Regional

2020 wurde der überflutungsgefährdete Grünzug am Oleanderweg als naturnahe Regenrückhaltung umgebaut. Dazu hat das Dortmunder Büro Landschaft planen + bauen zusammen mit der Bremer Firma Kinderspielkunst unterstützt von der Wiener Bildhauerin Katharina Mörth, das Thema "Wasser in der Natur" für alle Sinne erlebbar gemacht. Die Bauausführung der Freiraumgestaltung lag bei der Firma Boymann aus Dortmund.Nach einem guten halben Jahr Bauzeit, konnte heute der Bauzaun entfernt werden.Mit dabei waren Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Dieter Hartwig, Amtsleiter Umwelt-und Grünflächenamt, Andrea Baltussen, Umwelt-und Grünflächenamt, Dominik Heers, Amt für Stadtplanung und Wohnen, Thomas Mielke, Landschaft planen+bauen sowie Helga Beckmann vom Stadtteilmanagement WLAB.Der Grünzug ist nun für die Öffentlichkeit freigegeben. Es müssen jetzt nur noch einige Mülleimer und Fahrradständer installiert werden.Der schmale Grünzug westlich der Kleingartenanlage "Flora" und dem Opelgelände war lange Zeit ein rein funktionaler Verbindungsraum. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nutzen den Weg gleichermaßen für die täglichen Gassigänge mit dem Hund und zur Naherholung im Werner Feld. Aufgrund des Höhenunterschieds von 28 Metern zwischen dem Werner Feld und der letztenRückhaltemulde am Wallbaumweg kanalisieren sich hier die umgebenden Niederschläge und strömen bei besonders starken Regenfällen Richtung Wallbaumweg hinab, wo schon so manches Haus geflutet wurde.Als die Stadt Bochum sich der Fläche annahm, um sie mithilfe von EU-Fördermitteln wieder in einen attraktiven Freiraum zu verwandeln, galt es daher zwei Ziele unter einen Hut zu bringen, die sich nicht ausschließen müssen:Die Aufwertung des Grünzuges zu einer Bewegungs-, Aufenthalts und Spielachse mit hohem gestalterischem und auch künstlerischem Wert, die alle Generationen anspricht.Eine möglichst naturnahe Modellierung des Geländes, sodass Niederschläge zukünftig in einem kaskadierenden Muldensystem langsam hinabfließen, in einer großen Mulde gesammelt und über einen gedrosselten Überlauf in die Kanalisation des Wallbaumwegs abgeleitet werden.Die beauftragten Landschaftsarchitekten haben den Kreislauf des Wassers zum thematischen Schwerpunkt gemacht. Dabei ist eine Folge von unterschiedlichen Orten und Räumenentlang und innerhalb der Mulden entstanden. Begehbare und bespielbare Elemente, Klanginstallationen, ein Bruchwald aus bunten Baumstämmen, ein riesiger Frosch, Balancierpfade über Mulden sowie

 Pfahlbauten aus Holz, die nach Regenereignissen von Wasser umgeben sind, fordern zum Erkunden auf.Die Ökologie und der Mehrwert für das Klima stehen mit im Vordergrund. Die Objekte sind überwiegend aus natürlichen Materialien. Die oberflächennahe Regenwasserbewirtschaftung hat einen positiven Effekt für das Mikroklima des gesamten Grünzugs. Zudem wurden vor Ort 24 neue heimische Bäume, 9 große Obstbäume und 2000 Strauchrosen gepflanzt. Die Kosten der Freiraummaßnahmen belaufen sich auf ca. 1 Mio. Euro. Die Maßnahme ist Bestandteil des Stadterneuerungsprogramm WLAB und wird finanziert aus Mitteln der EU, mit Bundes-und Landesmittel sowie der Stadt Bochum.Ein Blick in die Zukunft: Der Abschluss dieser Baumaßnahme stellt den Auftakt für weitere Maßnahmen dar.Das Tiefbauamt der Stadt Bochum wird im nächsten Jahr die Querung des Grünzugs Am Heerbusch fußgängerfreundlicher gestalten und den letzten Wegabschnitt im Osten des Grünzuges zur Straße Wallbaumweg einschließlich notwendiger Kanalbaumaßnahmen erneuern.Ebenfalls folgen, mit der Neugestaltung des Bolzplatzes und des angrenzenden Kinderspielplatzes Oleanderweg, zwei weiteren Maßnahmen der Sozialen Stadt WLAB in direkter Nachbarschaft zum Grünzug. Hier ist der Baustart in der nächsten Woche vorgesehen.