Thurnauer Tanzboden - ein historischer Ball auf dem Schloss wird vorbereitet
Der Ahnensaal auf Schloss Thurnau wird am 30. April zum Ballsaal. Dass dem
so ist, liegt an einem kleinen Büchlein und vielen engagierten
Studierenden.
Die Entdeckung eines Tanzbüchleins aus dem Besitz der Thurnauer Grafen
Giech gibt Anlass für einen besonderen Tanz in den Mai. Am 30. April 2022
findet ab 19 Uhr ein historischer Ball im Ahnensaal auf Schloss Thurnau
statt.
Das Tanzbüchlein beschreibt Tänze, die schon im 18. Jahrhundert in Thurnau
getanzt wurden. Sie sind im Rahmen eines Projektes des Forschungsinstituts
für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth aufgearbeitet und
rekonstruiert worden.
Unter der Leitung von Dr. Silvia Bier haben Studierende verschiedener
Fachrichtungen ein Veranstaltungsformat erarbeitet, das künstlerische und
wissenschaftliche Arbeit zusammenbringt und Forschungsergebnisse
anschaulich in die Öffentlichkeit trägt. Im April werden die Giech‘schen
Tänze so das erste Mal seit fast 300 Jahren wieder lebendig.
Die Gäste erwartet ein Abend voller Tanz, Gesang, historischer Kostüme und
Schlossatmosphäre. Dabei wird es sowohl Schautänze geben als auch die
Möglichkeit, selbst mitzutanzen. Für diejenigen, die vorab einige der
Tänze erlernen möchten, gibt es am Tag vor dem Ball eine „Tanzstunde“ zu
historischen Tänzen – aber auch ohne Vorerfahrung kann am Abend des Balls
mitgetanzt werden.
Die Projektgruppe lädt herzlich ein, an diesem besonderen Ereignis
teilzunehmen. Das Projekt wird unterstützt durch das fimt, die Universität
Bayreuth, Schaulust e.V., das Studentenwerk Oberfranken, den
Universitätsverein Bayreuth e.V. und den Landkreis Kulmbach.
Der Eintritt ist frei, die Anzahl der Eintrittskarten ist jedoch begrenzt.
Kartenreservierungen und weitere Informationen ab 21. März unter
https://www.theateramcampus.de
Über das Projekt:
Das 2020 in der alten Schlossbibliothek des Grafen Giech in Thurnau
entdeckte Tanzbüchlein aus dem 18. Jahrhundert war im vergangenen Semester
Gegenstand eines Seminars zu historischem Tanz an der Universität
Bayreuth. Studierende haben daraus die Idee entwickelt, am 30. April auf
Schloss Thurnau eine Veranstaltung in der Art eines historischen Balls zu
organisieren, um der Öffentlichkeit den regionalhistorisch bedeutenden
Fund zu präsentieren und nahe zu bringen – einschließlich der Möglichkeit
für die Gäste, die rekonstruierten Tänze mitzutanzen. Die Studierenden
verschiedener Fachrichtungen haben unter der Leitung von Dr. Silvia Bier
vom Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth nun ein
Programm konzipiert, das die Festkultur und Tanzpraxis im 18. Jahrhundert
nachbilden möchte. Authentisches Setting ist der Ahnensaal im Schloss
Thurnau als originaler Festsaal der Grafen Giech. Das Tanzbüchlein selbst
wird in einer Ausstellungsvitrine im Foyer des Ahnensaals gezeigt.
