Abb: © TU Ilmenau
Abb: © TU Ilmenau

Die TU Ilmenau ist mit ihrem Projekt „Back to the Roots II“ bei der „Woche
der Umwelt“ am 9. und 10. Juni im Park von Schloss Bellevue Berlin
präsent. Eine Expertenjury hatte aus über 440 Bewerbungen 190 Projekte
rund um die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit ausgewählt.

Die Woche der Umwelt wird traditionell vom Bundespräsidenten in
Zusammenar-beit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgerichtet.

Allgemein heißt es aktuell, Ernährung solle fleischarm, regional und
saisonal sein, um die Umwelt nicht zu stark zu beanspruchen. Doch was
genau bedeutet der Konsum von Äpfeln im Mai im Vergleich zu einer
konservierten Fruchtgrütze? Wie unterscheidet sich eine konventionelle
Pizza von einer Bio-Pizza? Wie sind die jeweiligen Umweltauswirkungen des
Konsums solcher Produkte? Und erhält mein Körper mit dem ökologisch
besseren Produkt auch gleichzeitig genügend Nähr-stoffe? Im Rahmen des von
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt seit 2018 geförderten Projektes „Back
to the Roots II“ entwickelten die Wissenschaftler der TU Ilmenau in
Zusammenarbeit mit Forschern der Martin-Luther-Universität Halle-
Wittenberg eine App, die die Vergleichbarkeit von Lebensmitteln
hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen und Gesundheitswerte konkret und im
Detail ermöglicht.

Dazu sammeln, verknüpfen und analysieren die Forscher unterschiedlichste
Da-ten über Lebensmittel so, dass es möglich ist, Lebensmittel
hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit und ihrer
Nachhaltigkeit zu bewerten. Die Nut-zer müssen dafür nur mit dem Handy den
Barcode der Produkte scannen und können anschließend Bewertungen und
weitergehende Informationen einsehen und verschiedene Produkte
vergleichen. Konsumenten erhalten damit die Mög-lichkeit, objektive
Kaufentscheidungen zu treffen.

„Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde und eines der erklärten
Zielsetzungen der Vereinten Nationen“, so der Projektleiter und Leiter des
Fachgebietes Software-technik für sicherheitskritische Systeme der TU
Ilmenau, Professor Patrick Mä-der. „Mit unseren Forschungsergebnissen
wollen wir einen Beitrag dafür leisten und zugleich ein weiteres Beispiel
für die vielfältigen Möglichkeiten interdisziplinä-rer Zusammenarbeit im
Zuge der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz zum Nutzen von Mensch
und Umwelt vorstellen. Wir freuen uns sehr über die Einla-dung des
Bundespräsidenten, unser Projekt und eine erste Version der App im Rahmen
der Woche der Umwelt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Weitere Informationen:
https://www.woche-der-umwelt.de/ausstellerKonkret/1517