Regional

Gestaltungshandbuch Innenstadt Bochum

Riesige Leuchtreklamen, billig wirkendes Plastikmobiliar oder dunkle Fassaden werden bald weniger zum Bild der Bochumer Innenstadt gehören. Der Rat der Stadt Bochum hat ein klares Bekenntnis für mehr gestalterische Qualität in der Innenstadt abgegeben und Ende August die Gestaltungssatzung für die Bochumer Innenstadt verabschiedet.

 

Zum besseren Verständnis der Gestaltungssatzung trägt das gerade druckfrisch vorliegende Gestaltungshandbuch bei, das Immobilienbesitzern mit anschaulichen Beispielen Hinweise für qualitätvolles Design ihrer Objekte in der Innenstadt liefert. Es flankiert die Umsetzung der Gestaltungssatzung und zeigt die gestalterischen Leitlinien zum Beispiel für Gebäudefassaden, Werbeanlagen oder das Mobiliar von Außengastronomie auf.

 

„250 Seiten guter Wille“, nannte Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke das Handbuch bei dessen Präsentation. Den darin versammelten Positiv-Beispielen ist ein Leitspruch des ehemaligen Bochumer Stadtbaurats Clemens Massenberg vorangestellt: „Ans Ganze gebunden, im Einzelnen frei.“ „Was wir nicht wollen, ist ein Dirigismus, nach dem alle Häuser gleich aussehen“, stellte Bradtke klar, „trotzdem hat der einzelne Bauherr Verantwortung für das große Ganze.“ Dieser Verantwortung könne in Bochum auch durch einfache Maßnahmen Rechnung getragen werden und erfordere keine kostspieligen Neu- oder Umbauten: „Weniger ist mehr – und das in wertig. Das ist oft schon das ganze Geheimnis.“

 

Das Gestaltungshandbuch wurde im Auftrag der Stadt Bochum durch das Büro Farwick+Grote aus Ahaus I Dortmund, in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselakteuren der Innenstadtentwicklung, der Initiative Bochum e.V. (IBO) und der Bochum Marketing GmbH (BoMa), erarbeitet.  Es ist auch online abrufbar: www.bochum.de/Gestaltungshandbuch-Innenstadt