Absolventin der Hochschule Osnabrück ausgezeichnet: Ihr Ziel - Weiterentwicklung von Kunststoffen zu Gunsten der Umwelt
Nele Zerhusen, Absolventin der Hochschule Osnabrück, erhielt den Preis der
Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für herausragende Abschlussarbeiten.
„Ich möchte dazu betragen, Recycling und Kreislaufwirtschaft
voranzubringen“, sagt Nele Zerhusen. Die Absolventin der Hochschule
Osnabrück hat jetzt für ihre Abschlussarbeit den diesjährigen Preis der
Deutschen Kautschuk-Gesellschaft erhalten.
Darin vergleicht sie zwei Messmethoden für Kunststoffproben. „Die
klassische Computertomographie misst Proben mit Röntgenstrahlung. Die neue
Technologie des STRIPP-Sensors misst diese Proben mit ultrakurzen Pulsen
im Terahertz-Bereich, also zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung“,
erklärt die 24-Jährige. Welche Vorteile bietet diese neuartige
Messtechnologie für den Kunststoffverarbeiter Pöppelmann und wo kann sie
am besten eingesetzt werden? – Diese Frage hat Zerhusen in ihrer
Bachelorarbeit untersucht, betreut von Prof. Dr. Norbert Vennemann und
Manfred Bremer, Diplomingenieur beim Familienunternehmen mit Sitz in
Lohne. „Besonders interessant an dem Thema war und ist bis heute, dass es
sich um eine Neuentwicklung handelt“, so die ausgezeichnete Absolventin.
Auch nach dem Bachelorabschluss ist sie sowohl der Hochschule Osnabrück
als auch dem Unternehmen in ihrem Heimatort treu geblieben. Sie nahm das
Masterstudium der „Angewandten Werkstoffwissenschaften“ auf und arbeitet
zugleich in Teilzeit im Labor bei Pöpplemann. Aktuell schreibt sie ihre
Masterarbeit, daraus resultieren ihre aktuellen Aufgaben beim
Kunststoffverarbeiter: Sie beschäftigt sich mit Materialentwicklung und
-analyse und untersucht Bauteile. „Am meisten interessiert mich das
Material aus der Kreislaufwirtschaft: Ich möchte dazu betragen, Recycling
und Kreislaufwirtschaft bei Pöppelmann voranzubringen“, so die
erfolgreiche Studentin.
Was ist für sie das Spannende an der Kreislaufwirtschaft? – Nele Zerhusen
muss nicht lange überlegen: „Verschiedenste Materialien aus dem gelben
Sack werden zusammen recycelt und weisen ganz unterschiedliche
Eigenschaften auf, die es noch zu erforschen gibt. Ich glaube, dass es
sich beim Thema Kreislaufwirtschaft um die Zukunft der Kunststofftechnik
handelt. Das Ziel ist, dass immer mehr Kunststoff wiederverwertet wird und
auf diese Weise Treibhausgase und Abfall reduziert werden können.“
Schon im Abitur hat sich die heutige Masterstudentin für die
Naturwissenschaften interessiert, besonders für Chemie. Nach ihrem
Praktikum in einem Labor für Kunststoffprüfung machte ein Freund sie auf
seinen Studiengang aufmerksam: Kunststofftechnik im Praxisverbund an der
Hochschule Osnabrück. Nele Zerhusen nahm das duale Studium auf und hat es
nicht bereut: „Gut geeignet ist der Studiengang für alle, die sich für
Naturwissenschaften und ingenieurwissenschaftliches Arbeiten
interessieren. Es wäre schön, wenn der Studiengang im Zuge des zunehmenden
Umweltbewusstseins mehr Interesse bekommt. Denn gerade wegen der Kritik am
Kunststoff sollten sich mehr Menschen mit Kreislaufwirtschaft oder auch
mit der Weiterentwicklung von Kunststoffen zu Gunsten der Umwelt zu
beschäftigen.“
Ihren Preis nahm die erfolgreiche Absolventin vor wenigen Tagen auf der
diesjährigen Kunststofftagung der Hochschule Osnabrück entgegen. Neben ihr
wurden zwei jetzige duale Studierende der Kunststofftechnik ausgezeichnet:
Tina Kuhn und Niklas Heilemann. Sie haben vor Kurzem ihre Ausbildung in
der Verfahrensmechanik als Landesbeste in Nordrhein-Westfalen beendet.
Noch bis zum 31. Juli können sich Interessierte für das Studium der
Kunststofftechnik bzw. der „Kunststofftechnik im Praxisverbund (dual)“
bewerben. Bewerbungen für den Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“
können bis 15. Juli online eingereicht werden. Informationen stehen unter
www.hs-osnabrueck.de – Studium sowie www.hs-osnabrueck.de
/studienorientierung-iui/ bereit.
