Viertes gemeinsames Symposium zur Nanotechnologie
BfR und Fraunhofer FNT laden im Mai 2022 zu zweitägiger Vortragsreihe
Nanotechnologie findet als Schlüsseltechnologie in zahlreichen Bereichen
Anwendung. Die Betrachtung von Chancen und Risiken steht auch bei der
vierten Auflage des Symposiums im Mittelpunkt. Bei der englischsprachigen
Veranstaltung am 30. und 31. Mai 2022 präsentieren Expertinnen und
Experten ihre Erkenntnisse zu Themen wie dem Einsatz von Nanotechnologie
in Textilien und Verpackungen, ihrer Anwendung in der Landwirtschaft, den
Auswirkungen von Nanomaterialien im Körper und zukunftsorientierten
Bewertungsansätzen. Mit Nanotechnologie betritt der Verbraucherschutz in
vielen Bereichen wissenschaftliches Neuland. „Die Frage ist, wie unser
Körper auf Nanomaterialien, die aus unterschiedlichen Verbraucherprodukten
kommen können, reagiert. Auch über Emissionen von 3-D-Druckern oder
Saatgut mit Inhaltsstoffen im Nanometerbereich können verschiedene Stoffe
in unseren Körper gelangen, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Luch,
Naturwissenschaftler und Arzt am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
„Das BfR forscht daher an einer Vielzahl von Projekten, zum Beispiel zur
Aufklärung von Wirkmechanismen, Analytik komplexer Proben oder
Gruppierungsansätzen, um die gesundheitliche Risikobewertung neuer
Materialien voranzubringen.“ Mit dem Nanosymposium fördert das BfR den
regelmäßigen, fächer- und ressortübergreifenden Wissensaustausch. Das BfR
lädt zusammen mit dem Fraunhofer Themennetzwerk Nanotechnologie FNT zu der
hybriden Veranstaltung, die Interessierte wahlweise vor Ort im BfR-Hörsaal
in Berlin-Marienfelde oder digital via Livestream verfolgen können.
Anmeldeschluss ist der 20. Mai 2022.
Zur Anmeldung:
<https://www.bfr-akademie.de/e
Zum Programm:
<https://www.bfr-
akademie.de/media/wysiwyg/2022
Nanomaterialien werden inzwischen in vielen Bereichen des täglichen Lebens
eingesetzt, beispielsweise in kosmetischen Produkten, in
Lebensmittelverpackungen und zahlreichen Bedarfsgegenständen. Nicht immer
ist dies für Verbraucherinnen und Verbraucher ersichtlich. Für einige
Produktbereiche wie Lebensmittel und Kosmetika gelten spezifische
Kennzeichnungsvorschriften.
Produktionsmengen und Formenvielfalt steigen stetig an, was eine erhöhte
und eventuell auch neuartige gesundheitliche Belastung für
Verbraucherinnen und Verbraucher bedeuten kann, beispielsweise wenn
Nanomaterialien aus Produkten freigesetzt werden. Ob von Nanomaterialien
oder Produkten, die solche enthalten, gesundheitliche Risiken für
Verbraucherinnen und Verbraucher ausgehen können, lässt sich nicht
pauschal beantworten. Die Nanosicherheitsforschung befasst sich daher mit
Risiken von Nanomaterialien für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.
Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
