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Projekt zeigt Erinnerungsorte in Hamburg: Geflüchtete Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der ehemaligen DDR gesucht!

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Das Projekt „Orte der (Un-)Sichtbarkeit“ an der Universität Hamburg sucht
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die aus der ehemaligen DDR nach Hamburg
geflohen sind und über ihre Zeit des Ankommens in Hamburg berichten
möchten. Aus den Interviews entsteht ein digitaler Stadtrundgang für junge
Menschen zu persönlichen Erinnerungsorten.

Die Geschichte der DDR ist jenseits der ehemaligen deutsch-deutschen
Grenze nahezu unsichtbar. Auch Hamburg hat bis heute keine
Erinnerungsorte, die an die Flucht aus der DDR erinnern. Dabei ist die
Stadt voll persönlicher Orte, mit denen Menschen, die aus der DDR
geflüchtet sind, Erinnerungen verbinden.

Die Initiatorinnen und Initiatoren des Projektes „Orte der
(Un-)Sichtbarkeit“ – eine Kooperation des Arbeitsfeldes Public History der
Universität Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
– begeben sich zusammen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf die Suche
nach ihnen.

Gesucht werden Menschen, die vor 1990 aus der ehemaligen DDR geflohen
sind, ausgebürgert wurden oder erfolgreich einen Ausreiseantrag gestellt
haben. Das Projektteam möchte Interviews mit den Zeitzeuginnen und
Zeitzeugen führen, aus denen ein digitaler Stadtrundgang durch Hamburg
entsteht, der sich insbesondere an junge Menschen richtet.

Jan Krawczyk, Projektmitarbeiter an der Universität Hamburg, betont: „Uns
ist bewusst, dass viele Menschen ihrer eigenen Geschichte leider keine
große Bedeutung zuschreiben. Doch aus unserer Arbeit mit jungen Menschen
wissen wir, dass es ein großes Interesse an den Erinnerungen und
Erfahrungen gibt. Wir wollen miteinander und voneinander lernen.“

„Welche Orte in Hamburg haben für Sie eine besondere Bedeutung? An welchen
Orten haben Sie das erste Mal das Gefühl gehabt, angekommen zu sein?
Welche Emotionen verbinden Sie mit ihnen? Wir wollen persönliche
Erinnerungen sichtbar machen, weil diese dazu beitragen können, Orte
unseres Alltags mit anderen Augen zu betrachten“, sagt
Projektkoordinatorin Theresa Hertrich.

Interessierte können sich bis zum 31. Mai 2022 per E-Mail
(theresa.hertrich@uni-hamburg.de, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.), Telefon
(0176 51842033) oder via Twitter (@unsichtbareOrte) beim Projektteam
melden.

Das Projekt „Orte der (Un-)Sichtbarkeit“ wird im Programm „Jugend
erinnert“ gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur
und Medien sowie der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“.

Weitere Informationen und ein Videoaufruf finden sich auf der
Projektwebseite.