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Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen ist neues An-Institut der TU Chemnitz

Prof. Dr. Frank Asbrock ist Direktor des Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen und Inhaber der Professur Sozialpsychologie an der TU Chemnitz.  Foto: Jacob Müller
Prof. Dr. Frank Asbrock ist Direktor des Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen und Inhaber der Professur Sozialpsychologie an der TU Chemnitz. Foto: Jacob Müller
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Prof. Dr. Frank Asbrock ist Direktor des Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen und Inhaber der Professur Sozialpsychologie an der TU Chemnitz.  Foto: Jacob Müller
Prof. Dr. Frank Asbrock ist Direktor des Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen und Inhaber der Professur Sozialpsychologie an der TU Chemnitz. Foto: Jacob Müller

An-Institut der Technischen Universität Chemnitz ist die erste
selbstständige Forschungseinrichtung zur Kriminologie in Ostdeutschland.

Seit 23. Dezember 2021 ist das als gemeinnütziger Verein gegründete und
durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie,
Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) geförderte Zentrum für
kriminologische Forschung Sachsen (ZKFS) ein An-Institut der Technischen
Universität Chemnitz. Dies hat das Rektorat der TU Chemnitz Anfang
Dezember beschlossen.

„Das Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen, das in dieser Form in
ganz Ostdeutschland einzigartig ist und seit Anfang des Jahres seinen Sitz
in Chemnitz hat, ist auf das Engste mit der TU Chemnitz verbunden. Diese
Verbundenheit wird nun durch den Status eines An-Instituts der TU Chemnitz
auch strukturell sichtbar. Ich bin fest davon überzeugt, dass unser neues
An-Institut in enger Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen an
der TU Chemnitz politisch und gesellschaftlich höchst relevante
Fragestellungen adressieren und einen äußerst wertvollen Transfer in die
Politik und die Gesellschaft leisten wird. Vor dem Hintergrund bedanke ich
mich sehr herzlich bei unserem Kollegen Frank Asbrock und seinem Team für
die hervorragende Arbeit sowie dem Sächsischen Staatsministerium der
Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung für die äußerst
bedeutende Unterstützung“, sagt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU
Chemnitz.

„Politik braucht Empirie und wissenschaftliche Erkenntnisse und muss diese
zu Grundlagen ihrer Entscheidungen machen. Das gilt gerade für den häufig
von Stimmungen und Symbolpolitik geleiteten Bereich des Strafrechts. Ich
freue mich, dass wir mit dem ZKFS in Chemnitz einen herausgehobenen Ort
des wissenschaftlichen Forschens über Ursachen und Wirkung von
Kriminalität etabliert haben. Mit der Anerkennung als An-Institut der TU
Chemnitz wird diese Arbeit nun besonders gewürdigt. Ich bin überzeugt,
dass die Forschungsergebnisse des ZKFS ihre Relevanz weit über Sachsen
hinaus entfalten und dazu beitragen werden, Kriminalität als
gesamtgesellschaftliches Phänomen besser zu verstehen. Allen Beteiligten
danke ich für ihr bisheriges Engagement und wünsche weiterhin viel Erfolg
bei dieser wichtigen Aufgabe“, sagt Mathias Weilandt, Staatssekretär des
SMJusDEG.

Das ZKFS ist die erste selbstständige Forschungseinrichtung zur
Kriminologie in Ostdeutschland. „Es führt als An-Institut der TU Chemnitz
grundlagen- sowie praxisorientierte kriminologische Forschung zu allen
Teilbereichen der Kriminologie inklusive der Kriminalpolitik durch und
erhebt fortlaufend Daten zur Kriminalitätsentwicklung und zu deren
Wahrnehmung in der Bevölkerung und in öffentlichen Diskursen“, sagt  Prof.
Dr. Frank Asbrock, Direktor des ZKFS und Inhaber der Professur
Sozialpsychologie an der TU Chemnitz. Die unabhängige
Forschungseinrichtung werde ihre gewonnenen Erkenntnisse sowohl an ein
Fachpublikum als auch in allgemein verständlichen Formaten der
Öffentlichkeit vermitteln. Damit will das ZKFS zu einer faktenbasierten
öffentlichen Wahrnehmung von Kriminalität beitragen. Die Anbindung an die
TU Chemnitz wird vielschichtig sein: „Wir werden sowohl in der
interdisziplinären Forschung als auch in der akademischen Ausbildung und
in der fachlichen Weiterbildung künftig eng mit der TU Chemnitz
kooperieren“, so Asbrock.

Seinen Sitz wird das ZKFS am Chemnitzer Brühl in unmittelbarer Nähe der
neuen Universitätsbibliothek der TU Chemnitz haben. Aktuell sind am An-
Institut neben dem Direktor Prof. Dr. Frank Asbrock und der
stellvertretenden Direktorin Jennifer Führer vier wissenschaftliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.