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Greifswalder Moorkarte auf Weltklimakonferenz zeigt globales Klimaschutzpotenzial

Greifswalder Moorkarte  Grafik: Greifswald Moor Centrum
Greifswalder Moorkarte Grafik: Greifswald Moor Centrum
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Greifswalder Moorkarte  Grafik: Greifswald Moor Centrum
Greifswalder Moorkarte Grafik: Greifswald Moor Centrum

Eine detaillierte Karte der Moore weltweit stellen Wissenschaftler*innen
der Universität Greifswald, Partner im Greifswald Moor Centrum, am 9.
November 2021 im Moor-Pavillon auf dem Weltklimagipfel im schottischen
Glasgow vor. Sie haben dafür Daten aus Jahrzehnten der internationalen
Moor- und Bodenforschung mit aktueller Fernerkundung und moorökologischem
Fachwissen verknüpft. Die Übersicht ist das Ergebnis von zehn Jahren
Forschung und verortet viele Moore präziser und teilweise erstmalig auf
globaler Ebene.

Am 9. November 2021 präsentieren Greifswalder Moorkundler ihre anderthalb
mal drei Meter große Karte im Moor-Pavillon auf dem Gelände der 26.
Weltklimakonferenz in Glasgow (COP26). Der Pavillon wurde von der Succow
Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum
<https://www.greifswaldmoor.de/>, und weiteren Mitgliedern der Global
Peatlands Initiative <https://www.globalpeatlands.org/> eingerichtet. Ein
Veranstaltungsprogramm zu Mooren auf allen Kontinenten ermöglicht es so,
das Thema Moore erstmals während der gesamten Klimakonferenz international
sichtbar zu machen. Die Moor-Weltkarte zeigt einen Großteil der bislang
identifizierten Moore und bietet einen Überblick über die Lage, Größe und
Verteilung von Mooren und organischen Böden rund um die Welt. Die Daten
sind Teil der Greifswalder Global Peatland Database
<https://www.greifswaldmoor.de/global-peatland-database-en.html>.

Ziel des Greifswald Moor Centrum und seiner Partner in der Global
Peatlands Initiative ist es, auf die bedeutende Rolle der Moore für das
weltweite Klima hinzuweisen. Nasse Moore sind einer der effektivsten
terrestrischen Kohlenstoffspeicher. Moore weltweit speichern doppelt so
viel Kohlenstoff wie die Biomasse aller Wälder der Erde. Aus entwässerten
Mooren dagegen gelangt dieser als klimaschädliches CO2 in großen Mengen in
die Atmosphäre. Vielen Ländern bietet sich durch die Wiedervernässung von
Mooren die Chance, diese Emissionen zu stoppen und auf lange Sicht
entwässerte Moore als Kohlenstoffsenke zu reaktivieren.

Das Programm des Moor-Pavillons auf der Weltklimakonferenz
<https://www.unep.org/events/symposium/peatland-pavilion-unfccc-cop26>
richtet sich vor allem an die verhandelnden Delegierten und Beobachter bei
der Konferenz. Die neue und umfassende Moorkarte bietet neue
Anknüpfungspunkte für die weltweite Vernetzung. Interessierte weltweit
können die Vorstellung der Greifswalder Moorkarte und viele weitere
Veranstaltungen im Livestream verfolgen. Dafür ist lediglich eine
Registrierung
<https://globalpeatlands.online/PeatlandPavilionCOP26Registration>
notwendig. Auch nach der Weltklimakonferenz werden Beiträge auf der Seite
der Global Peatlands Initiative | Peatlands Matter – for planet, people
and climate verfügbar sein.

Weitere Informationen
Greifswald Moor Centrum <https://www.greifswaldmoor.de/>
Succow Stiftung <https://www.succow-stiftung.de/moor-klima>