Coronavirus: Das Gefühl, sich vor einer Ansteckung schützen zu können,
steigt

Mit zunehmender Impfquote und sinkenden Infektionszahlen steigt auch das
Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung. Wie die Ergebnisse der 37. Ausgabe
des BfR-Corona-Monitors, einer regelmäßigen Erhebung des Bundesinstituts
für Risikobewertung (BfR), zeigen, denkt die Mehrheit der Bevölkerung in
Deutschland, dass sie ihr Ansteckungsrisiko gut kontrollieren kann. „62
Prozent sind sicher, sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus
schützen zu können“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.
„Wir sehen, dass das Sicherheitsgefühl deutlich zugenommen hat. Ende März
dieses Jahres hatten nur 40 Prozent der Befragten das Gefühl, sich vor
einer Ansteckung schützen zu können.“

Link zu den Ergebnissen: BfR-Corona-Monitor | 8. - 9. Juni 2021

<https://www.bfr.bund.de/cm/343/210608-bfr-corona-monitor.pdf>

Gleichzeitig schätzen weniger Personen die Wahrscheinlichkeit als hoch
ein, sich durch die Nähe zu anderen Menschen mit dem Coronavirus
anzustecken. Dabei zeigt sich ein Unterschied in den Altersgruppen:
Während 70 Prozent der unter 40-Jährigen eine Ansteckung durch die Nähe zu
anderen als wahrscheinlich einstufen, tun dies bei den über 60-Jährigen
nur 55 Prozent – womöglich auch, da in dieser Altersgruppe schon mehr
Personen geimpft wurden.

Die größere wahrgenommene Sicherheit vor einer Ansteckung scheint sich
auch auf das Freizeitverhalten der Bevölkerung auszuwirken. So geben 59
Prozent der Befragten an, in den letzten zwei Wochen seltener das Haus
verlassen zu haben und 71 Prozent, persönliche Kontakte eingeschränkt zu
haben. Ende März 2021, als die Infektionszahlen gerade wieder stiegen,
lagen diese Werte noch jeweils 10 Prozentpunkte höher.

Neben zunehmenden Kontakten und mehr Aktivitäten außer Haus wird deutlich,
dass sich die Bevölkerung auch weniger um ihre sozialen Beziehungen sorgt.
Seit Ende April 2021 sank der Anteil der Befragten, die deswegen
beunruhigt sind, von 40 Prozent auf aktuell 24 Prozent. Auch bezüglich der
wirtschaftlichen Situation und der körperlichen und psychischen Gesundheit
nimmt die Beunruhigung innerhalb der Bevölkerung langsam ab.

Das BfR hat Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus veröffentlicht:

<https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html>

Über den BfR-Corona-Monitor

Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige)
repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in
Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März
und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte
Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des
Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020
wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000
Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf
der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr
Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den
Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.