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Zusammenfassung des Potenzials in ausgewiesenen Flächen für verschiedene Abstandsregeln  Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V.
Zusammenfassung des Potenzials in ausgewiesenen Flächen für verschiedene Abstandsregeln Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V.

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft hat untersucht, welche
Auswirkungen der laut Gesetzesentwurf geplante Mindestabstand von 1000
Metern zu kleineren Siedlungen auf das Windkraftpotenzial hätte.

Um die Klimaziele zu erreichen, muss im Bereich der Erneuerbaren Energien
vor allem die Windenergie stark ausgebaut werden, denn diese hat das
größte technische Potenzial zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Die in einem aktuellen Gesetzesentwurf der CDU geplante 1000-Meter-
Abstandsregelung zu Siedlungen, insbesondere die Annahme, dass mit einer
Wohnsiedlung bereits eine Ansammlung von 5 Häusern gemeint ist, würde das
Ziel, bis zum Jahr 2030 65 Prozent des Strombedarfs über Erneuerbare
Energien zu decken, erheblich erschweren. Es würde sich nicht nur das
Flächenpotenzial verringern, sondern auch bereits installierte Anlagen
wären betroffen.

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft hat anhand ihres
Regionenmodells FREM und des darin enthaltenen Windszenariotools
ermittelt, dass der laut Gesetzesentwurf geplante zusätzliche
Mindestabstand von 1000 Metern zu kleineren Siedlungen eine erhebliche
Reduzierung des Windkraftpotenzials zur Konsequenz hätte.

Nach einer aktuellen Auswertung der FfE stehen heute 50 % der
Windenergieanlagen weniger als 1.000 m von der nächsten Siedlung mit mind.
3 – 6 Einwohnern entfernt und wären damit durch diese Regelung direkt
betroffen.

Das ausgewiesene Flächenpotenzial für Windenergie würde sich mit der neuen
Abstandsregelung um 20 %, im Süden des Landes sogar um 30 % reduzieren.
Dabei nimmt das Potenzial in den einzelnen Bundesländern sehr
unterschiedlich ab. In den Stadtstaaten und Sachsen reduziert sich das
Potenzial um 70 bis 90 %. In den Flächenstaaten um 10 bis 35 %. Im Süden
Deutschlands mit ohnehin sehr ungünstigen Bedingungen würde sich das
Windkraftpotenzial weiter verschlechtern.

Die FfE stellt auf ihrer Website das Potenzial in allen von der
Raumplanung ausgewiesenen bzw. im Entwurf befindlichen Flächen dar.