Geburtenbilanz 2021 des Dresdner Uniklinikums: Leichter Anstieg der Geburten - Zwei Mädchen bestimmen Jahreswechsel
Mit Maja Marta und Vivi haben zwei Mädchen den Jahreswechsel in der Klinik
für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Carl Gustav
Carus Dresden bestimmt: Am 1. Januar 2021 erblickte Vivi (49 Zentimeter /
3.300 Gramm) um 1.35 Uhr das Licht der Welt. Sie folgte auf Maja Marta (54
Zentimeter / 4.015 Gramm), die am 31. Dezember um 22:33 Uhr geboren wurde.
Das aus Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzten und Kinderkrankenschwestern
bestehende Team des Uniklinikums betreute 2021 insgesamt 2.502 Geburten –
das sind zehn mehr als 2020. Darunter sind 107 Zwillingsgeburten (2020:
132) sowie zwei Drillingsgeburten (2020: 1).
Die insgesamt stabile Entwicklung der Geburtenzahlen ist ein
Vertrauensbeweis junger Eltern in die Hochschulmedizin Dresden. Als
Krankenhaus der Maximalversorgung und als einziges ostsächsisches
Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe bietet das Uniklinikum ein
hocherfahrenes Expertenteam, optimale Ausstattung und richtungsweisende
Präventionsprojekte. Die kontinuierlich hohen Zahlen der Uni-Frauenklinik
spiegeln wider, dass den Müttern und Paaren die maximale Sicherheit vor,
während und nach der Geburt sehr am Herzen liegt.
„Wir setzen alles daran, um den Frauen eine natürliche und schöne Geburt
zu ermöglichen“, sagt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Basis dafür ist der geburtshilfliche
Bereich mit fünf Entbindungsräumen, die über unterschiedliche
Gebärlandschaften verfügen, ein Wehenzimmer sowie zwei Vorwehenzimmer. Zur
Ausstattung gehört zudem eine spezielle Wanne für Entspannungsbäder
beziehungsweise Wassergeburten. Viele werdende Mütter fühlen sich in der
Geburtshilfe des Uniklinikums sehr gut versorgt und vertrauen auf die
Expertise der Hebammen, Ärzte und Pflegekräfte: 2021 wurden 2.613
Neugeborene registriert. „Die konstanten Geburtszahlen belegen, dass das
Vertrauen der werdenden Eltern in das Uniklinikum auch in dieser
schwierigen Zeit unverändert hoch bleibt. Das freut uns sehr!“, so Prof.
Wimberger weiter.
Väter im Kreißsaal und Familienzimmer sind auch in Pandemiezeiten möglich
Die Unsicherheit ob der Infektionsgefahr ist in Zeiten der Pandemie groß.
Das wissen auch die Medizinerinnen und Mediziner, die Hebammen und
Pflegenden in den Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie für
Kinder- und Jugendmedizin des Dresdner Uniklinikums. „Es ist uns besonders
wichtig, gerade in dieser Zeit, den werdenden Müttern helfend zur Seite zu
stehen und Ängste zu nehmen“, so Prof. Wimberger. Deshalb sorgt das
ärztliche und pflegerische Team auch während der herausfordernden Zeit in
der Corona-Pandemie dafür, dass sich die Mütter und Kinder im Kreißsaal
und auf Station wohl und sicher fühlen: „Trotz des COVID-19-Geschehens
haben wir es den Vätern beziehungsweise einer anderen festen Begleitperson
durchgehend ermöglichen können, die Geburt des Kindes im Kreißsaal
mitzuerleben. Je nach Verfügbarkeit können auch die Familienzimmer auf der
Wochenbettstation weiterhin durch die Väter oder eine andere feste
Begleitperson mit belegt werden sagt Prof. Pauline Wimberger.
„Uns als Team ist es ein Herzensanliegen, dass wir unseren schwangeren
Patientinnen auch während der Pandemie-Zeiten weiterhin die bestmögliche
medizinische Versorgung anbieten“, sagt Privatdozent (PD) Dr. Cahit
Birdir. Der leitende Oberarzt verantwortet nicht nur den Kreißsaal,
sondern auch die Intensivschwangerenberatung der Dresdner Uni-
Frauenklinik. In diesem Rahmen erhalten werdende Mütter bereits ab der
Frühschwangerschaft eine umfassende Betreuung mit allen verfügbaren
Diagnoseverfahren. Das Team steht dabei insbesondere Müttern mit
Risikoschwangerschaften zur Seite, die so von einer kontinuierlichen
Versorgung bis zur Geburt profitieren. Das Uniklinikum übernimmt im Raum
Dresden und Ostsachsen die Funktion eines Perinatalzentrums der höchsten
Versorgungsstufe, relevant bei Risiko- aber auch
Mehrlingsschwangerschaften. Dabei kümmern sich die Mediziner nicht nur um
die Mütter in der Schwangerschaft, sondern versorgen auch zu früh oder
krank geborene Babys.
Interdisziplinäre Strukturen optimieren die Versorgung
Nachdem die fachlichen und strukturellen Gegebenheiten bei der klinischen
Betreuung von Schwangeren sowie zu früh oder krank geborener Kinder in den
vergangenen Jahrzehnten immer weiter optimiert werden konnten, rückt nun
die Prävention stärker in den Vordergrund. Hierzu hat das Zentrum für
feto/neonatale Gesundheit am Dresdner Uniklinikum richtungsweisende
Projekte initiiert. So werden Frauen mit einer Risikoschwangerschaft im
„Feto-Neonatalen Pfad“ institutions- und fachübergreifend betreut. Dieser
Pfad ist vor allem ein Angebot für schwangere Frauen mit einem erhöhten
Risiko für Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) oder einer
Wachstumsverzögerung des ungeborenen Kindes. Seit Januar 2020 können sich
die Teilnehmerinnen engmaschig bei niedergelassenen Frauenärzten sowie
durch Pränatalmediziner, Geburtshelfer, Neonatologen und Psychologen des
Dresdner Universitätsklinikums betreuen lassen. Nach der Geburt
ermöglichen die niedergelassenen Kinderärzte im ersten Lebensjahr eine
spezielle Nachbetreuung für die Kinder. Die Wirksamkeit der in der zehnten
Schwangerschaftswoche beginnenden Versorgung wird aktuell im Rahmen eines
Innovationsfonds-Projektes überprüft. Dies ist die Voraussetzung dafür,
dass das Angebot künftig von den Krankenkassen finanziert werden kann.
