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Hat der Multilateralismus eine Zukunft?

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Digitale Podiumsdiskussion mit der amerikanischen Politikwissenschaftlerin
Anne-Marie Slaughter und dem kanadischen Botschafter in Deutschland
Stéphane DionSeit dem Amtsantritt von Präsident Biden im Januar
2021 verändern sich Charakter, Stil und Ausrichtung der internationalen
Zusammenarbeit. Orientierte sich die Trump-Administration auf dem
internationalen Parkett vorrangig an nationalen Interessenlagen („America
First“), setzt die Biden-Administration nunmehr verstärkt auf
multilaterale Vereinbarungen, um den globalen Herausforderungen zu
begegnen. Auch andere Demokratien im atlantischen Raum setzen auf den
multilateralen Weg regelbasierter Ordnungspolitik, um etwa dem
Klimawandel, dem internationalen Terrorismus, der Corona-Pandemie, der
unkontrollierten Proliferation von Massenvernichtungswaffen Einhalt zu
gebieten. Die Bundesrepublik Deutschland hat ihr Bekenntnis zum
Multilateralismus in dem jüngst vom Kabinett verabschiedeten „Weißbuch
Multilateralismus“ zum Ausdruck gebracht. Kritisiert wird der
Multilateralismus westlicher Prägung jedoch von autoritär regierten
Ländern wie China – begründet nicht zuletzt mit Verweis auf die
vermeintlichen Erfolge des Landes bei der Pandemiebekämpfung.

Die Neuausrichtung US-amerikanischer Außenpolitik in der Biden-
Administration im Allgemeinen und aktuelle Pläne für eine „Koalition der
Demokratien“ bilden den Hintergrund für eine Podiumsdiskussion, die die
mittel- und langfristigen Auswirkungen aktueller globaler Trends für die
Zusammenarbeit atlantischer Demokratien und die Chancen des
Multilateralismus im globalen Kontext analysieren will. Zur
englischsprachigen, digitalen Veranstaltung

„Multilateralism, Atlantic Democracies and Global Order“
mit Stéphane Dion (Botschafter Kanadas in Berlin),
Anne-Marie Slaughter (Princeton University)
und Gunther Hellmann (Goethe-Universität, Moderation)
am Mittwoch, 7. Juli, 17:00 bis 18:00 Uhr
Zoom Meeting

lädt das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität sehr
herzlich ein.

Der kanadische Politikwissenschaftler und Soziologe Stéphane Dion ist seit
2017 kanadischer Botschafter in Deutschland und Sonderbeauftragter Kanadas
für die Europäische Union und Europa. Er gehörte zahlreichen kanadischen
Regierungen an, zuletzt als Außenminister unter Premierminister Justin
Trudeau. Zum Diskussionsthema hat er Ende Juni den Aufsatz „Is
Multilateralism a Success?“ im Blog des Frankfurter Forschungsprojektes
„Multilateralismus - weiter denken“ veröffentlicht. Anne-Marie Slaughter
ist emeritierte Professorin für Politikwissenschaft und Internationale
Beziehungen an der Princeton University. Seit 2013 ist sie
geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Denkfabrik „New America“. 2009
bis 2011 war sie Direktorin des Planungsstabs im US-amerikanischen
Außenministerium unter Hillary Clinton. Gunther Hellmann ist Professor für
Politikwissenschaft an der Goethe-Universität, Leiter des neuen
Forschungsprojekts „Multilateralismus - weiter denken“ und seit 2021
Goethe-Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften.

Die Podiumsdiskussion ist die zweite öffentliche Veranstaltung des
Forschungsschwerpunktes „Democratic Vistas. Reflections on the Atlantic
World“, der im Januar 2021 von dem Politikwissenschaftler Gunther Hellmann
und dem Amerikanisten Johannes Völz am Forschungskolleg
Humanwissenschaften gemeinsam mit dem Kollegdirektor Matthias Lutz-
Bachmann gegründet wurde. Aus verschiedenen Blickwinkeln und Disziplinen
thematisiert die Forschungsgruppe die Potentiale und die Grenzen der
Atlantischen Welt im Hinblick auf die Zukunft der Demokratie.

Teilnahme und Anmeldung
Bitte melden Sie sich per Email an: anmeldung@forschungskolleg-
humanwissenschaften.de. Einige Tage vor der Veranstaltung werden Sie die
Zugangsdaten zum Zoom Meeting mit weiteren Hinweisen zum Format und zu den
Teilnahmemöglichkeiten erhalten.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Gunther Hellmann, Professor für Politikwissenschaft, Goethe-Universität
(Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.); Iris Helene Koban,
Geschäftsführung, Forschungskolleg Humanwissenschaften (Tel.:
06172-13977-10; Email: i.koban@forschungskolleg-humanwissenschaften.de);
Beate Sutterlüty, Wissenschaftskommunikation, Forschungskolleg
Humanwissenschaften (Tel.: 06172-13977-15; Email: b.sutterluety
@forschungskolleg-humanwissenschaften.de); <www.forschungskolleg-
humanwissenschaften.de>