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Spielerisch im Einsatz für den Kulturgutschutz

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Wer engagiert sich für den Schutz von Kulturgut? Welche Kompetenzen sind
gefragt, wenn die Echtheit eines Objekts geprüft werden muss? Wer
recherchiert die Objektgeschichte? Das Brettspiel „Taskforce: Saving
Antiquities“ führt die Spieler:innen hinter die Kulissen des
Kulturgutschutzes. Am 2. Mai stellen die Projektverantwortlichen das
Brettspiel in der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel Berlin vor.

„Taskforce: Saving Antiquities“ ist ein kooperatives Brettspiel, mit dem
Handlungsspielräume und Entscheidungsstrukturen simuliert werden, die für
die Arbeit mit Kulturgut grundlegend sind. So können Nutzer:innen
spielerisch komplexe Prozesse von der Bewahrung bis zur Restitution
kennenlernen. Das Spiel wird von einer Website ergänzt, die bereits im
September 2021 online gegangen ist.

Das Brettspiel wurde im Rahmen des Projekts „Saving Antiquities“
entwickelt, an dem das Berliner Antike-Kolleg, das Ägyptische Museum und
Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Studiengang Game
Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin beteiligt sind.
„Wir möchten zeigen, wie relevant die Altertumswissenschaften für den
Erhalt unseres kulturellen Erbes ist, und haben dafür ein Format
entwickelt, dass nicht nur wissenschaftliche Inhalte vermittelt, sondern
auch Spaß macht“, sagt Projektleiterin Dr. Henrike Simon von der Humboldt-
Universität zu Berlin und Geschäftsführerin des Berliner Antike-Kollegs.

Im Rahmen der Veranstaltung am 2. Mai können die Besucher:innen das Spiel
als erste ausprobieren. Außerdem können sie ihr Wissen zum Thema bei einem
moderierten Quiz testen. Am Abend laden die Veranstalter:innen zu einer
offenen Diskussionsrunde mit Kulturgutschützer:innen ein. Auf dem Podium
sprechen Silvelie Karfeld (Bundeskriminalamt), Dr. Robert Kuhn (Staatliche
Museen zu Berlin), Irene Pamer-Gatzsche (Deutsche Gesellschaft für
Kulturgutschutz e.V.) und Prof. Dr. Markus Hilgert (Kulturstiftung der
Länder), der die Veranstaltung auch mit einem Grußwort eröffnen wird.

Das Projekt „Saving Antiquities“ wird vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. Mai
2022 von der VolkswagenStiftung im Programm „Weltwissen. Strukturelle
Förderung Kleiner Fächer“ (Förderlinie 2: Wissenschaftskommunikation) mit
knapp 100.000 Euro gefördert. „Saving Antiquities“ möchte ein Bewusstsein
für den komplexen Umgang mit archäologischen Kultur¬güter schaf¬fen und
die verschiedenen Interessens¬gruppen und deren Tä¬tig-keitsfelder
verständlich erklären. Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch
Expert:innen aus den Bereichen Kulturgutschutz, Game Design und
Wissenschaftskommunikation. Beteiligt sind die Humboldt-Universität zu
Berlin, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und das
Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.
Die Veranstaltung wird zudem durch die Kulturstiftung der Länder und die
Deutsche Gesellschaft für Kulturgutschutz e.V. gefördert.

Antike Gegenstände und Gebäude sowie immaterielle Kulturgüter zu schützen,
ist eine Herausforderung, die sich immer und überall auf der Welt stellt.
Oft wird der Wert von Kulturgut aber erst anerkannt, wenn es beschädigt
oder in seinem Fortbestand massiv bedroht wird – wie bei der Zerstörung
von Palmyra oder dem Brand der Notre-Dame. Plötzlich wird seine Bedeutung
für die jeweilige Gemeinschaft und deren Identität wahrgenommen,
Schutzmaßnahmen diskutiert und organisiert. Unter Kulturgutschutz ist aber
weit mehr zu verstehen, als der Schutz des Welterbes vor Zerstörung.
Plünderungen, Diebstahl oder Schmuggel spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Termin
Montag, 2. Mai 2022, ab 15:00 Uhr

Ort
James-Simon-Galerie, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

Interessierte, die das Spiel ausprobieren möchten, werden um Anmeldung zu
einer der beiden Game-Sessions unter sekretariat@berliner-antike-
kolleg.org gebeten. Die Sessions beginnen um 15:30 Uhr und um 16:30 Uhr.
Teilnehmende werden durch die Organisator:innen im Vorfeld der
Veranstaltung über die Hygienemaßnahmen informiert.