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Menschenbilder der Digitalisierung

v.l.: Birger P. Priddat (Foto: UW/H) und Philip Kovce (Foto: RalphBoes_Flickr)
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v.l.: Birger P. Priddat (Foto: UW/H) und Philip Kovce (Foto: RalphBoes_Flickr)
v.l.: Birger P. Priddat (Foto: UW/H) und Philip Kovce (Foto: RalphBoes_Flickr)

Philip Kovce und Birger P. Priddat von der Universität Witten/Herdecke
veröffentlichen Sammelband

Wenn von Digitalisierung die Rede ist, dann geht es zumeist um Technik. Es
geht um die neuesten Gadgets oder darum, Prozesse zu beschleunigen oder zu
vereinfachen. Äußerst selten geht es um die Menschenbilder, die dem Ganzen
zugrunde liegen – also darum, wie wir uns selbst angesichts der
Digitalisierung verstehen und verwandeln. Philip Kovce, der an der
Universität Witten/Herdecke (UW/H) Wirtschaft und Philosophie studierte,
und Birger P. Priddat, der die UW/H-Seniorprofessur für Wirtschaft und
Philosophie innehat, haben nun im Metropolis Verlag einen Sammelband
herausgegeben, der sich genau diesen Fragen widmet: „Selbstverwandlung.
Das Ende des Menschen und seine Zukunft. Anthropologische Perspektiven und
Digitalisierung und Individualisierung“.

Der rund 500 Seiten umfassende Sammelband beleuchtet in 25 Beiträgen u.a.
ethische, ästhetische, politische, ökonomische, ökologische und soziale
Folgen der Digitalisierung für unser Selbstbild. Zu den Autoren zählen die
Soziologen Dirk Baecker und Steffen Mau, die Philosophen Byung-Chul Han
und Konrad Paul Liessmann sowie die Medienwissenschaftler Armen Avanessian
und Roberto Simanowski. Kovce und Priddat haben dem Band als Herausgeber
ein kurzes Vorwort vorangestellt.

„Wenn wir nicht wissen, wie wir künftig leben und arbeiten, ja wer wir
künftig sein wollen, dann können wir die Frage, wozu Digitalisierung gut
sein soll, schlecht beantworten“, betont Philip Kovce, der derzeit an
Priddats Wittener Seniorprofessur forscht. „Es kommt darauf an“, so Kovce,
„dass wir Fragen der Digitalisierung letztlich als Selbstbefragung
verstehen.“ Ob diese Selbstbefragung letztlich ein Mehr oder Weniger an
Digitalisierung nahelege, sei durchaus umstritten, so Kovce.

Dass Digitalisierungsfragen Menschenbildfragen seien, zeige sich laut
Prof. Dr. Birger P. Priddat vor allem daran, dass Big Data und künstliche
Intelligenz die Mensch-Maschine-Interaktion ganz neu herausfordern. „Wir
müssen unser Selbstbild zunehmend in einer digitalisierten Welt
ausbilden“, so Priddat. „Wer wir sind, wenn wir von Automaten umgeben
sind, das ist die große Frage.“ Dieser „großen Frage“ ist der jüngst
erschienene Sammelband der beiden UW/H-Forscher gewidmet.

Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.)
Selbstverwandlung. Das Ende des Menschen und seine Zukunft
Anthropologische Perspektiven und Digitalisierung und Individualisierung
Metropolis Verlag, Marburg 2022, ISBN 978-3-7316-1441-8
448 Seiten, EUR 29,80

Weitere Informationen: Philip Kovce, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Ansprechpartner Presseteam: Kay Gropp, 02302/926-805, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit rund 2.700 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma
Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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