Erfolgreiches kollaboratives Lehrprojekt mit spanischer Universität
Der European Campus Rottal-Inn beschreitet gemeinsam mit der Unversitat de
Vic in Spanien neue Wege bei virtuellen Lehrformaten. Das Lehrprojekt zu
E-Health wurde mit Studierenden beider Universitäten durchgeführt. Nachdem
in der Vorlesung relevante Inhalte zu E-Health, serious Games und
Gamification, Recht und Ethik sowie Roboter in der Pflege durchgenommen
worden waren, wurden die Studierenden in internationale Teams eingeteilt.
Diese bekamen die Aufgabe, den Einsatz von Gamification am Beispiel eines
Patienten mit neuem Hüftgelenk, der nach der OP seine motorischen
Fähigkeiten wieder reaktivieren muss, durch Spiele bei der Reha zu
unterstützen.
Der European Campus Rottal-Inn (ECRI) beschreitet unter Federführung von
Prof. Dr. Thomas Spittler gemeinsam mit der katalonischen Unversitat de
Vic (UVic) in Spanien neue Wege bei virtuellen Lehrformaten.
Zusammen mit Juan Antonio De Los Cobos und Montse Romera Mas der UVic
führten Prof. Dr. Thomas Spittler und Anna Schmaus-Klughammer, LLB (hons.)
vom ECRI ein Lehrprojekt zu E-Health mit Studierenden aus Spanien,
Deggendorf und Pfarrkirchen durch. Insgesamt nahmen 30 Studierende der
Fachrichtungen Nursing and Physiotherapy, Health Informatics und
Gesundheitsinformatik von zuhause aus an dem Projekt teil.
Zu Beginn wurden alle relevanten Inhalte zu E-Health, serious Games und
Gamification, Recht und Ethik sowie Roboter in der Pflege durchgenommen.
Anschließend bekamen die Studierenden eine konkrete Aufgabe gestellt, um
das erlernte Wissen praktisch anzuwenden. In sechs international
gemischten Teams, jeweils zu gleichen Teilen bestehend aus Studierenden
aus Spanien, Deggendorf und Pfarrkirchen, sollten die Studierenden den
Einsatz von Gamification an einem konkreten Beispiel umsetzen.
Aufgabenstellung war es, einem Patienten mit neuem Hüftgelenk, der nach
der Operation seine motorischen Fähigkeiten wieder reaktivieren muss,
durch Spiele bei der Reha zu unterstützen. Dafür mussten die Studierenden
recherchieren, um herauszufinden, welche Maßnahmen nach einem solchen
Eingriff empfohlen werden. Aufbauend darauf sollten sie Lösungen finden,
wie mithilfe von Gamification oder einem konkreten Spiel, die Genesung
vorangetrieben werden kann. Wichtig dabei waren auch rechtliche Aspekte
und die Frage, ob Ergebnisse, die der Patient im Spiel erzielt auch in die
elektronische Patientenakte des Patienten aufgenommen werden sollten und
ob dies sinnvoll ist oder nicht.
Die Studierenden erarbeiteten die unterschiedlichsten Ideen und Reha-
Spiele während des Projektes. So entstand beispielsweise ein virtuelles
Haustier, dessen Gesundheitszustand sich dem des Patienten anpasst.
Erzielt er während der Übungen gute Ergebnisse, da sich sein Zustand
verbessert, so ist auch das virtuelle Haustier gesund und glücklich. Macht
der Patient Rückschritte, so zeigt sich auch bei dem Haustier eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Weitere Ideen waren die
Integration von Künstlicher Intelligenz, um Übungsverläufe zu optimieren
und dem Patienten so zu schneller Gesundung zu verhelfen, aber auch der
Einsatz von Virtual Reality Elementen bis hin zu einer Verbindung zwischen
Hometrainer und einer App.
Das positive Feedback von Studierenden und Lehrenden sowie die
hervorragende internationale virtuelle Zusammenarbeit rundeten das
kollaborative Lehrprojekt ab. Mit dem Erfolg der ersten Kollaboration im
Hinterkopf, planen die Beteiligten bereits das nächste gemeinsame Projekt.
