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deen für die Ortsentwicklung im Oberen Mittelrheintal – Studierende der Hochschule Koblenz präsentierten Ergebnisse

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Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes haben die Studierenden des
interdisziplinären Masterstudiengangs „Integrierte Orts- und
Sozialraumentwicklung M.Sc.“ der Hochschule Koblenz die Orte Kaub,
Niederheimbach und Sankt Goarshausen untersucht. Welche Besonderheiten und
Potenziale zeichnen die drei Rheinorte aus, welchen Herausforderungen
sehen sie sich aktuell und zukünftig gegenüber? Im Rahmen einer
umfangreichen Bestandsaufnahme und Analyse werteten die Studierenden
sowohl Kartenmaterial als auch statistische Daten aus und verschafften
sich bei mehreren Ortsterminen persönliche Eindrücke. Die Ergebnisse
stellten sie den örtlichen und regionalen Fachvertreterinnen und
Fachvertretern vor.

„Die Besonderheit des Lehrforschungsprojektes ist der multiperspektivische
Ansatz“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Peter Thomé das didaktische
Konzept, „indem alle sechs Module des 2. Semesters auf jeweils denselben
Untersuchungsort ausgerichtet sind, können sich die verschiedenen
fachlichen Expertisen ideal ergänzen und gebündelt werden.“ Neben Methoden
und Empfehlungen für die Ortsentwicklung wurden auch baukulturelle,
ökologische und verkehrliche Aspekte sowie die Belange der Sozialplanung
beleuchtet. Zudem entwickelten die Studierenden Konzepte, wie die
Bürgerschaft im Rahmen von Beteiligungsprozessen an der Entwicklung und
Umsetzung von Maßnahmen der Ortsentwicklung teilhaben könnte.

Um die studentischen Impulse von der Hochschule in die Orte zurück zu
spiegeln, stellten die Studierenden ihre Ergebnisse in einer dreistündigen
Abendveranstaltung in der Stadthalle Kaub vor. Sowohl die lokalen
Vertreterinnen und Vertreter als auch die Studierenden profitierten von
dem direkten Austausch. „Für uns als Studierende ist es besonders
motivierend, an echten Fragestellungen zu arbeiten, die für die Orte in
der Region relevant sind“, berichtet Lea Rindsfüsser, Studierende im
Masterstudiengang, „wenn wir die Ergebnisse dann noch öffentlich
präsentieren dürfen und ein so großes Interesse der örtlichen
Vertreterinnen und Vertretern erfahren, ist das ein tolles Feedback.“

Aufgrund der weiterhin hohen Inzidenzzahlen musste die Veranstaltung
leider auf ein Fachpublikum begrenzt bleiben. Neben den Studierenden und
Lehrenden der Hochschule Koblenz waren als Gäste die Vorsitzenden der
örtlichen Stadt- und Gemeinderäte, Vertreter der Bauämter der
Verbandsgemeinden sowie Expertinnen und Experten der BUGA Oberes
Mittelrheintal 2029 GmbH und des Zweckverband Welterbe Oberes
Mittelrheintal beteiligt. So konnte ein abwechslungsreicher Austausch
zwischen Lokalpolitik, Verwaltungsstellen, Fachexpertinnen und
Fachexperten sowie Studierenden entstehen, der gerne angenommen wurde.
Nico Busch, Stadtbürgermeister von Sankt Goarshausen, freut sich auf mehr:
„Obwohl uns viele Themen in den Orten natürlich bekannt sind, habe ich den
Abend als sehr inspirierend wahrgenommen! Ich würde mich freuen, wenn die
Studierenden weitere Einblicke in ihre Arbeit mit unserem Stadtrat sowie
mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern teilen möchten.“

Damit ist klar: Diese Ergebnispräsentation war kein Abschluss, sondern
vielmehr ein Auftakt, der Impulse für weitere Gespräche, Projekte, Ideen
und Maßnahmen aussenden will. Bereits im aktuellen Sommersemester 2022
wird es unter der Leitung von Iris Willems-Bender, Architektin aus Trier
und Lehrbeauftragte an der Hochschule Koblenz, ein Entwurfsmodul geben,
das ausgewählte Objekte aus dem Lehrforschungsprojekt aufgreift und
weiterentwickelt.

Das Lehrforschungsprojekt „Nachhaltige Ortsentwicklung im Oberen
Mittelrheintal“ fand von Oktober 2021 bis Februar 2022 statt und wurde
durch die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. unterstützt. Nähere
Informationen zum interdisziplinären Masterstudiengang „Integrierte Orts-
und Sozialraumentwicklung“ sind unter www.hs-koblenz.de/io-s zu finden.