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Neues Programm: Start-ups arbeiten an digitalen Lösungen für Gesundheitsdienstleister

Mit dem neuen Programm „Start-ups Meet Healthcare Providers“ hat EIT Health dazu aufgerufen, neue Technologien zu erarbeiten, die einen unmittelbaren Effekt auf den Behandlungsalltag von Patienten haben.  Matej Kastelic  kasto - stock.adobe.com
Mit dem neuen Programm „Start-ups Meet Healthcare Providers“ hat EIT Health dazu aufgerufen, neue Technologien zu erarbeiten, die einen unmittelbaren Effekt auf den Behandlungsalltag von Patienten haben. Matej Kastelic kasto - stock.adobe.com
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Mit dem neuen Programm „Start-ups Meet Healthcare Providers“ hat EIT Health dazu aufgerufen, neue Technologien zu erarbeiten, die einen unmittelbaren Effekt auf den Behandlungsalltag von Patienten haben.  Matej Kastelic  kasto - stock.adobe.com
Mit dem neuen Programm „Start-ups Meet Healthcare Providers“ hat EIT Health dazu aufgerufen, neue Technologien zu erarbeiten, die einen unmittelbaren Effekt auf den Behandlungsalltag von Patienten haben. Matej Kastelic kasto - stock.adobe.com

EIT Health (European Institute of
Technology and Innovation) hat mit dem Programm „Start-ups Meet Healthcare
Providers“ dazu aufgerufen, neue Technologien zu erarbeiten, die einen
unmittelbaren Effekt auf den Behandlungsalltag von Patienten haben.
Zahlreiche Start-ups und Innovatoren bewarben sich bereits für das
Programm. EIT Health führt bei diesem Programm Innovatoren und
Gesundheitsdienstleister zusammen und bietet eine Plattform, um neuartige
Ideen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung auszuarbeiten.

Die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation in der Gesundheitsbranche
bieten großes Innovationspotenzial. Mit der Telematikinfrastruktur als
Übertragungssystem, der elektronischen Gesundheitskarte und der
elektronischen Patientenakte existieren bereits Systeme zur Kommunikation
zwischen Gesundheitsdienstleistern. Allerdings sind diese Systeme komplex
und die Integration neuer Technologien ist in ihrem Einsatz beschränkt. Um
das Potenzial von Innovationen dennoch ausschöpfen zu können, stellen sich
nun drei Gesundheitsdienstleister im Rahmen des neugeschaffenen EIT Health
Programms „Start-ups Meet Healthcare Providers“ den Herausforderungen des
Behandlungsalltags. Ziel ist jeweils die Entwicklung einer Technologie,
die einfach in die kassenfinanzierte Regelversorgung implementiert werden
kann.

Neues Programm fördert bedarfsorientierte Lösungsansätze

Innovatoren der Gesundheitsbranche zielen darauf ab, möglichst vielen
Menschen mit ihren Projekten zu helfen. Mit „Start-ups Meet Healthcare
Providers“ bringt EIT Health sie ihrem Ziel ein Stück näher, da hier
Lösungen für konkrete Problemstellungen gesucht werden. Bereits 38 Start-
ups haben im Zuge der Bewerbungsphase Interesse an der bedarfsorientieren
Weiterentwicklung ihrer Projekte im Rahmen des Programms bekundet und sich
um eine Teilnahme beworben. Nun wählen die Auftraggeber diejenigen aus, in
denen sie das größte Potenzial sehen.

Auf diese Auserwählten wartet ein umfassendes Workshop- und
Trainingsprogramm durch EIT Health und Partner des Netzwerkes, bei dem sie
auf die übergeordneten Anforderungen vorbereitet werden: Sie sollen ihr
Projekt schnell zur Marktreife bringen, das Geschäft erfolgreich ausbauen
und mit den großen Playern des europäischen Gesundheitsmarktes
zusammenarbeiten. Neben Chancen zur Bildung von Kooperationen erhalten die
Teilnehmer zum Abschluss des Programms die Möglichkeit, sich in einem
Pitch dem Urteil von Vertretern der Gesundheitsdienstleister, möglichen
Investoren, EIT Health Partnern und Stakeholdern zu stellen und so die
Möglichkeit auf weitreichende Förderung und Kooperationen.

„Jeder Schritt der Zusammenarbeit bietet eine Chance für eine Optimierung
des Behandlungsalltags, die Patienten und Gesundheitsdienstleistern
zugutekommt“, freut sich Dr. Katharina Ladewig, Geschäftsführerin bei EIT
Health Germany, über die vielen Bewerbungen für das neue Programm. „Durch
‚Start-ups Meet Healthcare Providers‘ können wir einen Beitrag dafür
leisten, dass Innovationen auch dort ankommen, wo sie am meisten benötigt
werden.“

Drei Projektaufgaben zur Verbesserung des Behandlungsalltags

Auf die Teilnehmer warten drei Challenges von Gesundheitsdienstleistern in
Deutschland, Lettland und Kroatien:
Die Diakonie der evangelischen Kirche Baden-Württemberg sucht nach einem
Tool für einfache Kommunikation zwischen verschiedenen
Gesundheitsdienstleistern. Konkret geht es um die Entwicklung einer App,
welche den interdisziplinären Austausch vereinfacht und die medizinischen
und regulatorischen Standards erfüllt. Für eine erfolgreiche
Implementierung in die Regelversorgung ist hierbei sowohl eine einfache
Integrationsmöglichkeit in die bestehenden Systeme gefordert wie auch die
Einhaltung des Schutzes von sensiblen persönlichen Daten.

Bei der Challenge des Kinder-Universitätskrankenhauses Lettland geht es um
eine digitale Möglichkeit der Kommunikation und Informationsbeschaffung
für Patienten, ihre Angehörigen und weitere Interessengruppen. Ziel ist
eine sichere Online-Gesundheits-Community, mit deren Hilfe gemeinsame
Probleme einfacher erkannt werden. Die Informationen, die in der Community
ausgetauscht werden, erleichtern dem Patienten die Bildung einer eigenen
Meinung und die Beteiligung an der eigenen Therapieentscheidung.

Mit Therapietreue und vor allem der Einhaltung verordneter Medikationen
beschäftigt sich die Challenge des Universitätsklinikums Sisters of
Charity Zagreb. Hier wird ein spezielles Tool (z. B. in Form von
Pillendosen, Inhalatoren, Injektionspens, Tracking-Geräte, oder Software-
Anwendungen) gesucht, das die Patientenadhärenz überwachen und
unterstützen kann. Darüber hinaus soll das Tool Feedback an die
behandelnde Instanz weitergeben können.

Die drei Gesundheitsdienstleister haben bei den Challenges Wert darauf
gelegt, dass durch sie konkrete Problemstellungen des Behandlungsalltags
gezielt digital gelöst werden können und erhoffen sich durch das Programm
praktikable und bedarfsorientierte Ergebnisse.

Über EIT Health Germany

Das European Institute of Innovation & Technology (EIT) ist eine
unabhängige Einrichtung der Europäischen Union, die 2008 gegründet wurde,
um Innovation und Unternehmertum in ganz Europa zu fördern. Seit 2014 ist
die Netzwerk-Initiative auch im Bereich Gesundheit in Europa aktiv. EIT
Health arbeitet zurzeit mit rund 150 Partnern aus 14 Ländern in einer
„Public-Private-Partnership“ an den Lösungen der großen Herausforderung im
Gesundheitswesen unserer Zeit. Führende Unternehmen, öffentliche
Institutionen sowie renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen
entwickeln gemeinsam mit Start-ups und KMUs in innovativen Programmen und
Projekten neue Produkte und Dienstleistungen, die eine nachhaltige
Gesundheitsökonomie in Europa fördern. Ziel ist es, die starke Polarität
der verschiedenen Gesundheitssysteme in Europa zu überwinden, um
etablierten und auch jungen digitalen Unternehmen neue Ressourcen zu
eröffnen und ihre Ideen in gemeinsamen Produkten und Dienstleistungen für
den europäischen Markt zu realisieren.

EIT Health Germany ist eines von insgesamt sieben EIT Health-Zentren in
Europa und betreut in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurzeit 35
Partner aus Industrie, Forschung und Lehre, u. a. Roche, Abbvie, das
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Heidelberg,
aber auch Start-ups und KMUs bei der Entwicklung von bahnbrechenden
Innovationen im Gesundheitswesen.
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