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30 Jahre Gleichstellungsstelle in Duisburg, das bedeutet zugleich: 30 Jahre Doris Freer. Denn mit der Einrichtung des Frauenbüros am 15. Oktober 1985, nahm die heutige Referatsleiterin ihren Dienst bei der Stadt Duisburg auf. „Was Doris Freer hier in den vergangenen 30 Jahren auf die Beine gestellt hat, ist eindrucksvoll. Wenn man die Fortschritte der Gleichstellung in unserer Stadt betrachtet, dann hat Doris Freer mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft einen großen Anteil daran“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Die gebürtige Dorstenerin ist eine der dienstältesten Gleichstellungs-/Frauenbeauftragten in Deutschland. Sie gehört zu den Pionierinnen bei der Durchsetzung der Frauenpolitik und Realisierung der Ziele der Frauenbewegung. Tradierte Rollenmuster und überkommene Frauenbilder der deutschen Nachkriegsjahrzehnte aufzubrechen, gehörte in ihrer Anfangszeit zu den ganz großen Aufgaben. „Eklatante geschlechtsspezifische Diskriminierungen von Frauen existierten in allen Bereichen. Darüber hinaus waren Frauen in Duisburg, wie in nahezu allen bundesdeutschen Kommunen, in allen politischen und bürgerschaftlichen Beteiligungs- und Entscheidungsgremien stark unterrepräsentiert“, erinnert sich Doris Freer.

Herausragend ist das große Vertrauen, das Doris Freer und ihrem Team von Frauengruppen und frauenrelevanten Institutionen entgegengebracht wird. So gelang es in Duisburg ein Frauennetzwerk aufzubauen, das im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen bereits seit 20 Jahren existiert und erfolgreich arbeitet. Dort werden die wichtigsten Fragen einer nachhaltigen Entwicklung in Duisburg parteien-, institutionen- und gruppenübergreifend gemeinsam besprochen. Vertrauen genießt Doris Freer auch auf Landesebene. So haben Kolleginnen aus ganz NRW die Duisburgerin in den vergangenen Jahren mehrfach zu ihrer Sprecherin gewählt.

„In Zukunft muss es darum gehen, Erreichtes zu sichern und systematisch gesellschaftliche Erfordernisse und Herausforderungen aus Frauensicht aufzugreifen. Gezielt müssen Handlungskonzepte entwickelt werden, gemeinsam mit frauenrelevanten Netzwerken, Gremien und Arbeitskreisen. Nur so lässt sich, auch in Zukunft, die Chancengleichheit und die Gleichberechtigung von Frauen in Duisburg in allen Politikfeldern und Bereichen vorantreiben“, so Doris Freer.