Berufsbegleitendes Studium liefert Know-how zur Gestaltung der Energie- und Rohstoffwende
Soll die Energie- und Rohstoffwende gelingen, muss sich die Wirtschaft neu
aufstellen: weg von großen stationären Anlagen und fossilen Rohstoffen hin
zu kleinen flexiblen Einheiten mit variierenden Einsatzstoffen und der
Nutzung von erneuerbaren Energien. Für diesen Wandel brauchen Unternehmen
vor allem eins: Fachkräfte mit Know-how zur Dynamik von Energie- und
Rohstoffsystemen. Einen Weg, diese Expertise auf- und auszubauen, bieten
die FernUniversität in Hagen und das Fraunhofer UMSICHT mit dem
interdisziplinären Studium zur Dynamik der Sektorenkopplung DYNERGY. Die
berufsbegleitende Weiterbildung startet zum Sommersemester 2022,
Einschreibungen sind bis zum 1. März möglich.
Das modulare Angebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte –
insbesondere Planungsverantwortliche, Projektleitende und -mitarbeitende
sowie Prozess-, Betriebs-, Versorgungs- und Energieingenieur*innen. Aber
auch Berufs- und Quereinsteiger*innen aus Unternehmen, Kommunen, Verbänden
oder Behörden mit Interesse an der Energie- und Rohstoffwende können
teilnehmen.
In drei Modulen erarbeiten sich die Studierenden eine fundierte und
anwendungsorientierte Begriffs- und Verständnisbasis zu Sektorenkopplung
und cross-industriellen Verbünden. Konkret befassen sie sich mit der
Frage, wie sie Energie- und Produktionssysteme für sich verändernde Märkte
und Rahmenbedingungen gestalten können – und zwar unabhängig von Prozessen
und Branchen. Im Themenbereich »Dynamik von Energie- und Rohstoffsystemen«
liegt der Fokus auf dynamischen Vorgängen bei der Kopplung von Energie-
und Rohstoffsystemen. Hierbei stehen insbesondere Prinzipien der
numerischen Modellierung, Simulation und Optimierung von Energie- und
Prozesssystemen auf dem Lehrplan.
Das Lernen erfolgt in erster Linie via Selbststudium: Die Teilnehmenden
erhalten ein digitales Skript sowie den Zugang zu einer webbasierten
Programmierungsumgebung. Dort können sie im Modeling based Learning die
Modellierung relevanter Energie- und Produktionssysteme mit Python anhand
praxisrelevanter Beispiele sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeit
üben und vertiefen. Darüber hinaus befassen sich die Teilnehmenden mit
Digitalisierung in der Verfahrens- und Energietechnik und haben dabei die
Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit Sensoren, Datenerfassung und
Datennutzung in Modellen zu sammeln.
Wer sich auf diesem Wege zum »Cross-Industry Manager« qualifiziert, erhält
ein Zertifikat mit einem Gesamtumfang von 15 ECTS gemäß § 62 des
Hochschulgesetzes Nordrhein-Westfalen. Weitere Details zum Abschluss der
Weiterbildung sowie zu Inhalten, Aufbau und Betreuung liefern zwei
kostenlose Info-Veranstaltungen am 20. Januar und 17. Februar 2022,
jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr (digital). Anmeldungen sind über die Seite
www.weiterbildung-dynergy.de möglich.
Originalpublikation:
https://www.umsicht.fraunhofer
medien/pressemitteilungen/2022
