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Erfolgreiche Evaluierung: Gutes Zeugnis für Digitalisierungsforschung am Weizenbaum-Institut

Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft  Hans-Christian Plambeck
Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft Hans-Christian Plambeck
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Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft  Hans-Christian Plambeck
Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft Hans-Christian Plambeck

Das Weizenbaum-Institut, das die digital vernetzte Gesellschaft
untersucht, kann seinen Weg fortsetzen. Eine hochrangig besetzte
Evaluierungskommission hat ihm eine hohe Forschungsqualität und eine stark
ausgeprägte Interdisziplinarität bescheinigt. Sie empfiehlt dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Institut ab September für
weitere drei Jahre zu fördern. Die Kommission lobt den Fortschritt beim
Aufbau des Instituts, das 2017 gegründet worden ist.

Am Weizenbaum-Institut arbeiten rund 180 Wissenschaftler*innen aus
unterschiedlichen Disziplinen. Partner des Verbundprojekts sind die vier
Berliner Universitäten, die Universität Potsdam, Fraunhofer Focus und das
Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin und – seit 2019 – der
Weizenbaum-Institut e.V.

Von der Evaluierungskommission wird die Forschungsqualität „durchweg als
positiv eingeschätzt“, so der jetzt veröffentlichte Bericht. Die
Interdisziplinarität als „Wesensmerkmal“ des Instituts zeigt sich in der
Zusammensetzung der 21 Forschungsgruppen. Das Spektrum der untersuchten
Themen reicht von digitaler Bildung über Sharing Economy, datenbasierten
Geschäftsmodellen, digitaler Demokratie und Öffentlichkeit, nachhaltige
Digitalisierung bis hin zu Fragen der digitalen Sicherheit und
Normsetzung. Um die interdisziplinäre Forschung zu fördern, hat das
Weizenbaum-Institut 2021 ein wissenschaftliches Journal gegründet.
Außerdem organisiert es jährlich eine internationale Konferenz. 2022 wird
das Thema „Digitale Souveränität“ im Mittelpunkt stehen.

Die Kommission stellt fest, dass die gesellschaftliche Relevanz der
Forschungsthemen „sehr hoch“ ist und während der Corona-Pandemie weiter
zugenommen hat. Hervorgehoben wird das Weizenbaum-Forum, eine monatliche
Diskussionsrunde, zu dem das Weizenbaum-Institut Gäste einlädt, um mit
ihnen aktuelle Fragen und neue Forschungsergebnisse zu diskutieren. Der
Namensgeber des Instituts, der in Berlin geborene Joseph Weizenbaum,
Computerpionier und -kritiker, wäre 2023 hun-dert Jahre alt geworden. Zum
Jubiläum plant das Institut Veranstaltungen, die sein Werk und die
Bedeutung seiner kritischen Thesen für die Gegenwart würdigen. Der Bericht
geht auch auf die gute Vernetzung auf regionaler, nationaler und
internationaler Ebene ein und auch auf die Erfolge in der
Nachwuchsförderung.

Mit dem Evaluierungsbericht „haben wir ein gutes Zeugnis auf dem Tisch
liegen, sodass wir mit viel Zuversicht in die Zukunft blicken können“, so
der geschäftsführende Direktor des Weizenbaum-Instituts Christoph
Neuberger, der an der Freien Universität Publizistik- und
Kommunikationswissen-schaft lehrt. „Die intensive Aufbauarbeit trägt
Früchte“, ergänzt der stellvertretende geschäftsführende Direktor Sascha
Friesike, Professor für digitale Innovationen an der Universität der
Künste. „Wir wollen nun bald eine dauerhafte Einrichtung werden, welche
die Digitalisierungsforschung in der Region bündelt und international sehr
sichtbar ist.“

Auch der Ausschuss Wissenschaft und Forschung des neu konstituierten
Abgeordnetenhauses hat sich im Februar mit dem Weizenbaum-Institut
befasst. Senatorin Ulrike Gote betonte in der Sitzung, dass das
Weizenbaum-Institut, „obwohl es sehr jung ist, schon jetzt eine
Erfolgsgeschichte ist“. Das Land Berlin finanziert neben dem BMBF das
Institut, das seinen Sitz an der Hardenbergstraße in Berlin hat.

Download Evaluierungsbericht: https://www.weizenbaum-
institut.de/media/News/Berichte/Evaluierungsbericht_Weizenbaum-
Institut_2022.pdf

Download Stellungnahme des Weizenbaum-Instituts: https://www.weizenbaum-
institut.de/media/News/Statement
/Stellungnahme_Evaluierungsbericht_Weizenbaum-Institut.pdf