TU Berlin: FoodLabHome verdeutlicht Klimarelevanz von Lebensmittelabfällen
Zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung veröffentlicht die
TU Berlin einen aktualisierten FoodWasteTracker
Pünktlich zum 29. September 2021, dem Internationalen Tag des Bewusstseins
für Lebensmittelverschwendung, präsentiert das Projekt FoodLabHome seine
überarbeiteten Lehr- und Lernmaterialien, die junge Menschen für einen
nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren. Mit dem Online Tool
„FoodWasteTracker“ lässt sich die Klimarelevanz der Lebensmittelabfälle im
eigenen Haushalt schnell und unkompliziert berechnen.
Wissenschaftler*innen der Technischen Universität (TU) Berlin und der
Leuphana Universität Lüneburg haben das vom Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderte Citizen Science-Projekt ins
Leben gerufen. Die auf drei Tage angelegte Unterrichtseinheit richtet sich
an Schüler*innen der 9. bis 12. Klassenstufe. Der Fokus liegt auf einem
weit vernachlässigten Klimawandeltreiber: den 85 kg Lebensmittelabfall,
die jedes Jahr pro Person in Deutschland anfallen. Beim Anbau, der Ernte,
dem Transport und der Verarbeitung dieser schlussendlich entsorgten
Lebensmittel entstehen klimabelastende Treibhausgase.
CO₂-Äquivalente von Lebensmittelabfällen online berechnen
Auf der Website www.foodlabhome.net stellt das Projektteam umfangreiches
Lehrmaterial zur Verfügung. Dieses kann sowohl im Präsenz- als auch
Onlineunterricht genutzt werden und animiert Jugendliche zum Forschen und
Handeln. Mit dem digitalen Messinstrument „FoodWasteTracker“ können nicht
nur Schüler*innen das Aufkommen und die Klimarelevanz der Lebensmittel
untersuchen, die in ihren Haushalten anfallen. Dafür erfassen sie Art und
Umfang der Lebensmittelabfälle in dem anwendungsfreundlichen Online Tool,
das die Angaben in CO₂-Äquivalente umrechnet. Auf diese Weise können
Schulgruppen mögliche Reduktionsstrategien ableiten, erproben und mit
Hilfe von Vorher-Nachher-Vergleichen hinsichtlich ihrer Effektivität
bewerten.
„Im Sinne des Citizen Science-Ansatzes erforschen dabei Schülerinnen und
Schüler ihren eigenen Alltag. Das kann eine Transformation in Richtung
eines nachhaltigeren Konsums erleichtern“, erklärt Prof. Dr. Ulf Schrader,
Vizepräsident für Lehrkräftebildung und wissenschaftlichen Nachwuchs der
TU Berlin und Hochschullehrer für Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger
Konsum. Prof. Dr. Nina Langen, Leiterin des Fachgebiets Bildung für
Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft leitet das Teilprojekt
gemeinsam mit Prof. Schrader und ergänzt, dass der FoodWasteTracker ein
für alle Verbraucher*innen spannendes Tool sei, mit dem sich die Wirkung
des eigenen Verhaltens auf das große Thema Klimawandel leicht
visualisieren lasse.
In Zusammenarbeit mit teilnehmenden Lehrer*innen und Schüler*innen wurden
der FoodWasteTracker und die Bildungsmodule evaluiert und stehen ab sofort
in überarbeiteter Form zur Verfügung.
Die Lehrmaterialien stehen kostenfrei zum Download bereit:
<https://www.foodlabhome.net>
