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Ausgezeichnete CAIS-Alumni: Bundesentwicklungsministerium ehrt digitales Bildungsprojekt in Malawi

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und Frederik Bachmann  Ina Fassbender/photothek.de
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und Frederik Bachmann Ina Fassbender/photothek.de
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Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und Frederik Bachmann  Ina Fassbender/photothek.de
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und Frederik Bachmann Ina Fassbender/photothek.de

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
verleiht Next Generation Africa die EINE WELT-Medaille. Das
Bildungsprojekt wurde im Rahmen eines Fellowships am Center for Advanced
Internet Studies (CAIS) in Bochum entwickelt und wissenschaftlich
begleitet.

Am 28. Oktober 2021 fand die Verleihung der Engagement-Medaillen des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) in Bonn statt. In diesem Rahmen wurde der Verein Next Generation
Africa für ihre Arbeit ausgezeichnet. Die EINE WELT-Medaille ist neben der
Rupert-Neudeck-Medaille die höchste Auszeichnung des Ministeriums. Sie
wird seit 2019 für herausragendes persönliches Engagement bei der
Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen
(UN) verliehen.

Bundesminister Dr. Gerd Müller überreichte die EINE WELT-Medaille an
Frederik Bachmann, Mitbegründer und Leiter von Next Generation Africa.
Damit zeichnete der Minister sein Engagement für innovative,
partnerschaftliche und nachhaltige Bildungs- und
Entwicklungszusammenarbeit aus. Müller lobte das Projekt mit den Worten:
„Das gesellschaftliche Engagement von Next Generation Africa und Herrn
Bachmann für globale Bildungsgerechtigkeit ist absolut beeindruckend –
zumal in so jungen Jahren. Mit Ihrer Verantwortung für unsere EINE WELT
sind Sie Vorbild, nicht nur in Ihrer Generation.“
Der Mitbegründer und Leiter des Vereins, Frederik Bachmann, sieht in der
Medaille nicht nur eine Anerkennung des bisherigen, sondern auch einen
Ansporn für zukünftiges Engagement: „Wir alle vom Next Generation Africa-
Team sind überglücklich und dankbar für diese Auszeichnung. Das ist eine
riesige Motivation für unseren weiteren Weg im Projekt – und es steht noch
viel bevor.“

Der gemeinnützige Verein Next Generation Africa trägt mit einem digitalen,
nachhaltigen Ansatz dazu bei, dass weltweit der Zugang zu hochwertiger
Bildung möglich wird. Als Moderator der Veranstaltung befragte Eckart von
Hirschhausen Bachmann zu Ursprung und Mission der Organisation. Die zwei
Darmstädter Frederik Bachmann und Niels Kunz gründeten sie noch vor ihrem
Abitur, weil ihrer damaligen Partnerschule in Malawi, so wie fast allen
Schulen im Land, essenzielle Bildungsmaterialien wie Bücher fehlten.
Zugleich ist dort das Internet unzuverlässig und sehr teuer. Die Lösung,
die Bachmann und Kunz mit Schüler:innen und Lehrer:innen vor Ort
entwickelt haben, ist die Xulendo Digital Library. Ein Miniserver, auf dem
die laut Lehrplan erforderlichen Lerninhalte gespeichert sind. Sobald die
digitale Bibliothek an einer Schule installiert ist, können von hier
Videos, Bücher, naturwissenschaftliche Simulationen u.v.m. abgerufen
werden – ganz ohne Internet.

Nach dem anfänglichen Prototyp haben die beiden Initiatoren das
Projektkonzept in einer Pilotphase von 2017 bis 2018 ausgearbeitet und am
Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum wissenschaftlich
evaluiert. Als CAIS-Fellows profitierten Bachmann und Kunz von einem
Netzwerk von Expert:innen aus der Digitalisierungsforschung. „Das
internationale Fellow-Programm bleibt ein weiterer wichtiger Baustein
unseres Instituts, Beispiele wie das Malawi-Projekt zeigen, wie solche
Ideen langfristig und vor allem in der Praxis etwas bewirken“, freut sich
Tim Pfenner, Geschäftsführer am CAIS.

Der Erfolg zeigt sich auch in Zahlen: An den mittlerweile acht
Projektschulen konnte bereits über 10.000 Schüler:innen der Zugang zu
modernen, anschaulichen Lerninhalten ermöglicht werden. Auch während der
Pandemie fand Next Generation Africa kreative Lösungen, um digitale
Lerninhalte zu den Schüler:innen nach Hause zu bringen, z.B. über
WhatsApp. Aktuell produziert die Organisation mit malawischen Autor:innen
digitale Schulbücher, die landesweit frei zur Verfügung gestellt werden.
Die Projekte finanzieren sich durch Spenden
(https://nextgenerationafrica.org/spenden).
Weitere Informationen zu Next Generation Africa finden Sie auf dem
Instagram-Account (@nextgenerationafrica) sowie auf der Webseite
(https://nextgenerationafrica.org).

Zum CAIS:
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Center for Advanced Internet
Studies (CAIS) in Bochum seit April 2021 langfristig als zentrales
Institut für Digitalisierungsforschung. Durch evidenzbasierte
Lösungsvorschläge trägt das CAIS zur Gestaltung des digitalen Wandels im
Interesse der Menschen bei. Gegründet wurde das CAIS als
Wissenschaftskolleg Anfang 2017 und vergibt  seitdem Fellowships an
nationale und internationale Gastwissenschaftler:innen im Bereich der
Digitalisierungsforschung. Der Trägerkreis des CAIS besteht aus der Ruhr-
Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, der Heinrich-Heine-
Universität Düsseldorf, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,
dem GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, dem RWI— Leibniz-
Institut für Wirtschaftsforschung und dem Grimme-Institut in Marl.