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Bayerns Kulturportal bavarikon zeigt virtuelle Ausstellung über König Ludwig II.

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Das Kulturportal bavarikon präsentiert mit 150 Objekten aus 12 bayerischen
Kultureinrichtungen die virtuelle Ausstellung „König Ludwig II. von Bayern
– Leben, Spuren, Mythos“. Ab sofort können Kulturinteressierte und Ludwig-
Fans auf den Spuren des  Märchenkönigs wandeln - online unter
www.bavarikon.de/ludwig2.

bavarikon blickt in der Ausstellung hinter die Fassade des zur Kunstfigur
stilisierten bayerischen Königs und zeigt Ludwig II. im
zeitgeschichtlichen Kontext des 19. Jahrhunderts. Die Exponate berichten
über Leben und Leiden(schaften) des Monarchen und führen parallel Umbrüche
im Königreich Bayern vor Augen.

Die Ausstellung ist in die drei Bereiche Leben, Spuren und Mythos
gegliedert. Beginnend mit der Geburt des Thronfolgers folgt der erste Teil
Ludwigs Leben chronologisch bis hin zur sogenannten „Königskatastrophe“ im
Jahr 1886 und beleuchtet die schillernde Persönlichkeit des bayerischen
Herrschers. Präsentiert werden neben Fotografien, Gemälden und Briefen
Ludwigs bedeutende zeithistorische Dokumente wie der „Kaiserbrief“ von
1870 oder der Beitrittsvertrag Bayerns zum deutschen Kaiserreich.

Auf den Spuren des „Kini“ wandelt der Betrachtende im zweiten Teil der
Ausstellung, der sich mit dem König als akribischem Bauherrn,
Theaterfürsten, Opernanhänger und Kunstenthusiasten beschäftigt und die
faszinierende Illusions- und Traumwelt Ludwigs visualisiert.

Im Zentrum des letzten Abschnitts der Ausstellung steht das Nachleben
Ludwigs II. Verklärt und verkitscht als Märchenkönig, zieht der bayerische
König noch heute Millionen von Touristinnen und Touristen in die Schlösser
Herrenchiemsee, Linderhof und Neuschwanstein. Nach dem rätselhaften Tod
Ludwigs II. entstand schon bald ein Mythos: In Bayern galt er als mutiger
Kämpfer gegen Preußen, der mit Volk und Heimat eng verbunden gewesen sei.

Alle Exponate sind in herausragender digitaler Qualität zu sehen und
können bis ins kleinste Detail herangezoomt werden. Spannende mehrseitige
Stücke wie einige Autographen Ludwigs oder das Obduktionsprotokoll des
Leichnams können darüber hinaus von der ersten bis zur letzten Seite
durchgeblättert werden.

Generaldirektor Klaus Ceynowa: „bavarikon bringt in seinen virtuellen
Ausstellungen nicht nur zahlreiche und selten öffentlich gezeigte Stücke
aus den unterschiedlichsten bayerischen Kultureinrichtungen zusammen.
Vielmehr versteht es das Kulturportal, aus der Vielzahl der Stücke
Ausstellungen zu konzipieren, die das jeweilige Thema exzellent und im
zeithistorischen Kontext vermitteln. Die virtuelle Ausstellung zu Ludwig
II. zeigt dies eindrucksvoll.“

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen
Staatsbibliothek, des Hauses der Bayerischen Geschichte, der Staatlichen
Archive Bayerns und der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser,
Gärten und Seen.

www.bavarikon.de
bavarikon ist das Internetportal zu Kunst, Kultur und Landeskunde des
Freistaats Bayern. Es macht das vielfältige kulturelle Erbe Bayerns
weltweit kostenlos zugänglich und richtet sich sowohl an die breite
kulturinteressierte Öffentlichkeit als auch an wissenschaftliche
Nutzer*innen. Mittlerweile sind über 370 000 Inhalte von mehr als 110
Kultureinrichtungen online. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des
Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Staatsministeriums
für Digitales. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden
redaktionellen, technischen und organisatorischen Betrieb.


Über die Bayerische Staatsbibliothek
Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V.,
genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Mit rund 34,5
Millionen Medieneinheiten ist sie die größte Universalbibliothek
Deutschlands und gehört zu den bedeutendsten Gedächtnisinstitutionen der
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