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Zehn Organkrebszentren am NCT/UCC Dresden erfolgreich zertifiziert

Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).  Frank Blümler  NCT/UCC
Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC). Frank Blümler NCT/UCC
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Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).  Frank Blümler  NCT/UCC
Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC). Frank Blümler NCT/UCC

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat zehn auf ein Organ oder ein Fachgebiet
spezialisierte Zentren am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden
(NCT/UCC) als Organkrebszentren ausgezeichnet. Neu hinzugekommen sind die
Zentren für Kinderonkologie, Hämatologie, Kopf-Hals-Tumore und Sarkome.
Zudem wurde das Krebszentrum am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Dresden, das auch zu den bundesweit 14 Onkologischen Spitzenzentren zählt,
erneut als Onkologisches Zentrum zertifiziert.

Die umfangreiche positive Begutachtung durch unabhängige Experten belegt
erneut, dass die Behandlung in den jeweiligen Zentren durch erfahrene
Spezialisten nach den aktuellsten Standards erfolgt und garantiert
Patientinnen und Patienten ein hohes Maß an Behandlungsqualität.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) ist eine
gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen
Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums
Dresden-Rossendorf (HZDR).

Mit der Zertifizierung von vier zusätzlichen Organkrebszentren durch die
Deutsche Krebsgesellschaft unterstreicht das Nationale Centrum für
Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav
Carus Dresden seine breite Expertise in der Versorgung von
Krebspatientinnen und -patienten auf höchstem Niveau. „Die umfangreiche
Zertifizierung bietet Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen
Krebserkrankungen Zugang zu qualitativ hochwertiger Spezialversorgung. Sie
können sicher sein, dass sie in jeder Phase ihrer Erkrankung von
erfahrenen Spezialisten für die jeweilige Tumorerkrankung und nach
aktuellen therapeutischen Standards behandelt werden. Wir freuen uns, dass
das Gutachtergremium erstmals zehn Organkrebszentren am NCT/UCC
zertifiziert hat“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des
Dresdner Uniklinikums. Zu den neu hinzu gekommenen Organkrebszentren
zählen die Zentren für Kinderonkologie, Hämatologie, Kopf-Hals-Tumore und
Sarkome. Erneut zertifiziert wurden die Zentren für Viszeralonkologie –
mit den darin enthaltenen Zentren für Darm-, Pankreas-, Magen-, Leber- und
Speiseröhrenkrebs –, Neuroonkologie, Uroonkologie – mit den zugehörigen
Zentren für Prostata- und Nierenkarzinom –, das Hauttumorzentrum, das
Gynäkologische Krebszentrum sowie das Regionale Brustzentrum mit
Standorten am Uniklinikum Dresden, am Krankenhaus St. Josephstift Dresden,
am Diakonissenkrankenhaus Dresden und am Elblandklinikum Radebeul. Zudem
ist am NCT/UCC eines der Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs
angesiedelt, das nun ebenfalls durch die Deutsche Krebsgesellschaft
zertifiziert wurde.

Die Organkrebszentren sind Teil eines dreistufigen Zertifizierungs-
Modells, das in Deutschland dafür sorgen soll, dass Patientinnen und
Patienten mit onkologischen Erkrankungen von der Diagnose über die
Therapie bis hin zur Nachsorge nach einheitlichen hohen Qualitätsstandards
versorgt werden. Entwickelt haben es die Deutsche Krebsgesellschaft und
die Stiftung Deutsche Krebshilfe. Innerhalb des Drei-Stufen-Modells bilden
die Organkrebszentren die breite Basis – aktuell gibt es sie
deutschlandweit an 991 Standorten –, die vor allem für häufige
Tumorerkrankungen eine möglichst flächendeckende hochwertige Versorgung
anbieten. Auf der zweiten Stufe folgen die Onkologischen Zentren, die die
Expertise für mehrere, auch seltene Erkrankungen bündeln.

Allen Zentren ist gemeinsam, dass ambulante und stationäre Einrichtungen
sowie verschiedene Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. So treffen
Ärztinnen und Ärzte ihre Therapieentscheidungen nicht allein, sondern in
Absprache mit Fachkollegen: In fächerübergreifenden Tumorkonferenzen
kommen Fachärzte aller beteiligten Disziplinen zusammen, besprechen jeden
einzelnen Patienten und entwickeln gemeinsam eine individuelle
Behandlungsstrategie. Ernährungs- und sozialrechtliche Beratung,
psychoonkologische und Palliativversorgung zählen zum breiten
Leistungsspektrum. In der Regel sind zertifizierte Zentren an einer
Vielzahl von klinischen Studien beteiligt, die Patienten die Möglichkeit
eröffnen, mit vielversprechenden neuen Therapien behandelt zu werden. Im
Rahmen der Zertifizierung müssen die Zentren verschiedene auf die
jeweilige Krebsart bezogene Kennzahlen nachweisen, etwa zu Fall- und OP-
Zahlen, Studienquoten oder psychosozialen Betreuungsraten. „Dieses hohe
Maß an Erfahrung ist wichtig für den Behandlungserfolg. Eine Vielzahl
deutscher und internationaler Studien belegt, dass höhere Fallzahlen mit
einer höheren langfristigen Überlebensrate der Patienten verbunden sind“,
sagt Prof. Martin Bornhäuser, einer der geschäftsführenden Direktoren des
NCT/UCC und Direktor der Medizinischen Klinik I des Dresdner Uniklinikums.
Jedes Jahr müssen die Zentren nachweisen, dass sie die hohen fachlichen
Anforderungen weiterhin erfüllen und über ein breites Qualitätsmanagement
verfügen.

Generell kann sich jeder Krebspatient an einem zertifizierten Zentrum
behandeln lassen. Die Kontaktaufnahme kann persönlich oder über den
Hausarzt oder den niedergelassenen Arzt erfolgen. Die schmale Spitze der
Zertifizierungspyramide bilden bundesweit 14 Onkologische Spitzenzentren,
die durch die Deutsche Krebshilfe begutachtet werden. Sie verbinden in
hohem Maße Forschung und Krankenversorgung und sind an der Entwicklung
neuer Therapien und der Etablierung neuer Standards beteiligt. Als
einziges Zentrum dieser Art in den neuen Bundesländern und eines von nur
drei Zentren bundesweit darf das Krebszentrum am Uniklinikum Dresden diese
Auszeichnung seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2007 durchgehend
tragen. Die nun erfolgte Rezertifizierung als Onkologisches Zentrum und
die Anerkennung von zehn Organkrebszentren ist eine wichtige Grundlage, um
bei der im kommenden Jahr anstehenden Begutachtung als Onkologisches
Spitzenzentrum erneut erfolgreich zu sein.

Zur Mitteilung steht ein Bild in druckfähiger Auflösung zur Verfügung:
https://www.nct-dresden.de/fileadmin/media/nct-dresden/das-
nct/newsroom/pressemitteilungen/NCT-UCC-Neubau.jpg
BU: Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden
(NCT/UCC).