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Neues Tool ermittelt betrieblichen Klimafußabdruck

Mit dem scope3analyzer können Unternehmen ihre Treibhausgas-Emissionen ganz einfach ermitteln.  Hochschule Pforzheim
Mit dem scope3analyzer können Unternehmen ihre Treibhausgas-Emissionen ganz einfach ermitteln. Hochschule Pforzheim
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Mit dem scope3analyzer können Unternehmen ihre Treibhausgas-Emissionen ganz einfach ermitteln.  Hochschule Pforzheim
Mit dem scope3analyzer können Unternehmen ihre Treibhausgas-Emissionen ganz einfach ermitteln. Hochschule Pforzheim

Kostenlose Berechnung des Beitrags durch die Lieferketten
Das Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim hat in
Kooperation mit dem Thinktank für industrielle Ressourcenstrategien in
Karlsruhe ein Tool konzipiert, mit dem die Treibhausgas-Emissionen von
Unternehmen einfach ermittelt werden können. Der sogenannte scope3analyzer
wurde nun auf der Webseite des Thinktanks freigeschaltet und ist
öffentlich und kostenlos zugänglich. Zuvor wurde das Tool, das zusammen
mit der Hamburger Firma Systain Consulting GmbH weiterentwickelt wurde,
ausgiebig mit Praxispartnern aus der Industrie getestet. Unmittelbar in
das Projekt eingebunden waren die ZEISS Gruppe und die Robert Bosch GmbH.
Gefördert wurde die Entwicklung vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

Die Ermittlung eines betrieblichen Carbon Footprint ist der erste wichtige
Schritt auf dem Weg zum Klimaschutz in Unternehmen. Wo sind die größten
Beiträge zu den Emissionen und wo sollten die Maßnahmen zuerst ansetzen?
„Wir wissen heute, dass die vorgelagerten Emissionen in der Lieferkette
der Unternehmen einen wesentlichen Beitrag liefern, oft sogar den
größten,“ sagt der Projektleiter Professor Mario Schmidt. Doch die
Erhebung dieser Emissionen, in der Fachsprache wird immer von
Scope-3-Emissionen gesprochen, stellen eine große Herausforderung dar.
Große Unternehmen haben oft Tausende von Lieferanten und Vorprodukte, aus
dem In- und Ausland, und fragen sich, woher sie die Zahlen bekommen können
und wie belastbar sie sind.

Der scope3analyzer stellt für Unternehmen einen sehr einfachen Einstieg in
die Klimabilanzierung dar: Das Tool ist kostenfrei, webbasiert, arbeitet
völlig anonymisiert und kann die Emissionen unmittelbar auf Basis bereits
vorliegender Einkaufs- und Verbrauchsdaten des Unternehmens berechnen. Das
Tool ist außerdem berichtskonform – gängige internationale Standards wie
das Greenhouse Gas Protocol, das Carbon Disclosure Project sowie die
Science Based Targets Initiative akzeptieren die angewandte Methodik.

Der Emissionsbeitrag der Lieferkette wird mit volkswirtschaftlichen Daten
abgeschätzt. Dabei können dann sogar die Emissionen der Vor-Vorprodukte,
die aus Asien oder anderen Weltregionen kommen, einbezogen werden. Dies
führt zu einem umfassenden Bild des unternehmerischen Handelns und
ermöglicht die Identifikation der Hot-Spots von Treibhausgasemissionen.
Zusätzlich werden auch die direkten Emissionen vor Ort und die indirekten
Emissionen aus eingekaufter Energie mit errechnet.

Professor Schmidt: „Der scope3analyzer entfaltet sein Potential, je mehr
Lieferanten ein Unternehmen hat und je schwieriger es wird, einzelne
Zahlen zu recherchieren. Vor allem aber sollen die Daten nach der gleichen
Methode erhoben und somit vergleichbar sein. Das wird durch die von uns
eingesetzte Methode sichergestellt.“

Hier können Unternehmen ihren betrieblichen CO2-Fußabdruck ermitteln:
https://scope3analyzer.pulse.cloud/