Forschend kommunizieren: von Anfang an!
Studierende des Masterstudienganges „Sport- und Bewegungsgerontologie“
(M.Sc. SBG) der Deutschen Sporthochschule Köln starten in die
Interventionsphase des Projektes #FoL2.0. Das Projekt verbindet das
Lehrkonzept des „Forschenden Lernens“ mit Wissenschaftskommunikation. Über
mehrere Semester üben die Studierenden die Kommunikation mit verschiedenen
Zielgruppen und teilen Wissen zur körperlichen Aktivität mit Älteren.
Eines fällt auf in der Wissenschaftskommunikation in Deutschland:
vergleichsweise wenige Forschende bringen sich proaktiv mit ihrer
fachlichen Expertise in Social-Media-Diskurse ein. Befragungen eines
Forscherteams um Professor Carsten Könneker zeigen, dass sich die meisten
Wissenschaftler*innen durch ihr Studium nicht gut auf Kommunikation
vorbereitet fühlen. In dem neu konzipierten Lehr-Lern-Projekt „#FoL2.0 –
Forschendes Lernen 2.0“ des Instituts für Bewegungs- und
Sportgerontologie, das von der Deutschen Sporthochschule Köln finanziell
unterstützt wird, sollen Masterstudierende schon während des Studiums
üben, zu kommunizieren. „Immer mehr Personen nutzen soziale Netzwerke für
die persönliche Weiterbildung und für einen interaktiven Austausch mit
anderen Expert*innen. Das Ziel von Forschenden sollte auch darin bestehen,
wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und grafisch ansprechend an
Multiplikator*innen und Entscheidungsträger*innen, aber auch besonders an
Interessierte zu kommunizieren“, sagt Projektleiter und
Studiengangskoordinator Dr. Tobias Morat.
Zusammen mit seinem Instituts- und Projektleitungskollegen Dr. Tim Fleiner
hat er mit #FoL2.0 ein Konzept entwickelt, das Studierende bei den ersten
Kommunikationschritten unterstützt. Über drei Semester vermitteln Morat
und Fleiner in vier Studienmodulen des Masterstudienganges – zusätzlich zu
den fachspezifischen Inhalten – auch Themen zur
Wissenschaftskommunikation. Während einer Intervention mit älteren
Proband*innen erstellen die Studierenden im Rahmen des Projekts
beispielsweise Posts zum Projektfortschritt auf Twitter und Instagram oder
Twitter-Threads zu Journal-Club-Studien inklusive grafischen Abstracts.
„Unser neues Lehr-Lern-Konzept soll die Studierenden dazu befähigen,
Erkenntnisse aus ihren Erfahrungen, Forschungen und Lernfortschritten an
andere zu kommunizieren. Sie sollen auch lernen, spezifische Merkmale der
Medienkommunikation zu berücksichtigen und verschiedene
Kommunikationsmittel effektiv einzusetzen“, erläutert Projektmitarbeiterin
Lena Deller.
Im Anschluss an den Förderzeitraum des Lehr-Lern-Projekts werden die
Inhalte und Kommunikationserfahrungen aufbereitet, mit der fachlichen
Expertise der beteiligten Modulleitungen verknüpft und in einem Leitfaden
und Video-Tutorials zusammengestellt. Dieses Material soll anderen
Lehrenden und Interessierten als Hilfestellung dienen und den Einstieg in
die Wissenschaftskommunikation erleichtern. „#FoL2.0 soll alle Beteiligten
dazu befähigen, innovative digitale Anwendungen und soziale Netzwerke für
eine zielgerichtete Wissenschaftskommunikation kennenzulernen, einzusetzen
und zu bewerten. Diese Kernkompetenzen bereiten die Lernenden auf einen
Berufseinstieg in der gesundheitswissenschaftlichen Forschung und in den
Gesundheitsberufen vor“, erklärt Dr. Tim Fleiner.
Das Projekt #FoL2.0 wird bis zum 31. März 2023 über das Programm zur
Stärkung der Verbindung zwischen Forschung und Lehre
"Forschung.Lehre.Innovativ.Ver
Köln gefördert. Alle Inhalte und Neuigkeiten aus dem Projekt werden unter
dem Hashtag #fol2 auf Twitter (@MScSBG) und auf Instagram (@MScSBG)
veröffentlicht.
Accounts auf Twitter und auf Instagram: @MScSBG
