Zum Hauptinhalt springen

Promotionsstipendien ausgeschrieben: Forschung zur Geschichte und Gegenwart des zentraleuropäischen Judentums

Pin It

Auch 2022 werden bis zu zehn Stipendien an
Promovierende vergeben, die an einer Dissertation im Bereich der
Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums arbeiten. Mit dem
Leo Baeck Fellowship ermöglichen die Studienstiftung des deutschen Volkes
und das Leo Baeck Institut London Doktorandinnen und Doktoranden eine
einjährige Promotionsförderung. Eine Bewerbung ist ab sofort und bis zum
1. Februar 2022 möglich.

Das Stipendienprogramm ist international ausgerichtet und fördert seit
2006 exzellente Doktorandinnen und Doktoranden aller Fächer, die sich mit
der Erforschung jüdischen Lebens in Zentraleuropa beschäftigen.
Eingereicht werden können Dissertationsvorhaben aus allen Epochen,
Fachdisziplinen und geografischen Regionen, sofern sie einen Bezug zum
deutschsprachigen Judentum haben.

Die Förderung bietet Zuschüsse für Reisen zu Archiven,
Forschungsinstituten, Konferenzen und Bibliotheken weltweit. Das Programm
ist offen für alle Nationalitäten und Hochschulen weltweit und bringt
somit Promovierende unterschiedlicher Wissenschaftskulturen zusammen.

// Breite Fächervielfalt – einjähriges Vollstipendium //

Eine Bewerbung ist bis zum 1. Februar 2022 möglich. Die Förderung setzt
zum Oktober 2022 ein und umfasst ein einjähriges Vollstipendium von
monatlich 1.450 Euro. Zusätzliche Unterstützung können
Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit Kind
erhalten sowie Promovierende, die sich (zeitweise) im Ausland aufhalten.

Tagungen bieten den Fellows darüber hinaus die Gelegenheit, sich
frühzeitig international zu vernetzen und wissenschaftlich auszutauschen.
Ergänzend zum Stipendium können wissenschaftliche Tätigkeiten im Umfang
einer 25 -Prozent-Stelle wahrgenommen werden. Arbeitssprachen sind Deutsch
und Englisch.

Alumni des Leo Baeck Fellowship Programms führen den Gedanken der
interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit seit 2014 mit
regelmäßigen Konferenzen und einer eigenen Schriftenreihe des Leo Baeck
Instituts London weiter. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
finanziert das Leo Baeck Fellowship-Programm.

// Weltweites Netzwerk: Bisher 167 Promovierende gefördert //

In den vergangenen 15 Jahren konnten insgesamt 167 Promovierende unter
anderem aus Frankreich, Großbritannien, Israel, Kanada, Polen, der
Schweiz, der Tschechischen Republik, Ungarn, den USA sowie Deutschland
gefördert werden. Unter den Geförderten sind beispielsweise Historiker,
Philosophinnen, Filmwissenschaftler, Musikwissenschaftlerinnen oder
Literaturwissenschaftler. Die Ehemaligen sind heute unter anderem in
Museen, Archiven und in der Forschung tätig.

Namensgeber des Programms ist der Rabbiner Dr. Leo Baeck (1873-1956). Die
gleichfalls nach ihm benannten Institute sind in Jerusalem, New York und
London ansässig und wurden in den 1950er-Jahren von jüdischen
Intellektuellen wie Hannah Arendt und Martin Buber gegründet. Aufgabe der
Institute ist es, die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen
Judentums aufzuarbeiten. Mit dem Leo Baeck Fellowship Programm wird dieser
Auftrag durch eine gezielte Nachwuchsförderung aufgegriffen.

Ausführliche Informationen zum Programm und den Bewerbungsbedingungen
finden Sie unter: www.studienstiftung.de/leo-baeck/

Pandemiebedingt können die Auswahlgespräche und Seminare derzeit
gegebenenfalls im Rahmen von Videokonferenzen stattfinden.