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Wir müssen zukunftsfähig bleiben!

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9+1 Thesen zur Weiterentwicklung der Berufsbildung veröffentlicht

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat zusammen mit der
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein
Wissenschaftliches Diskussionspapier (WDP) zur Weiterentwicklung der
Berufsbildung veröffentlicht. Dazu hat eine Arbeitsgruppe neun Thesen
entwickelt, aus denen Handlungsempfehlungen für wichtige Phasen
beruflicher Bildung abgeleitet wurden:

Es geht um berufliche Orientierung, das Übergangssystem, die duale
Berufsausbildung, die Berufsbildung im Pflegebereich, die formale
berufliche Weiterbildung, die non-formale berufliche Weiterbildung, die
Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, die
Qualifizierung des Berufsbildungspersonals, Entrepreneurship und
Intrapreneurship.
Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe grundlegende Prinzipien formuliert,
die eine moderne Berufsbildung ausmachen und die den Thesen als
„+1-Komponente“ voranstehen.

Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben bei der Erstellung
des WDP mitgewirkt. Die Leitung der Arbeitsgruppe hatten BIBB-Präsident
Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser und Prof. Dr. Karl Wilbers, Inhaber des
Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der FAU.
Anlass der Publikation sind zwei zentrale Erkenntnisse. Auf der einen
Seite steht der Bedarf an einer ausreichenden Anzahl qualifizierter
Fachkräfte, um die anstehenden Herausforderungen, insbesondere die
demographische Entwicklung, die Dekarbonisierung sowie die
Digitalisierung, bewältigen zu können. Auf der anderen Seite dokumentiert
die Entwicklung der Ausbildungsvertragszahlen in den vergangenen Jahren:
Der Weg über eine berufliche Ausbildung in eine sichere Beschäftigung oder
in die Selbständigkeit ist offensichtlich immer weniger attraktiv.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser betont in diesem Zusammenhang:
„Angesichts der Bedingungslage und der Herausforderungen, die die
Transformation mit sich bringt, muss die berufliche Bildung zwingend
zukunftsfester werden. Wir dürfen uns dabei nicht scheuen, auch neue Wege
zu gehen!“

Prof. Dr. Karl Wilbers hebt hervor: „Das Ziel der Arbeitsgruppe 9+1 ist
es, wissenschaftlich gut gestützte und konkrete Hinweise zur
Weiterentwicklung der Berufsbildung vorzulegen, und zwar in der ganzen
Breite“.

Der „Arbeitsgruppe 9+1“ gehörten an: Prof. Dr. Taiga Brahm, Eberhard-
Karls-Universität Tübingen, Lehrstuhl für Ökonomische Bildung und
Wirtschaftsdidaktik; Prof. Dr. Hubert Ertl, Bundesinstitut für
Berufsbildung und Universität Paderborn, Professur für
Berufsbildungsforschung; Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Bundesinstitut
für Berufsbildung, Honorarprofessor an der Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; Prof. Dr.
Dietmar Frommberger, Universität Osnabrück, Fachbereich 3 – Berufs- und
Wirtschaftspädagogik; Prof. Dr. Birgit Reißig, Deutsches Jugendinstitut,
Leiterin FSP Übergänge im Jugendalter und der Außenstelle Halle; Prof. Dr.
Karl Wilbers, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU),
Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung; Prof. Dr. Lars
Windelband, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Institut für
Bildung, Beruf und Technik.

Das WDP „Zukunftsfähig bleiben! 9 +1 Thesen für eine bessere
Berufsbildung“ sowie eine Kurzfassung davon finden Sie unter
<www.bibb.de/de/154751.php>