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Qualifizierung des Ausbildungspersonals modernisieren! BIBB-Studie mit Handlungsempfehlungen veröffentlicht

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Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) kommt in einer aktuellen
Studie zu dem Schluss, dass die Qualifizierung der Ausbilderinnen und
Ausbilder modernisiert und weiterentwickelt werden sollte. Gründe hierfür
sind unter anderem umfangreiche neue Herausforderungen und Veränderungen
in der Arbeitswelt, denen auch die berufliche Bildung nicht zuletzt durch
die wachsende Bedeutung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit unterworfen
ist und die auch vor der Qualifizierung des Ausbildungspersonals nicht
haltmachen.

Drei Handlungsempfehlungen stehen im Mittelpunkt der BIBB-Studie. So
sollte die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) in ihrer aktuellen Fassung
aufgrund der gestaltungsoffenen Formulierungen beibehalten, aber durch
entsprechende Weiterbildungsangebote und Auffrischungskurse ergänzt
werden. Der Rahmenplan zur Ausbildung der Ausbilderinnen und Ausbilder
sollte darüber hinaus inhaltlich angepasst sowie Prüfungsmethoden und
-praxis weiterentwickelt werden.

Den Kern der Studie, die das BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat, bildete eine Online-
Befragung unter insgesamt 3.855 Personen. Die Teilnehmenden waren
insbesondere Ausbilderinnen und Ausbilder, Prüferinnen und Prüfer,
Ausbildungsleitende und Personalverantwortliche überwiegend aus den
Branchen Industrie, Handwerk und Öffentlicher Dienst. Mit rund 85 Prozent
verfügte dabei eine große Mehrheit der Teilnehmenden selbst über eine
erfolgreiche Prüfung nach AEVO oder nach Teil IV der Meisterverordnung
(AMVO).

Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser sind die Ausbilderinnen und
Ausbilder die zentralen Akteure, die die duale Berufsausbildung in
Deutschland entscheidend mitgestalten und ohne die diese keine Zukunft
hätte. „Die Ergebnisse der BIBB-Studie zeigen die Notwendigkeit, die
Qualifizierung des Ausbildungspersonals so weiterzuentwickeln, dass neue
Ansprüche an die betriebliche Ausbildungspraxis in einer sich zunehmend
digitalisierenden Arbeitswelt zukunftsorientiert berücksichtigt werden
können. Hierzu ist die intensive Zusammenarbeit aller handelnden Akteure
in der Berufsbildung auch weiterhin erforderlich.“

Die Ergebnisse der BIBB-Studie fließen nunmehr in die weiteren Beratungen
zwischen dem Bund und den Sozialpartnern ein.

Zum Hintergrund:
Ausbilden darf in Deutschland nur, wer neben seiner persönlichen und
fachlichen Eignung auch über die entsprechenden berufs- und
arbeitspädagogischen Qualifikationen und Kompetenzen verfügt. Worin diese
konkret bestehen und wie der Nachweis darüber erbracht werden kann, gibt
die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vor, die auf § 30 des
Berufsbildungsgesetzes (BBiG) basiert.

Die „Kurzstudie zur Prüfung des Evaluierungsbedarfs der AEVO“ steht im
Internetangebot des BIBB zur Verfügung unter
<www.bibb.de/ausbilderqualifizierung>