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Neu entwickeltes FIBAA-Siegel „Excellence in Digital Education" an drei Hochschulen in Pilotverfahren erprobt

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Die FIBAA-Akkreditierungs- und Zertifizierungskommission zeichnete
erstmals die am Pilotverfahren teilnehmenden Hochschulen FH Graubünden,
MCI Innsbruck und SRH Fernhochschule mit dem neuen FIBAA-Siegel
„Excellence in Digital Education“ aus.


Die Themen digitale Lehre und Transformation an Hochschulen und
Bildungseinrichtungen sind für diese spätestens seit der Corona-Krise
unabdingbar geworden. Mit ihrem neu entwickelten Siegel „Excellence in
Digital Education“ möchte die Agentur für Qualitätssicherung FIBAA die
Innovation im Bildungsbereich weiter fördern und die darin agierenden
Institutionen dabei unterstützen, digitale Herausforderungen als Chance
für künftige Lehr- und Lernszenarien zu sehen.

Bereits der Zertifizierungsprozess ermöglicht den Hochschulen und
Bildungseinrichtungen, die Qualität ihrer Studienprogramme und
Weiterbildungskurse in Bezug auf die digitale Lehre bzw. die
Implementierung von digitaler Lehre auf institutioneller Ebene
einzuschätzen und weiterzuentwickeln. Dabei werden insbesondere die
Bereiche Digitalisierungsstrategie, Qualifizierung des Personals,
technische Ausstattung, didaktisches Design und Qualitätssicherung mit
entsprechenden Unterkategorien geprüft. Die Prüfbereiche werden im
Zusammenhang mit dem Siegel „Excellence in Digital Education“ Standards
genannt.

Den Entwicklungsprozess des neuen Siegels initiierte die FIBAA im Jahr
2020. Basierend auf dem „Occational Paper 26“ der European Association for
Quality Assurance in Higher Education (ENQA) zum Thema „Considerations for
quality assurance of e-learning provision“ sowie auf den Ergebnissen aus
Workshops und Expertengesprächen entstand der erste Entwurf eines
Bewertungskatalogs. In Zusammenarbeit mit den FIBAA-Kommissionsmitgliedern
wurden die Standards nochmalig evaluiert und eine erste Fassung des
Bewertungskatalogs verabschiedet. Im Anschluss daran, stellten sich drei
Pilothochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dem
Zertifizierungsverfahren.

Die Begutachtungen der Pilothochschulen starteten im Frühjahr 2021.
Nachfolgend beschloss die FIBAA-Akkreditierungs- und
Zertifizierungskommission in ihrer Sitzung am 28. Mai 2021 über die
Vergabe des neuen Siegels „Excellence in Digital Education“ an die drei
Pilothochschulen, die wie folgt bewertet wurden:

Die SRH Fernhochschule – The Mobile University wurde als erste deutsche
Hochschule mit einem Premiumsiegel ausgezeichnet. Die Hochschule konnte
die Qualitätsanforderungen der Standards zu „Excellence in Digital
Education“ in 19 von 23 Kriterien übertreffen. „Die Digitalisierung ist
unsere DNA, das haben wir fest in unserer Vision und Mission verankert.
Mit unserem Herzstück, dem Online-Campus, haben unsere Studierende bereits
seit Jahren von überall auf der Welt Zugriff auf die digitalen
Studienmaterialien. Damit ermöglichen wir ein flexibles Studium neben
Familie, Beruf und Spitzensport. Die Impulse aus der Bewertung des
Gutachtergremiums greifen wir gerne auf und nutzen es für unsere
kontinuierliche Weiterentwicklung“, so Prof. Dr. Ottmar Schneck, Rektor
der SRH Fernhochschule – The Mobile University.

Das MCI | Die Unternehmerische Hochschule® konnte das FIBAA-
GutachterInnengremium insbesondere in den Kriterien Weiterqualifizierung
von Lehrenden, Lehrmethoden, Lernplattformen und technischer Support
überzeugen, die als herausragend bewertet wurden. Als erste
österreichische Hochschule erhielt das MCI das „Excellence in Digital
Education“-Siegel. „Für das MCI ist diese Auszeichnung eine Bestätigung
für die seit 2014 intensiv verfolgten Aktivitäten und Bemühungen
hinsichtlich der Digitalisierung der Hochschule und der Erweiterung
unseres Produkt-Portfolios durch Online-Studiengänge“, berichtet Claudia
Mössenlechner, Leiterin Learning Solutions und stellv. Leiterin des
Hochschulkollegiums am MCI.

Als erste schweizerische Hochschule erhielt die Fachhochschule Graubünden
das Siegel „Excellence in Digital Education“ sowohl auf institutioneller
Ebene als auch auf Programmebene für ihren Joint-Degree Bachelor-
Studiengang Multimedia Production (MMP). Der Studiengang übertrifft in 12
von 23 Kriterien die Qualitätsanforderungen des Siegels. Bei der
Zertifizierung auf institutioneller Ebene übertrifft die Hochschule die
Qualitätsanforderungen in den Kriterien Zielsetzung, Zukunftsorientierung,
Weiterqualifizierung des Personals, technische Organisationseinheit und
akademische Betreuung der Studierenden. „In der Entwicklung und Umsetzung
unserer exzellenten digitalen Lehre berücksichtigen wir die personellen,
technischen und administrativen Rahmenbedingungen. Das didaktische Design
orientiert sich am Inhalt des zu lehrenden Stoffs und den Bedürfnissen der
Studierenden. Die externe Expertise im Prozess zur Erlangung des Siegels
‘Excellence in Digital Education’ verhilft die eigenen Kompetenzen weiter
zu entwickeln“, berichtet Prof. Jürg Kessler, Rektor der Fachhochschule
Graubünden.

„Albert Einsteins Aussage ‘Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles
beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert’
inspirierte die FIBAA dazu, sich an die Entwicklung und Einführung des
neuen Siegels ‘Excellence in Digital Education’ zu wagen. Digitalisierung
erzwingt Veränderungen und neue Methoden. Mit der neuen Zertifizierung
ermöglicht die FIBAA einen weiteren Blickwinkel für die Qualitätssicherung
in Studium und Lehre“, erläutert Mag.a Diane Freiberger, Geschäftsführerin
der FIBAA.

Die Zertifizierung mit dem Siegel eignet sich für unterschiedliche
Organisationsebenen. Sie kann als alleinstehendes Verfahren für
Studiengänge, Weiterbildungslehrgänge, Departments/Fakultäten, Hochschulen
oder Bildungsinstitutionen durchgeführt werden. Ebenso besteht die
Möglichkeit, die Zertifizierung mit einer gleichzeitigen Programm-, bzw.
institutioneller Akkreditierung zu verknüpfen.

Originalpublikation:
https://www.fibaa.org/fibaa/ueber-uns/news/detail/das-neue-fibaa-siegel-
excellence-in-digital-education-zur-bewertung-von-digitaler-lehre-und-
transformation-an-hochschulen-und-bildungseinrichtungen-wurde-in-drei-
pilotverfahren-erprobt/