Zum Hauptinhalt springen

HIS-HE:Mitteilungsblatt 1|2022 Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

Pin It

Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) informiert seit
über 30 Jahren kontinuierlich viermal jährlich im HIS-HE:Mitteilungsblatt
über aktuelle Entwicklungen zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz in
Hochschulen. Im Fokus der aktuellen Ausgabe 1|2022 stehen Themen im Rahmen
der nachhaltigen Entwicklung von Hochschulen. Dazu gehören konkret:
Umsetzungsszenarien zur Elektromobilität in Bezug zur Nutzung von
Ladesäulen für Hochschulangehörige, Aktivitäten der Hochschule Fulda zur
Erreichung der Klimaneutralität im Jahr 2030 und die Beleuchtung von
Perspektiven für ein Umweltmanagementsystem (EMAS) an Hochschulen.

Das Thema Mobilität bewegt. Im Interview mit Franziska Müller,
Klimaschutzmanagerin an der Hochschule Düsseldorf gibt Sie ihre
Erfahrungen und Erkenntnisse zum Umgang mit Ladesäulen für
Elektrofahrzeuge und die Nutzungsmöglichkeiten für Hochschulangehörige und
deren privaten E-Fahrzeugen wieder; es werden drei mögliche Szenarien von
ihr vorgestellt und beleuchtet. Dabei wird deutlich, welcher Weg ein
gangbarer für die Hochschule Düsseldorf ist, damit vorhandene Ladesäulen
auch für die private Nutzung - und damit Unterstützung der
Elektromobilität - eingeschlagen werden könnte.

Die Recherche von Frau Müller zum Thema Aufbau einer Ladeinfrastruktur in
einer öffentlichen Hochschule zur Nutzung für private E-Fahrzeuge hat eine
Grundsatzfrage aufgeworfen. Darf eine Hochschule überhaupt öffentliche
Gelder investieren, um damit die Installation und den Betrieb von
Ladepunkten zu finanzieren? Die Bereitstellung von Ladepunkten für private
E-Fahrzeuge ist gemäß Hochschulgesetz nicht verpflichtend für Hochschulen,
wäre aber im Sinne des Klimaschutzes sehr wünschenswert. Wie einzelne
Bundesländer zukünftig sich mit dieser Fragestellung auseinandersetzen,
wird HIS-HE weiter aktiv beobachten.

Die Hochschule Fulda hat auf dem Weg zu einer Klimaneutralität zum Jahr
2030 den wichtigen Schritt mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes
erfolgreich getätigt. Den Weg bis 2030 hat sie in einem Klimaschutzkonzept
festgeschrieben. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zu Mobilität,
Wärmeversorgung und Biodiversität sowie Anpassungen an den Klimawandel.
Dazu wurden zehn Handlungsfelder identifiziert und mit konkreten Maßnahmen
hinterlegt. Um größtmögliche Akzeptanz des Konzepts zu erreichen, konnten
sich daher Beschäftigte wie Studierende bereits an der Erarbeitung des
Konzepts beteiligen und Vorschläge einbringen. Gemeinsam soll auch die
Umsetzung erfolgen. Welche Maßnahmen eine zentrale Bedeutung haben und wie
sie umgesetzt werden, wird im Artikel ausführlicher beschrieben.

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) steht als Kurzbezeichnung für ein
normiertes Managementsystem zur freiwilligen Anwendung, um
Umweltschutzleistungen zu verbessern, zu dokumentieren und extern
überprüfen zu lassen. Mit EMAS an Hochschulen setzt sich ein weiterer
Artikel im aktuellen Mitteilungsblatt auseinander. HIS-HE hat mit einer
Online-Erhebung und Interviews den aktuellen Sachstand erfasst und die
Perspektiven eingeordnet. Dabei wird auf die Aspekte zu den Triebfedern an
den Hochschulen, positiven Effekten, Herausforderungen und Perspektiven
eingegangen.