Fifa-Sperre für Beckenbauer soll nur von Blatter & Co ablenken
Franz Beckenbauer ist Ehrenpräsident von Bayern München und Berater der Fifa, andere Ämter bekleidet er nicht mehr. Das heißt: Die 90 Tage tun ihm nicht im geringsten weh. Die Sperre der Fifa ist somit nur eines: ein Ablenkungsmanöver. Der Fußball-Weltverband um seinen Präsidenten Joseph Blatter ist zuletzt wegen verschiedener Vorwürfe schwer unter Druck geraten. Da hat er sich entschlossen, erst einmal die deutsche Fußball-Lichtgestalt an den Pranger zu stellen. Ein Schachzug, der vielleicht sogar aufgehen wird.
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Auf den ersten Blick klingt die Prämie von 720.000 Euro obszön, die jeder spanische Fußball-Profi im Fall eines WM-Triumphs erhalten soll. Zumal Xavi, Iniesta und Co bereits als 30-Jährige ausgesorgt haben durch ihre Millionenverträge bei ihren Clubs. Wäre es da nicht ein Zeichen, ein wenig bescheidener zu sein, zumal in einem Land, wo viele Menschen Sorgen um ihre Existenz haben? Auf der anderen Seite könnte sich der spanische Verband die Summe leisten, sollte es wirklich zum erneuten Triumph kommen. Denn die Prämien, die die FIFA ausschüttet, sind noch einmal gestiegen. Sagenhafte 26 Millionen Euro erhält das Land des Weltmeisters. Da ist es doch nur zu gerecht, wenn diejenigen, die den sportlichen Erfolg ermöglichen, einen Löwenanteil von dieser Summe abbekommen.