Das eigentliche Brexit-Drama beginnt erst mit den Verhandlungen über die
künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU“, sagte Günter
Verheugen in diesen Tagen dem Nachrichtenportal www.horizont.net. Während
der langwierigen Verhandlungen um den Austritt, hatte sich Verheugen immer
wieder kritisch über das Vorgehen der EU geäußert. In seinem Gespräch bei
den „Gegenwartsanalysen zur Mittagszeit“ wirft er nun einen Blick nach
vorn und skizziert mögliche Konsequenzen.

Zur Person
Günter Verheugen ist seit dem Sommersemester 2010 Honorarprofessor für
„Europäisches Regieren“ an der Europa-Universität Viadrina. Zudem ist er
ehrenamtlicher Geschäftsführer der European Experience Company.
Von 1999 bis 2010 war Verheugen Mitglied der Europäischen Kommission mit
Zuständigkeit zunächst für die EU-Erweiterung, später für Industrie und
Unternehmenspolitik. Ab 2004 war Günter Verheugen Vizepräsident der
Europäischen Kommission.
Der 1944 geborene SPD-Politiker hatte von 1965 bis 1969 Geschichte,
Soziologie und Politikwissenschaften an den Universitäten Köln und Bonn
studiert. Er arbeitete als Journalist, war Mitglied des Deutschen
Bundestages und Staatsminister für Europaangelegenheiten im Auswärtigen
Amt.