LSE – Lasersymposium Elektromobilität: Technologie, Trends, Netzwerken
Die Verkehrswende ist ein zentraler Eckpfeiler der Energiewende. Ohne die
wirtschaftliche Fertigung leistungsstarker Elektrobatterien wird sie
allerdings nicht gelingen. Die Lasertechnik erweist sich dabei als eine
Schlüsseltechnologie. Seit 2019 richtet das Fraunhofer-Institut für
Lasertechnik ILT deshalb das »LSE – Lasersymposium Elektromobilität« aus.
Am 25. und 26. Januar 2022 findet es zum vierten Mal statt, wie schon 2021
als reines Online-Event mit virtueller Laborführung. Zahlreiche
Expertinnen und Experten referieren über jüngste Fortschritte und Trends
rund um Laserverfahren zur Fertigung und Entwicklung von Batteriemodulen
und -packs im Bereich der Elektromobilität.
Der Umstieg auf die Elektromobilität lässt den Bedarf an leistungsfähigen
Energiespeichersystemen rasant in die Höhe schnellen. Um ihn zu decken,
braucht die Industrie Verfahren, mit denen qualitativ hochwertige Bauteile
möglichst schnell und kostengünstig industriell gefertigt werden können.
Eine entscheidende Rolle dabei spielt die Lasertechnik. Sie ermöglicht
zahlreiche vielversprechende Anwendungen. Schon heute sind hocheffiziente
Laserverfahren für die gesamte Prozesskette essenziell. In Zukunft wird
ihr Anteil voraussichtlich noch weiter zunehmen.
Um diese Entwicklung voranzutreiben, hat das Fraunhofer ILT 2019 das »LSE
– Lasersymposium Elektromobilität« ins Leben gerufen. Seither dient es
Vertretern aus Forschung und Industrie als bedeutende Plattform für den
interdisziplinären Austausch und regt die verschiedenen Akteure zur
nachhaltigen Zusammenarbeit an.
Das Neueste aus der Lasertechnik
Wie schon in den vergangenen Jahren rechnet das Fraunhofer ILT auch für
das LSE´22 mit rund 70 Teilnehmenden. »Darunter werden mit Sicherheit
viele bekannte Gesichter sein«, sagt Dr. Alexander Olowinsky,
Gruppenleiter Mikrofügen am Fraunhofer ILT. »Wir sind jedoch immer sehr
darum bemüht, auch neue Teilnehmende anzusprechen und namhafte
Referierende aus Industrie und Forschung zu gewinnen, die weitere
thematische Schwerpunkte setzen. Diese Mischung ist bei unseren
Teilnehmenden bisher immer sehr gut angekommen.«
Über beide Veranstaltungstage hinweg werden Expertinnen und Experten über
die jüngsten Fortschritte und Trends rund um lasertechnische Verfahren zur
Fertigung und Entwicklung von Batteriemodulen und -packs im Bereich der
Elektromobilität referieren. Konkret geht es um Laserprozesse und
Laserstrahlquellen für die Batterieproduktion, Produktionsanlagen in der
Lasermaterialbearbeitung sowie Prozessüberwachung von
Laserfertigungsverfahren.
Virtuelle Laborführungen: Hier sitzen Sie in der ersten Reihe!
Bereits im Rahmen des LSE´21 präsentierten die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des Fraunhofer ILT verschiedene Anlagen und Versuche per
Live-Übertragung aus mehreren Laboren. Ursprünglich als Notlösung gedacht,
hat sich diese Vorgehensweise bewährt. So wird es auch beim LSE´22 wieder
eine virtuelle Laborführung am Fraunhofer ILT geben, zudem mit Live-
Schalte aus Pfungstadt, um die Messeinrichtungen der Primes GmbH
vorzustellen. Das Unternehmen berät und unterstützt Kunden in
Laserentwicklung, Anlagenbau und Produktion. »Unser eigens konzipierter
Kamerawagen ermöglicht es unseren Teilnehmenden, alle Details live aus dem
Labor und aus kürzester Distanz zu sehen. Vor Ort wäre das mit so vielen
Menschen allein aufgrund der räumlichen Begrenztheit nicht möglich«, sagt
Dr. Olowinsky. »Bei der virtuellen Laborführung stehen Teilnehmende des
LSE immer in der ersten Reihe. Ganz egal, von wo aus Sie gerade
zugeschaltet sind.«
Deutschland als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken
Wieder mit dabei sein wird auch Dr. André Häusler: »Die Anwendung von
lasertechnischen Verfahren bei der Entwicklung und Fertigung von
Elektrobatterien ist weltweit auf dem Vormarsch«, sagt der Teamleiter für
das Mikrofügen von metallischen Werkstoffen am Fraunhofer ILT. »Das führt
zu einem harten internationalen Wettbewerb. Um mit der Konkurrenz
außerhalb Europas langfristig Schritt halten zu können, müssen wir deshalb
unsere Kräfte bündeln. Genau deshalb gibt es das LSE. Wir wollen dazu
beitragen, die Verbreitung von lasertechnischen Anwendungen aus
Deutschland im Bereich der Elektromobilität maßgeblich zu steigern.«
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Anwender, Hersteller und Entwickler, die an einem weiterführenden
Austausch über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Lasertechnik
im Bereich der Elektromobilität interessiert sind, bietet sich vom 4. bis
6. Mai 2022 auch die Teilnahme am »AKL´22 – International Laser Technology
Congress« in Aachen an. Zusammen mit der konferenzbegleitenden Ausstellung
und den Live-Vorführungen im Fraunhofer ILT hat sich die Veranstaltung als
zentrale Networking-Plattform der Laser-Community etabliert. Das Programm
des AKL’22 kann hier eingesehen werden:
www.lasercongress.org/de/progr
Das vierte Lasersymposium Elektromobilität – LSE´22 findet am 25. und 26.
Januar 2022 online statt, die Vortragssprache ist Deutsch. Weitere
Informationen und Anmeldung unter: www.ilt.fraunhofer.de/lse
