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Antrittsvorlesungen im HDZ NRW, Bad Oeynhausen

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Habilitationen vollendet: Zwei weitere Wissenschaftlerinnen der Klinik für
Allgemeine und Interventionelle Kardiologie und Angiologie am Herz- und
Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, haben 2021 ihre
Lehrbefähigungen von der Ruhr-Universität Bochum erhalten.

Aufgrund der Pandemiesituation konnte dies erst jetzt mit Überreichen der
Urkunden sowie den offiziellen Antrittsvorlesungen der Privatdozentinnen
im gut besetzten Hörsaal des HDZ NRW feierlich gewürdigt werden. Bei der
Übergabe der Habilitationsurkunden sprach Klinikdirektor Prof. Dr. Volker
Rudolph seinen Mitarbeiterinnen im gut belegten Hörsaal seine Anerkennung
aus:
„Herzlichen Glückwunsch und Respekt für zwei Wissenschaftlerinnen und
Mütter, die für ihre Familien da sind und zugleich sehr erfolgreich
anspruchsvolle Karrierewege eingeschlagen haben. Wir freuen uns besonders,
weil Sie damit große Vorbilder für Ihre jungen Kolleginnen und Kollegen
sind, die wir im HDZ NRW ausbilden, bei ihren Forschungsaktivitäten
begleiten und mit allen Kräften unterstützen möchten.“

Dr. Anna Klinke ist seit Dezember des vergangenen Jahres Privatdozentin
für das Fach Experimentelle Kardiologie. Bereits seit Februar 2021 ist die
Kardiologin und Oberärztin Dr. Smita Scholtz Privatdozentin für das Fach
Innere Medizin.

PD Dr. Anna Klinke:

Nach dem Pharmaziestudium und der Approbation als Apothekerin an der
Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster im Jahr 2005, fertigte Anna
Klinke ihre Promotion am Universitären Herzzentrum Hamburg Eppendorf zum
Thema „Bedeutung der Myeloperoxidase für die Migration neutrophiler
Granulozyten“ an, wo sie nach Abschluss dieser Arbeit noch drei Jahre
wissenschaftlich arbeitete. Mit Unterstützung der Deutschen
Forschungsgemeinschaft leitete sie anschließend am Uniklinikum Köln das
kardiologische Forschungslabor zum Thema „Entzündungsprozesse von Herz-
und Gefäßsystem“.
Am 15. August 2018 übernahm die Wissenschaftlerin die Leitung des neu
gegründeten Agnes-Wittenborg Instituts für translationale Herz-
Kreislaufforschung am HDZ NRW. Auf diesen Forschungsarbeiten in Hamburg
und Köln basiert auch ihre Habilitationsschrift mit dem Thema „Bedeutung
des leukozytären Enzyms Myeloperoxidase für vaskuläre
und kardiale Integrität“.
Am HDZ NRW wird sich Privatdozentin Dr. Anna Klinke zukünftig vor allem
mit der Erforschung von Mechanismen und möglicher Therapie von
Herzinsuffizienz sowie mit dem Aufbau einer gemeinsamen
Forschungsinitiative zu dieser Thematik im Rahmen des HDZ NRW und
kooperierenden Arbeitsgruppen der Ruhr-Universität Bochum befassen. In
Ihrer Antrittsvorlesung referierte sie über „Reaktive und Radikale im
rechten Herz.“

PD Dr. Smita Scholtz:

Smita Scholtz war nach ihrem Studium an der Medizinischen Hochschule
Hannover und dem erfolgreichen Abschluss ihrer Dissertation zum Thema
„Langzeitverlauf nach interventionellem Verschluss eines Persistierenden
Foramen ovale bei jungen Erwachsenen mit cerebralen Insult“ von 2005 bis
2008 erstmals als ärztliche Mitarbeiterin am HDZ NRW unter der
Klinikleitung von Prof. Dr. Dieter Horstkotte tätig. Nach einem
zweijährigen Wechsel an das Städtische Klinikum Braunschweig
(Kardiologische Abteilung, Prof. Dr. med. Heintzen) kehrte sie nach Bad
Oeynhausen zurück, um ihre Forschungen zur katheterinterventionellen
Therapie von Vorhofseptumdefekten und der Transkatheter-Therapie von
Aortenklappenstenosen fortzusetzen. 2011 erhielt die Wissenschaftlerin und
Ärztin die Anerkennung als Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie.
Seit 2012 ist die interventionelle Kardiologin Oberärztin und
Ansprechpartnerin zu Fragen der Kathetertherapie im Rahmen des TAVI-
Programms am HDZ NRW. Auf ihren frühen Forschungsarbeiten in Bad
Oeynhausen basiert auch ihre Habilitationsschrift mit dem Thema „Spezielle
Herausforderungen beim Transkatheter Aortenklappenersatz“.
Am HDZ NRW wird sich Privatdozentin Dr. Smita Scholtz künftig
wissenschaftlichen Fragestellungen zur Hypertrophen Kardiomyopathie
widmen. Darauf ging sie auch mit ihrer Antrittsvorlesung ein, die den
Titel „Das dicke Herz“ trug.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 35.000 Patienten pro Jahr, davon
14.600 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren
seiner Art in Europa.

Die Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie des
HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Volker Rudolph ist
spezialisiert auf die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit,
Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen und entzündliche
Herzerkrankungen. In der Klinik werden jährlich mehr als 5.000
kathetergestützte Verfahren durchgeführt. Modernste diagnostische und
bildgebende Verfahren sowie alle modernen Kathetertechniken sichern die
bestmögliche und schonende medizinische Versorgung der Patienten. Die
Klinik ist Europäisches und Nationales Exzellenz-Zentrum zur
Bluthochdruckbehandlung, anerkanntes Brustschmerzzentrum (CPU – Chest Pain
Unit) sowie als überregionales Zentrum zur Versorgung Erwachsener mit
angeborenem Herzfehler (EMAH) zertifiziert.