Regional

Der Duisburger Historiker Dr. Ludger J. Heid
Der Duisburger Historiker Dr. Ludger J. Heid

Der Duisburger Historiker Dr. Ludger J. Heid hält am Montag, 21. September, um 20 Uhr in der VHS im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte einen  Vortrag zum Thema „Ende der Maloche im deutschen Kohlebergbau - Auch jüdische Arbeiter waren unter Tage dabei“. Er präsentiert Fakten zu jüdischen Bergarbeitern im Ruhrgebiet.

 

Ende Dezember 2018 war „Schicht im Schacht“: Mit einem zentralen Festakt wurde der deutsche Steinkohlebergbau in Bottrop verabschiedet. In den Abschiedsreden wurde den Kumpel gedankt, die in schwerster montaner Arbeit über Jahrzehnte hinweg den Wohlstand Deutschlands im Wortsinn zu Tage gefördert hatten. Von den ausländischen Bergmännern, die man im vorletzten Jahrhundert mit allerlei Versprechungen ins Ruhrgebiet geholt hatte, war wenig die Rede. Und schon gar nichts hörte man von jüdischen Arbeitern, die man während des Ersten Weltkrieges und auch danach aus Russisch-Polen teils freiwillig, teils mit Gewalt zur schwerindustriellen Arbeit nach Deutschland gelockt hatte und die als Kumpel in den Kohlegruben des rheinisch-westfälischen Industriegebietes unter Tage schufteten. Viel zitiert auch das Wort, das als Ehrenwort der Ruhrgebietsarbeiter gilt: Maloche.

 

Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro. Eine verbindliche schriftliche Anmeldung unter www.vhs-duisburg.de für diese Veranstaltung (SZ1107) ist notwendig. Weiterführende Informationen: Josip Sosic, (0203) 283-3725