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Für ein starkes Europa: Neues Direktorium des Center for Applied European Studies (CAES) gewählt

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Frankfurt UAS würdigt Verdienste von Michel Friedman beim Aufbau des
Centers

Frankfurt ist eine europäische Hauptstadt; sie liegt im Herzen Europas und
beheimatet neben ihrer internationalen Bevölkerung auch zahlreiche
europäische Institutionen, allen voran die Europäische Zentralbank. Mit
dem interdisziplinär forschenden Center for Applied European Studies
(CAES) macht die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS)
deutlich, dass sie anwendungsorientierte Beiträge aus der Wissenschaft und
Antworten auf europäische Fragen liefern will – gerade in der aktuellen
Situation, in der ein mutiges und einheitliches Handeln der Europäischen
Union gefragt ist, um einen Krieg auf europäischem Boden zu stoppen. Das
CAES hat ein neues Direktorium gewählt. Prof. Dr. Barbara Lämmlein,
Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere
Schlüsselkompetenzen, Data Literacy und empirische Methoden sowie
Studiendekanin des Fachbereichs Wirtschaft und Recht, folgt als
Geschäftsführende Direktorin auf Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, der die
Funktion sechs Jahre innehatte. Sie wurde für eine Amtszeit von drei
Jahren gewählt. Die Stellvertretung übernimmt Prof. Dr.-Ing. René Thiele,
Vizepräsident für Studium und Lehre der Frankfurt UAS. Weitere
Direktoriumsmitglieder sind Prof. Dr. Susanne Koch, Professorin für
Betriebswirtschaftslehre und Logistik und Geschäftsführende Direktorin des
Zentrums für Persönlichkeitsentwicklung und Gesellschaftliche
Verantwortung (ZPG) sowie Prof. Dr. Carola Berneiser, Professorin mit dem
Schwerpunkt Familienrecht/ Kinder- und Jugendhilferecht/Kinderschutz und
Studiendekanin am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit.

Verfechter des demokratischen Europas
Mit den Worten „Mut für mehr Europa“ und „Europa ist Zukunft, mehr Europa
ist mehr Zukunft“ eröffnete Prof. Dr. Dr. Michel Friedman als
Geschäftsführender Direktor das CAES an der Frankfurt UAS im Juni 2016.
„Es war eine Herzensangelegenheit der Frankfurt UAS, sich in Europafragen
zu positionieren. Im Namen unserer Hochschule geht mein außerordentlicher
Dank an Michel Friedman für seine exzellente Arbeit im strategischen
Aufbau des Centers und für sein Engagement für Europa. Friedman war als
Gründungsdirektor des CAES ein enormer Gewinn für unsere Hochschule. Er
hat es in den vergangenen sechs Jahren geschafft, diese Hochschule mit dem
Aufbau des CAES als Aushängeschild und Ansprechpartnerin für angewandtes
Wissen und die Wissenschaft rund um Europa zu etablieren. In seiner Zeit
an der Frankfurt UAS bestach Friedman nicht nur als extrem wortgewandter
Moderator und kritischer und für die Sache provokativer Diskussionspartner
bei Veranstaltungen, sondern beeindruckte durch die Etablierung
weitreichender Formate für Studierende und die breite Öffentlichkeit vor
allem als unermüdlicher Kämpfer für das europäische Wertesystem, wobei es
ihm ein besonders Anliegen war, gerade junge Menschen von der enormen
Wichtigkeit zu überzeugen, für diese Werte einzustehen und sie nicht als
selbstverständlich hinzunehmen. Michel Friedman ist und bleibt für mich
ein Vorbild, wie vehement man sich für die Demokratie Europas einsetzen
muss – höchst aktuell, gerade in diesen Zeiten“, erklärt Prof. Dr. Frank
E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. Dievernichs Dank richtet
sich ebenso an Prof. Dr. Martina Klärle, ehemalige Vizepräsidentin für
Forschung, Weiterbildung und Transfer, die als Präsidentin an die Duale
Hochschule Baden-Württemberg (DBWH) gewechselt ist, sowie an Prof. Dr.
Ulrich Schrader, die zuvor im Direktorium tätig waren.

Joschka Fischer, Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik
Deutschland a.D., sprach sich in seiner Festrede zur Eröffnung des
Zentrums dafür aus, „das undenkbare [zu] denken – Europas Zukunft!“. Somit
hatte Friedman bereits bei der Eröffnung des Centers mit Fischer eine
bedeutende Persönlichkeit in Europaangelegenheiten als Festredner
gewonnen. Fast sechs Jahre später zählt das Europazentrum Gespräche und
Diskussionen mit über 100 renommierten Expertinnen und Experten in 35
Veranstaltungen. Die drei Formate „Think Europe – Europe thinks“,
„EUROPA2030 – Visionen und Wirklichkeiten“ und wissenschaftliche Symposien
für die breite Öffentlichkeit, Studierende sowie die Schülerschaft haben
sich bewährt. Zudem fanden 16 Kooperations- und Vernetzungsveranstaltungen
statt. Des Weiteren wurden sechs Bände der CAES-Schriftenreihe
veröffentlicht sowie eine Publikation durch das CAES fachlich begleitet.
Zu den zahlreichen hochrangigen Gästen gehörten unter anderem die
ehemalige Bundesjustizministerin und jetzige Verteidigungsministerin
Christine Lambrecht, Außenminister a.D. Sigmar Gabriel, der ehemalige
Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, Prof. Dr. Dres. h.c. Angelika
Nußberger, Juristin und ehemalige Richterin am Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte und Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck, der zu den
Auswirkungen des Coronavirus auf Europa sprach.

Ausblick: So soll sich das CAES in den kommenden Jahren fokussieren
Mit der neuen Geschäftsführenden Direktorin Prof. Dr. Barbara Lämmlein
gewinnt das CAES eine forschungsstarke Persönlichkeit, deren Herz ebenso
für die Sache schlägt. „Den Aspekt der anwendungsorientierten Forschung
für die europäischen Themen und Werte noch stärker in den Fokus zu rücken,
ist ein Anliegen von Barbara Lämmlein für ihre nun beginnende Amtszeit als
Kopf des CAES“, so Dievernich.

Prof. Dr. Barbara Lämmlein, die bereits zuvor als Direktoriumsmitglied das
CAES mitgetragen sowie unter dem Dach des CAES eigene Forschung betrieben
hat, ergänzt: „Europa steht für mich vor allem für Vielfalt,
Entwicklungsmöglichkeiten und Demokratie. Ich freue mich auch besonders
darauf, unseren Studierenden verschiedene Facetten des wichtigen Themas
Europa näherzubringen.“ Die Kooperation mit Unternehmen, Verbänden,
Behörden und Hochschulen im In- und Ausland wird weiterhin durch
gemeinsame fachbereichsübergreifende Formate getragen. Darüber hinaus soll
die interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit des Zentrums nachhaltig
ausgebaut werden. Auch künftig wird sich das CAES mit der regelmäßigen
Durchführung von Veranstaltungen wie Vortragsreihen und Symposien sowie
Veröffentlichungen von Forschungs- und Diskussionsergebnissen an die
Öffentlichkeit wenden. Verstärkt sollen Studierende, Mitarbeitende sowie
Professorinnen und Professoren unter anderem durch den Ausbau von
Weiterbildungsangeboten und Ringvorlesungen in die Aktivitäten des
Zentrums eingebunden werden. Im Zentrum aller Formate stehen der Austausch
und Diskurs von kulturellen, ökonomischen, politischen und
wissenschaftlichen Perspektiven, welche die Begleitung des Themas Europa
sowie die Entwicklung anwendungsorientierter Lösungsvorschläge für
europäische Fragestellungen und Herausforderungen fördern.

Für Frieden, Demokratie und Solidarität in Europa
Anlässlich der Geschehnisse im Russland-Ukraine-Konflikt hat sich das
neugewählte Direktorium des CAES bereits am 1. März 2022 wie folgt
geäußert: „Die Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt der letzten Woche
ist besorgniserregend und schockierend. […] Dies stellt nicht nur einen
klaren Völkerrechtsbruch dar, sondern auch die Ambiguität zweier Welten
auf dem europäischen Kontinent – Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im
Gegensatz zu Gewalt und Autokratie. […]“ (das komplette Statement sowie
ein weiteres zur Meinungs-, Presse- und
Informationsfreiheit/Demonstrationsrecht unter: <www.frankfurt-
university.de/caes-ukraine>)

Weitere Informationen zum Direktorium unter: <https://www.frankfurt-
university.de/de/hochschule/zentren-und-institute/caes/unser-
profil/direktorium/
>; mehr zur Forschung: <https://www.frankfurt-
university.de/de/hochschule/zentren-und-
institute/caes/forschungsprojekte/
>.

Das Center for Applied European Studies (CAES):
Das interdisziplinär forschende Center for Applied European Studies
begleitet das Thema Europa wissenschaftlich und entwickelt
anwendungsorientierte Lösungsvorschläge für europäische Fragen und
Herausforderungen. Neben Forschungsprojekten und der Errichtung von Think
Tanks sollen anwendungsorientierte Bildungs-, Fort- und
Weiterbildungsmodule entwickelt werden. Um die „Erfindung“ Europas und
seiner Zukunft in einer öffentlichen Debatte zu ermöglichen, bietet das im
Juni 2016 an der Frankfurt University of Applied Sciences eröffnete
„Center for Applied European Studies“ Symposien, Vorträge und öffentliche
Veranstaltungen an. Die Veröffentlichung relevanter Forschungs- und
Diskussionsergebnisse ist ein weiteres wichtiges Ziel. Im Vordergrund der
Arbeit steht die Interdisziplinarität der Projekte. Durch den Austausch
der unterschiedlichen Fachbereiche der Frankfurt University of Applied
Sciences und einem internationalen Austausch werden neue Konzepte
entwickelt. Auch der Austausch von kulturellen, ökonomischen, politischen
und wissenschaftlichen Perspektiven soll weitere Erkenntnisse
hervorbringen und zur Diskussion stellen.
<www.frankfurt-university.de/caes>