GamesHub Heidelberg: Entwicklerinnen und Entwickler präsentieren ihre Game-Projekte
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Wir bauen den starken Gründungs-
und Wissenschaftsstandort Heidelberg im Bereich Gesundheit und
Lebenswissenschaften weiter aus“
Land fördert GamesHub mit 110.000 Euro
Krebskranken Kindern die Angst vor der Bestrahlung bei einer Chemotherapie
nehmen, junge Krebspatientinnen und -patienten spielerisch zum Sport
motivieren oder Jugendlichen mit einem Computerspiel dabei helfen, ihr
eigenes Beziehungsmuster zu analysieren: Das haben die ersten drei
Entwickler-Teams im GamesHub für Health / Life Science Heidelberg in ihren
Lernspielen umgesetzt. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am Freitag (18.
März) auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Oberbürgermeister
Prof. Dr. Eckart Würzner. Ab dem 1. April beherbergt der GamesHub vier
neue Teams aus Entwicklerinnen und Entwicklern.
„Mit unserem GamesHub bringen wir die Games-Branche und ihre Kreativität
mit der Metropolregion Rhein-Neckar als starkem Standort der Bio- und
Medizintechnologie und Gesundheitswirtschaft zusammen. Bereits die zweite
Generation an Entwicklerinnen und Entwicklern zieht jetzt in die speziell
auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Räumlichkeiten ein. Gemeinsam haben wir
es geschafft, mit dieser Kooperation von Hochschulen, Einrichtungen und
Unter-nehmen einen neuen Leuchtturm für Innovation zu schaffen“, sagte
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Freitag (18. März) in
Heidelberg.
Das Land hat mit dem GamesHub für Health / Life Science Heidelberg im
Sommer 2021 ein neues Games-Zentrum aufgebaut. Das
Wissenschaftsministerium fördert diesen mit 110.000 Euro. An diesem
starken Standort für Lebens- und Gesundheitswissenschaften erhalten
Gründerteams aus der Games-Branche die Gelegenheit, Spiele und Anwendungen
– Serious Games – zu entwickeln. „Mit dem GamesHub setzen wir einen
starken Anreiz: Wir wollen die in Baden-Württemberg hervorragend
ausgebildeten Hochschulabsolventinnen und -absolventen auch weiter im Land
halten und beim Gründen unterstützen“, so Bauer weiter.
„Der GamesHub im Heidelberg Innovation Park bildet eine zentrale Brücke
zwischen den Lebenswissenschaften und der Kreativwirtschaft. Innovative
Lösungen, wie sie hier in den Bereichen Game-Development und Mixed Reality
entwickelt werden, sind der Schlüssel für neue immersive Ansätze in der
therapeutischen und medizinischen Praxis und Ausbildung“, betonte
Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.
Die bisherigen Teams und ihre Projekte im Überblick
• Projekt: Beziehungsnavigator
Team: Kastanie Eins GmbH + Institut für Psychosoziale Prävention des
Universitätsklinikums Heidelberg
Serious Game zur Prävention eines auffälligen Beziehungsverhaltens
• Projekt: MiKompanion
Team: Mediziner:innen von Universitätsklinikum Heidelberg, DKFZ und
Universität Heidelberg sowie Charité + Bildbrauerei UG
Mit zielgruppengenauen Minigames soll jungen Krebspatient:innen die Angst
während der Strahlentherapie genommen werden
• Projekt: OnkoMovement
Team: augmented education UG + Netzwerk OnkoAktiv
Entwicklung eines Serious Game mit Augmented-Reality-Objekten, das junge
Krebspatient:innen zu Sport- und Bewegungsübungen motiviert
Alle drei Teams wollen weiter an ihrem Projekt arbeiten. Sie erhalten
hierfür weitere Förderungen und auch weitere Unterstützung aus dem
Partnerkreis des GamesHubs.
Die neuen Teams für den GamesHub
Für die neue Runde von April bis Dezember 2022 wurden vier neue
interdisziplinäre Teams aus Forschenden, Unternehmen sowie
Gamedesigner:innen aus-gewählt:
• Team 1: Lesemuffel-Club
Projekt: Weiterentwicklung einer gamifizierten Anwendung für Kinder im
Vor- und Grundschulalter zur Ritualisierung des Einschlafprozesses
• Team 2: ARIES Heidelberg und DELTA Soundworks
Projekt: Bewegungstraining mit Einsatz von immersiven Brillen / Exosuits
und 3D-Sound
• Team 3: ZI Mannheim und i42
Projekt: Spiel zur Behandlung von Wahrnehmungsverzerrungen und zum Üben
von sozialen Fähigkeiten bei der Kommunikation
• Team 4: Becure
Projekt: Entwicklung spielerischer Anwendungen im Rehabilitationsumfeld
unter Nutzung von Biofeedback / VR / Sensorik und KI
Den interdisziplinären Teams stehen Arbeitsplätze im direkten Umfeld des
Life Science Accelerators im Business Development Center im
Technologiepark Heidelberg zur Verfügung. Zudem erhalten sie für ihre
Projekte die nötige technische Ausstattung und ein branchenspezifisches
und passgenaues Coaching- und Schulungsprogramm. Für die Projektzeit bis
Ende Dezember 2022 wurde erneut Prof. Benjamin Zierock vom Gründer-
Institut der SRH Hoch-schule Heidelberg mit der Projektkoordination
beauftragt.
Der GamesHub für Health / Life Science in Heidelberg
Nach den ersten drei Teams, die ihre Projekte von Juli 2021 bis März 2022
im GamesHub vorangetrieben haben, entwickeln ab 1. April vier neue Teams
ihre Serious Games.
Der GamesHub in Heidelberg ist Teil der starken Games-Förderung im Land.
Neben dem Förderprogramm Games BW der MFG Medien- und Filmgesellschaft
Baden-Württemberg sollen über Games-Zentren Talente im Land gehalten und
Ansiedlungen befördert werden.
Landesförderung
Der GamesHub Heidelberg wird vom Wissenschaftsministerium mit 110.000 Eu-
ro über das Medienimpulsprogramm des Landes gefördert. Die MFG Baden-
Württemberg, die im Land unter anderem für die Förderung der Kultur- und
Kre-ativwirtschaft zuständig ist, hat gemeinsam mit der Hochschule der
Medien Stuttgart und der Stadt Heidelberg den GamesHub aufgebaut.
Das Projekt findet breite Unterstützung bei den Hochschulen und
Einrichtun-gen in der Region, wie dem Technologiepark Heidelberg, der
Universität Hei-delberg und der SRH Hochschule Heidelberg. Durch das
starke Partnernetz-werk der Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der
Stadt Heidelberg und des Heidelberg Startup Partners e.V. werden den Teams
vielfältige Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten.
Weiterführende Links
• www.games-bw.mfg.de
• www.gameshub-heidelberg.de
• kreativ.mfg.de
