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Psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien

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Expertinnen und Experten diskutieren auf dem diesjährigen 37. Kongress der
Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik
und Psychotherapie (DGKJP) in Magdeburg unter anderem die Auswirkungen der
Corona-Pandemie, der Klimakrise und des Ukraine-Krieges auf die kindliche
Psyche.

Schätzungen zu Folge lebt jeder siebte junge Mensch zwischen 10 und 19
Jahren mit einer diagnostizierten psychischen Beeinträchtigung oder
Störung wie Angststörungen, Depressionen oder Verhaltensauffälligkeiten.
Das geht aus dem aktuellen „Bericht zur Situation der Kinder in der Welt
2021“ des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hervor. Wie sehr die Corona-Pandemie,
zunehmende Klimakatastrophen und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges
Kinder, Jugendliche und ihre Familien zusätzlich belasten, wie es um ihre
grundsätzliche Versorgung steht, welche Hilfsangebote notwendig sind und
wie sich aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung noch besser für die
Praxis nutzen
lassen – diese und noch viele weitere Facetten des Fachgebietes sollen auf
dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) vom 18. bis
21. Mai 2022 in der Messehalle 1 in Magdeburg diskutiert werden. Der
diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Zukunft! Von soweit her bis
hierhin – Von hier aus noch viel weiter“. Kongresspräsident ist Prof. Dr.
Hans-Henning Flechtner, Direktor der Magdeburger Universitätsklinik für
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Kindes- und
Jugendalters (KKJP). Es werden über 1.200 Vertreterinnen und Vertreter aus
den Bereichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychologie,
Psychotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie sowie der
Pädagogik und des Pflege- und Erziehungsdienstes erwartet. Weitere
Anmeldungen sind nach wie vor möglich.

WAS: 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
WANN: 18.-21.05.2022
WO: Messe Magdeburg, Anmeldungen unter  https://www.dgkjp-kongress.de/

Mit der Landeshauptstadt Magdeburg ist erst zum vierten Mal eine
ostdeutsche Stadt Gastgeber für diesen bedeutenden Gesellschaftskongress.
„Die Versorgungslage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den östlichen
Bundesländern unterscheidet sich von der in westlichen Bundesländern
deutlich, da generell die ambulante Versorgung hier im Osten deutlich
geringer ausgeprägt ist. Dies steht in Kontrast zur in der Regel höheren
Anzahl stationärer und teilstationärer Plätze. Gerade Sachsen-Anhalt ist
mit der höchsten Bettenmessziffer pro Einwohner gegenüber den westlichen
Bundesländern ausgestattet“, erklärt der Experte, der das Fach als einzige
universitäre Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Magdeburger
Universitätsmedizin gemeinsam mit dem Klinikum Magdeburg gGmbH für ganz
Sachsen-Anhalt vertritt. Prof. Flechtner betont: „Gerade in den aktuellen
Krisenzeiten kommen auf die Versorgungsstrukturen in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie im ambulanten und stationären Bereich große
Herausforderungen zu und der Kongress soll auch dazu dienen, die
Aktivitäten der gesamten kinder- und jugendpsychiatrischen und
psychotherapeutischen Landschaft abzubilden und Wege aufzuzeigen, wie
besonders Belastete pragmatisch und schnell Hilfe und Unterstützung finden
können.“

Dementsprechend ist auch das Programm der wissenschaftlichen Tagung
gestaltet worden. „In der Öffentlichen Abendveranstaltung am Eröffnungstag
werden wir uns generell mit dem Thema Nachhaltigkeit und Auswirkungen auf
die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen anhand der
aktuellen Ereignisse beschäftigen“, erläutert Prof. Flechtner und kündigt
dazu folgende Gäste an: „Eckard von Hirschhausen wird ein Grußwort geben
und Elke Büdenbender den Einführungsvortrag zu den Nachhaltigkeitszielen
der Vereinten Nationen halten. Die Ehefrau von Bundespräsident Frank-
Walter Steinmeier ist seit 2017 Schirmherrin von UNICEF Deutschland. Im
Anschluss nimmt der renommierte Familienforscher Prof. Dr. Jörg Fegert vom
Universitätsklinikum Ulm das gewaltfreie Aufwachsen in einer
kindergerechten Gesellschaft in den kritischen Blick.“ Der Kinder- und
Jugendpsychiater berät unter anderem das Bundesfamilienministerium als
Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen. In den
vier Tagen werden weitere renommierte Forscher:innen und
Fachvertreter:innen aus aller Welt in Vorträgen,
wissenschaftstheoretischen Diskussion, Foren und Zukunftswerkstätten zu
Wort kommen und von ihren Arbeiten berichten.

Das aktuelle Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden
Sie unter https://www.dgkjp-kongress.de/