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Ob Online-Bestellung oder Versicherungsvertrag: Die Mehrheit der deutschen Verbraucher misstraut Unternehmen beim Umgang mit Kundendaten. Nur 15 Prozent glauben, dass Unternehmen und Online-Anbieter mit ihren personenbezogenen Daten verantwortungsvoll umgehen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.000 deutschen Verbrauchern zum Thema Kundendaten, dievon Uniserv in Auftrag gegeben wurde.

Trotz des mangelnden Vertrauens gehen Verbraucher mit ihren Daten aber oft nicht verantwortungsbewusst um. So wissen 38 Prozent der Umfrageteilnehmer nicht, bei welchen Unternehmen ihre Kundendaten überhaupt hinterlegt sind. Dies macht es schwer, Rechte durchzusetzen, wie sie im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geregelt sind. Etwa die Auskunft darüber, welche persönlichen Daten ein Unternehmen über den Verbraucher gespeichert hat, das Recht auf Berichtigung bei falschen Daten oder das Recht die Übermittlung an Dritte zu untersagen. "Der Datendschungel macht es Verbrauchern schwer, den Überblick zu behalten, bei wie vielen Anbietern sie ihre Informationen hinterlegt haben. So schätzt knapp jeder dritte Umfrageteilnehmer, dass er seine personenbezogenen Daten bei einem bis zehn Unternehmen angegeben hat, 14 Prozent sagen, bei elf bis 20 Unternehmen. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass der Bundesbürger seine Daten oftmals noch bei sehr viel mehr Unternehmen hinterlegt hat", erklärt Holger Stelz Direktor Marketing & Business Development bei Uniserv.

Unwissenheit über Datenschutz herrscht vor

Deutsche Verbraucher hadern aber nicht nur damit, wo ihre Daten überhaupt hinterlegt sind. Laut Umfrage kennt mehr als jeder dritte Bundesbürger (37 Prozent) seine geltenden Rechte nicht, wenn es um die eigenen Daten geht. Deutsche Unternehmen sind auf Grundlage des Bundesdatenschutzgesetzes jedoch verpflichtet, dem Verbraucher grundsätzlich auf Verlangen Auskunft über seine gespeicherten Daten zu erteilen und diese zu berichtigen, zu löschen oder zu sperren. Wissen die Betroffenen um ihre Rechte, die im BDSG geregelt sind, haben laut der Uniserv-Umfrage aber bisher nur knapp vier Prozent der Befragten diese Rechte auch schon einmal in Anspruch genommen.

(ots)