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Schwindende Schneedecke erhöht Frostgefahr für Wintergetreide

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Die globale Erwärmung könnte sich positiv auf überwinternde Kulturen in
kühlen und gemäßigten Regionen der Welt auswirken – so bislang die
Erwartung. Eine statistische Analyse, basierend auf verschiedenen Quellen
historischer Ertrags- und Wetterdaten zeigt nun, dass ein Rückgang der
Schneedeckenisolierung die Ertragsvorteile von Winterweizen teilweise
schmälert.

Zu diesem Fazit kommt der ZALF-Wissenschaftler Prof. Kurt-Christian
Kersebaum in seinem Beitrag in der Kategorie „News & Views“ in der
Fachzeitschrift „Nature Climate Change“. Der Fokus bisheriger Forschung
liegt vor allem auf Effekten von Hitze und Dürre auf Ackerkulturen. Der
Beitrag betont die Bedeutung und Notwendigkeit einer besseren Erfassung
von Winterprozessen in der prozessbasierten Modellierung für die
Klimafolgenabschätzung. Dazu zählt der Rückgang der Schneedecke,
infolgedessen Ackerböden und –pflanzen schlechter vor Frost geschützt
sind, und somit erwartete Ertragsvorteile von Winterkulturen durch den
Klimawandel zum Teil verringert.