Universität Bamberg gewinnt im Wettbewerb „Eine Uni – ein Buch“
Zum Thema „Künstliche Intelligenz“ sind ab April 2022 an der Universität
Bamberg zahlreiche Veranstaltungen geplant.
KI macht Kunst, KI auf dem Keller oder KI-Skulpturen: Die kommenden Monate
stehen an der Universität Bamberg im Zeichen der Künstlichen Intelligenz.
Zu verdanken ist dies dem Wettbewerb „Eine Uni – ein Buch“, an dem sich
eine Projektgruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern,
Studierenden und Universitätsbeschäftigten erfolgreich beteiligt hat.
Diskussionsgrundlage und Bezugspunkt für die geplanten Veranstaltungen ist
das Sachbuch „Rebooting AI – Building Artificial Intelligence We Can
Trust“ von Gary Marcus und Ernest Davis. Der bundesweite Wettbewerb „Eine
Uni – ein Buch“ wird vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung in
Kooperation mit dem ZEIT Verlag ausgerichtet. Insgesamt 10.000 Euro
Preisgeld erhält die Universität Bamberg für die Umsetzung ihrer Aktionen.
Hinter dem Wettbewerb steckt die Idee, anhand eines ausgewählten Buchs ins
Gespräch zu kommen – über alle Fakultäten und Statusgruppen innerhalb der
Universität hinweg. „Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns in Forschung
und Lehre mit menschzentrierten, partnerschaftlichen KI-Systemen“, erklärt
Informatikerin Prof. Dr. Ute Schmid, die das Projekt gemeinsam mit
Universitätsbibliotheksdirekto
Künstliche Intelligenz aussehen kann, der wir vertrauen können, steht
dabei im Mittelpunkt.“ Sie gehöre mit Blick auf die digitale
Transformation in allen Lebensbereichen zugleich zu den zentralen
zukunftsweisenden Fragen, denen sich unsere gesamte Gesellschaft stellen
müsse. Ganz bewusst hat sich das Projektteam deshalb mit der Stadt
Bamberg, Bamberger Schulen und dem Internationalen Künstlerhaus Villa
Concordia vernetzt und freut sich, sie als Kooperationspartnerinnen und
-partner mit im Boot zu wissen.
Projektkonzept macht besonders Merkmal der Universität Bamberg sichtbar
Das Thema war also schnell gefunden, das Buch, das dem gemeinsamen
Wettbewerbsprojekt „KI@BA: Bamberg liest, diskutiert und gestaltet
Künstliche Intelligenz“ zugrunde liegt, auch. In „Rebooting AI – Building
Artificial Intelligence We Can Trust“ beleuchten die Autoren Gary Marcus
und Ernest Davis kritisch und für Laien verständlich den aktuellen Stand
der Forschung im Bereich KI und zeigen dabei sowohl Defizite als auch
Lösungsmöglichkeiten auf. „Wir haben uns für ein Buch entschieden, das
sowohl einen allgemeinverständlichen Einstieg in das Themengebiet als auch
vielfältige Anknüpfungspunkte zu nichtinformatischen Bereichen unseres
Lebensalltags bietet“, begründet Fabian Franke die Auswahl.
Das Projekt spiegelt damit ein besonderes Merkmal der Universität Bamberg
wider: „Unsere informatischen Fächer zeichnen sich durch einen hohen
Anwendungsbezug sowie eine enge Kooperation mit unseren geistes-, kultur-,
human-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern aus“, betont
Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Fischbach. „So können wir
Forschungsgegenstände im Bereich der Künstlichen Intelligenz aus
verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven betrachten und
gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleiten und gestalten.“
Eröffnungsveranstaltung mit Buchvorstellung findet zu Beginn des
Sommersemesters 2022 statt
Gelesen, besprochen und diskutiert wird „Rebooting AI“ deshalb nicht nur
in universitären Lehrveranstaltungen oder im Schulunterricht, sondern in
zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, zu denen alle Interessierten
herzlich eingeladen sind. Geplant sind unter anderem ein Leseabend, ein
Film- und Fotowettbewerb, eine Ringvorlesung und eine KI-Skulpturen-
Ausstellung im öffentlichen Raum. Für sprachlich und fachlich geeignete
Übersetzungen ist jeweils gesorgt. Los geht’s zu Beginn des
Sommersemesters 2022 mit einer öffentlichen Vorstellung des Gewinnerbuchs
„Rebooting AI – Building Artificial Intelligence We Can Trust“. Autor Gary
Marcus ist virtuell zu Gast an der Universität und spricht über
Möglichkeiten und Chancen bei der Entwicklung einer menschgerechten,
vertrauenswürdigen KI.
