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Fortschritt braucht Innovationsgeist: EIT Health fördert neue Technologien im Gesundheitssektor

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Digitale Technologien und Innovationen
eröffnen neue Möglichkeiten. Doch im traditionell geprägten
Gesundheitssektor kommen diese viel zu selten an – ein Missstand, der
durch die COVID-19-Pandemie in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit
rückte. Das European Institute of Innovation and Technology (EIT) hat den
Förderungsbedarf der Gesundheitsbranche schon vor Jahren erkannt. Deshalb
hat es 2015 zur Unterstützung von Innovationen in dieser Branche die
Netzwerk-Initiative EIT Health ins Leben gerufen. Seither kann man auf
einige Erfolge zurückblicken.

Durch das Etablieren eines großen Netzwerkes und mittels verschiedener
Förderungsprogramme unterstützt EIT Health die Einführung von Innovationen
in der Gesundheitsbranche. Seit dem ersten operativen Jahr 2016 hat sich
hierbei einiges getan: Neben dem Central Office mit Sitz in München
arbeiten sieben regionale Zentren daran, den Fortschritt durch die
Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren voranzutreiben – darunter EIT Health
Germany (Sitz: Mannheim/Heidelberg) in der DACH-Region. Hierfür fördern
sie Innovationsprojekte sowohl finanziell als auch durch Trainings und
Schulungen von Innovator:innen, Start-ups oder auch kleinen und
mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie durch das Zusammenbringen von
Kooperationspartner:innen  aus Forschung, Lehre und Industrie. Natürlich
wird bei einer so zukunftsorientierten Netzwerk-Initiative wie EIT Health
Diversität großgeschrieben: Die insgesamt 157 EIT-Health-
Mitarbeiter:innen, von denen mehr als die Hälfte weiblich sind, kommen aus
über 25 Ländern. Im Zuge der Pandemie-Situation seit 2020 konnte EIT
Health darüber hinaus Flexibilität und Kreativität im Umgang mit
unerwarteten Herausforderungen unter Beweis stellen.

COVID-19: Innovationsgeist trifft auf unerwartete Herausforderung

Die COVID-19-Pandemie stellte die Gesundheitsbranche vor neue
Herausforderungen. Einerseits bestand und besteht großer Bedarf an der
raschen Entwicklung von Gegenmaßnahmen, andererseits stellt die
Fokussierung auf die Pandemie eine Bedrohung für die weitere Entwicklung
bereits angelaufener Innovationsprozesse dar. EIT Health beteiligt sich
seit 2020 durch mehrere Förderprogramme an der koordinierten Pandemie-
Reaktion der Europäischen Kommission. Ziel ist es, Schäden am menschlichen
Leben und an der Wirtschaft zu minimieren und ein unkontrolliertes
Fortschreiten der Pandemie zu bremsen. Zu diesem Zweck mobilisierte das
EIT im Jahr 2020 über alle seine Netzwerk-Initiativen hinweg zusätzliche
Mittel für Innovationsprojekte mit Bezug zur Krisenbewältigung. So konnten
über EIT Health und seine sieben Schwester-Netzwerke hinweg insgesamt 207
„Pandemic Response Projects“ aus 32 Ländern mit insgesamt 60 Mio. Euro
unterstützt werden. 14 Projekte, davon drei aus Deutschland, wurden durch
Expert:innen aus dem EIT-Health-Netzwerk für den Erhalt von Fördergeldern
ausgewählt. Mithilfe dieses „Rapid Response“-Programms sollte die
Entwicklung unmittelbarer und wirkungsvoller Lösungen zur
Pandemiebekämpfung vorangetrieben werden. So befassten sich die
ausgewählten Projekte mit der Optimierung der Diagnose und des
Bevölkerungsscreenings sowie mit der Eindämmung der Krankheitsausbreitung
und der Vorbeugung eines erneuten Ausbruchs.

Für eine europaweit beschleunigte Entwicklung medizinischer Geräte,
potenzieller Impfstoffe, von Behandlungsoptionen bis hin zur
Fernüberwachung, der Patientenunterstützung und Spende von Notvorräten
richtete EIT Health zudem die „Community Response Platform“ ein. Diese
Plattform dient dem engen und zielgerichteten Austausch von EIT-Health-
Netzwerkpartnern über Länder und Disziplinen hinweg.

„Neben diesen Programmen, die sich unmittelbar mit Pandemie-Gegenmaßnahmen
befassten, wollten wir natürlich auch die bereits laufenden
Innovationsprojekte nicht vergessen“, so Dr. Katharina Ladewig, Managing
Director EIT Health Germany. Damit wichtige Innovationen nun nicht an
mangelnder Investitionsbereitschaft scheitern, wählte EIT Health 11 Start-
ups, darunter vier aus der DACH-Region, für ein extra Co-Investment im
Rahmen des „Start-up Rescue Instrument“-Programms aus.

Erfolgreiche Innovationsförderung jenseits der COVID-19-Pandemie

Auch außerhalb der COVID-19-Response konnte EIT Health den Fortschritt im
Gesundheitssektor bereits weitreichend unterstützen. Unterschiedliche
Bereiche der Netzwerk-Initiative bieten hierfür regelmäßig Programme für
verschiedene Zielgruppen an. Der Bereich „Accelerator“ soll vor allem
Start-ups, Scale-ups sowie KMU unterstützen. Passend zur aktuellen
Entwicklungsphase finden sie hier Schulungen, Beratungen und Zugang zu
Netzwerken, um ihr Wachstum voranzutreiben, z. B. durch Kontakte zu
Investoren. Allein 2020 konnten so 489 Start-ups gefördert und
Investitionen von 363 Mio. Euro eingeworben werden. Der Programmbereich
„Innovation“ richtet sich an Unternehmen, deren Konzepte in den Kategorien
Biotech, Medtech und Digital Health einen bestimmten Reifegrad erreicht
haben. Durch Unterstützung u. a. aus den Bereichen Unternehmensführung,
Medizin oder IT werden hier die vielversprechendsten Ideen zu kommerziell
einsetzbaren Produkten weiterentwickelt. 2020 konnte so die
Markteinführung von 23 neuen Produkten verbucht werden und 31 neue
Innovationsprojekte wurden gestartet. „Mit unseren zahlreichen und
vielfältigen Programmen helfen wir dabei, den Markteintritt von
Innovationen zu beschleunigen, Investor:innen für großartige Projekte zu
finden und den Kenntnisstand zu gesundheitsrelevanten Themen zu
erweitern“, erklärt Ladewig. Neben Programmen wie dem wichtigsten EIT-
Health-Pitch-Wettbewerb „EIT Health Catapult“ und dem Challenge-basierten
Programm „Start-ups Meet Pharma“ investiert EIT Health daher auch in
akademische und nicht-akademische Schulungsprogramme. Beispiele für
entsprechende EIT-Health-Programme sind unter anderem die 2021
fortgeführte Seminarreihe „Market Access“, in dem Medtech Start-ups auf
die Mechanismen des Marktzugangs vorbereitet werden sollen, aber auch
Onlinekurse wie "Caregiving and Ageing Reimagined for Europe", die sich an
die breite Bevölkerung richten.

„In den nächsten Jahren, also von 2021 bis 2027, werden wir natürlich
weiterhin alle Kräfte einsetzen, um die Markteinführung neuer Produkte
europaweit zu fördern“, so Ladewig, „damit die Innovationen
schnellstmöglich da ankommen, wo sie am meisten gebraucht werden, bei den
Patient:innen.“

Weitere Informationen rund um die COVID-19-Response finden Sie unter https
://eit-health.de/wp-content/uploads/2021/03/EIT_Health_Covid_Response.pdf
sowie im Anhang.

Über EIT Health Germany

Das European Institute of Innovation & Technology (EIT) ist eine
unabhängige Einrichtung der Europäischen Union, die 2008 gegründet wurde,
um Innovation und Unternehmertum in ganz Europa zu fördern. Seit 2014 ist
die Netzwerk-Initiative auch im Bereich Gesundheit in Europa aktiv. EIT
Health arbeitet zurzeit mit rund 150 Mitgliedern aus 14 Ländern in einer
„Public-Private-Partnership“ an den Lösungen der großen Herausforderung im
Gesundheitswesen unserer Zeit. Führende Unternehmen, öffentliche
Institutionen sowie renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen
entwickeln gemeinsam mit Start-ups und KMUs in innovativen Programmen und
Projekten neue Produkte und Dienstleistungen, die eine nachhaltige
Gesundheitsökonomie in Europa fördern. Ziel ist es, die starke Polarität
der verschiedenen Gesundheitssysteme in Europa zu überwinden, um
etablierten und auch jungen digitalen Unternehmen neue Ressourcen zu
eröffnen und ihre Ideen in gemeinsamen Produkten und Dienstleistungen für
den europäischen Markt zu realisieren.

EIT Health Germany ist eines von insgesamt sieben EIT Health-Zentren in
Europa und betreut in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurzeit 35
Mitglieder aus Industrie, Forschung und Lehre, u.a. Roche, Abbvie, das
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Heidelberg,
aber auch Start-ups und KMUs bei der Entwicklung von bahnbrechenden
Innovationen im Gesundheitswesen.

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