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Bochum (ots) Die Bundespolizei wurde gestern (28. Juni) gegen 13.45 Uhr von einem Zeugen über eine große Personengruppe im Bereich der Bahnanlagen in Bochum-Ehrenfeld informiert. Als Einsatzkräfte auf dem Gelände eintrafen stellte sich heraus, dass dort vermutlich schon seit Freitag (26.Juni) eine Party gefeiert wurde.

Die Bundespolizei wurde am gestrigen Tage über eine größere Personengruppe informiert, die sich auf einem Bahngelände in Bochum-Ehrenfeld aufhalten sollte. Aufgefallen war diese einem Zeugen, weil sie im Gleisbereich offensichtlich ihre Notdurft verrichteten. Als Einsatzkräfte auf dem Gelände eintrafen, stellten sie eine Gruppe von insgesamt 38 Person fest. Diese hielten sich im Keller des alten Gebäudes und teilweise auch im freien auf. Eine erste Befragung zum Grund ihres Aufenthaltes ergab, dass an der Örtlichkeit offensichtlich schon seit Freitag eine Techno-Party gefeiert wurde. Die Veranstaltung wurde sofort von der Bundespolizei beendet. Daraufhin flüchteten einige "Partygäste" zunächst über die angrenzenden Betriebsgleise, konnten dann jedoch gestellt werden. Als weitere Einsatzkräfte der Bundespolizei aus dem Ruhrgebiet sowie Verstärkung durch die Polizei Bochum zur Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen auf dem Gelände eintrafen, wurde das Gebäude umstellt und bei allen 38 Personen im Alter von 18 - 46 Jahren die Identität festgestellt. Bei drei Personen im Alter von 18, 24 und 29 Jahren, wurden geringe Mengen Marihuana und Amphetamine, bei einem 46-Jährigen ein verbotenes Einhandmesser aufgefunden. Ein 34-Jähriger war im Besitz von 18 unerlaubten und nicht zugelassenen Böllern. Zur Entsorgung der illegalen Feuerwerkskörper, musste weiteres Fachpersonal der Bundespolizei angefordert werden.

Gegen die genannten Personen wurden durch die Bundespolizei Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, Waffengesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Aktuell werden weitere Maßnahmen gegen die gesamte Gruppe geprüft. Aufgrund einer bestehenden Gefährdung der "Partygäste" sowie Einsatzkräften, musste die Zugstrecke zwischen Bochum und Essen zeitweise gesperrt werden, hierdurch kam es zu erheblichen Verzögerungen im Bahnverkehr.