Zum Hauptinhalt springen

Europa-Universität und Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) intensivieren ihre Zusammenarbeit

Pin It

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und das Leibniz-Institut
für Raumbezogene Sozialforschung e. V. (IRS) in Erkner arbeiten künftig in
Forschung und Lehre noch enger als bisher zusammen. Viadrina-Präsidentin
Prof. Dr. Julia von Blumenthal und Prof. Dr. Oliver Ibert, Direktor des
IRS, haben eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die die
bestehende Zusammenarbeit in einen vertraglichen Rahmen einbettet und neue
Felder eröffnet.

Das wichtigste Projekt in der neuen Phase der Zusammenarbeit ist eine
gemeinsame Professur für Historische Stadt- und Raumforschung verbunden
mit der
Leitung des Forschungsschwerpunktes „Zeitgeschichte und Archiv“ am IRS.
Die Professur soll im Januar ausgeschrieben und zum Sommersemester 2023
besetzt werden.

„Die seit langem bestehende Zusammenarbeit zwischen IRS und Viadrina wird
auf diese Weise intensiviert und auf eine neue Stufe gehoben“,
verdeutlicht Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Europa-
Universität, den Nutzen der Vereinbarung. „Die gemeinsame Berufung einer
Professur für Historische Stadt- und Raumforschung, die zugleich die
wissenschaftliche Verantwortung für die Sammlungen zur Bau- und
Planungsgeschichte der DDR am IRS tragen wird, ermöglicht es uns, die
Schwerpunktsetzung im Bereich der Transformationsforschung noch stärker
als bisher zu profilieren. Dadurch hat die Kooperation zugleich große
Bedeutung für die geplante Bewerbung von Frankfurt (Oder) als Standort für
das ,Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche
Einheit‘.“

Prof. Dr. Oliver Ibert sagt: „Wir freuen uns sehr darüber, mit dem Vertrag
den bestehenden Kooperationen mit der Viadrina nunmehr auch einen
formellen Rahmen geben zu können. Es bieten sich zusätzliche strategische
Optionen, insbesondere die gemeinsame Berufung von Professorinnen und
Professoren. Das IRS komplettiert mit diesem Vertrag sein Netzwerk an
Partnerschaften in der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg. In der
Internationalisierungsstrategie des IRS bildet das Nachbarland Polen einen
wichtigen Fokusraum. Hierfür betrachten wir die Viadrina, mit ihren
hervorragenden Beziehungen nach Ost-Europa, als starken und wichtigen
Partner.“

An der neu geschaffenen Professur wird künftig die Entwicklung von Städten
und Regionen aus einer historischen Perspektive untersucht. Ein
Schwerpunkt liegt auf sozialistischen Gesellschaften und deren
Transformation. Weitere Punkte der intensivierten Zusammenarbeit sind
unter anderem die Nachwuchsförderung im Rahmen eines Programms für
Doktorandinnen und Doktoranden, die Beantragung gemeinsamer
Forschungsprojekte, Lehraufträge und gemeinsame Veranstaltungen.