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Handyspiel soll jugendliche Draufgänger_innen bei der Selbstkontrolle unterstützen – Teilnehmende für Studie gesucht

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Draufgänger_innen sind impulsiv oder auf der Suche nach
abwechslungsreichen und intensiven Erfahrungen und daher häufiger mit
Gefahren konfrontiert. Jugendliche, die zu einem mit Risiken verbundenen
Verhalten oder problematischem Drogenkonsum neigen, können jetzt an einer
Studie teilnehmen, die die Selbstreflexion anregen soll. Im Zentrum der
Intervention steht die spielerische Auseinandersetzung mit Persönlichkeit
und Verhalten – samt Handyspiel. Entstanden ist das Konzept im
Forschungsprojekt SOLVE der TH Köln, der Katholischen Hochschule
Nordrhein-Westfalen (katho) und der Universität Amsterdam.

„Wir haben ein Spiel entwickelt, das bestimmte Aspekte des Draufgängertums
widerspiegelt. Es handelt sich um einen sogenannten Endless-Runner, bei
dem die Spielfigur einen Hindernisparcours durchquert und immer schneller
wird. Es folgt ein Sinneseindruck auf den nächsten. Darüber hinaus
durchleben die Spielerinnen und Spieler aber auch typische soziale
Probleme in verschiedenen Chat-Szenarien, für die sie Lösungen finden
müssen“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Emmanuel Guardiola vom Cologne Game
Lab der TH Köln.

Der spielerische Ansatz in Kombination mit einem
interventionstherapeutischen Angebot soll die Jugendlichen zur
Verhaltensänderung motivieren. Insbesondere steht die Frage im Raum, wie
man die eigenen persönlichen Bedürfnisse nach Aufregung und Spontanität
mit überlegtem Handeln verknüpfen kann. „Mit der nun anstehenden
Feldstudie prüfen wir, inwieweit wir mit unserem Konzept Erfolg haben und
tatsächlich zu Verhaltensänderungen anregen können“, ergänzt Nuri Wieland
vom Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der
katho.

Fallstudie mit Spiel und Gespräch

Das Studiendesign: Bei einem ersten Termin beantworten die Teilnehmenden
einen Fragebogen, sprechen mit einer Psychologin und laden das Spiel mit
dem Namen „Stop and Think“ auf ihr Smartphone. Anschließend haben sie etwa
fünf Tage Zeit zum Spielen. Es folgen ein zweites Gespräch und ein
weiterer Fragebogen. Mit etwas zeitlichem Abstand wird dann noch einmal
der telefonische Kontakt gesucht, um die Langzeitwirkung zu ermitteln.

Mitmachen können Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, die impulsiv oder
draufgängerisch sind. Beide Verhaltensweisen werden mit einem kurzen Test
geprüft. Zudem müssen sie ein gutes deutsches Sprachniveau mitbringen und
dürfen nicht wegen Suchtproblemen in Behandlung sein. Eine Vorerfahrung
mit Alkohol, Tabak, Cannabis oder anderen Drogen ist nicht erforderlich.
Alle Teilnehmenden erhalten jeweils Gutscheine im Wert von 60 Euro.


Jugendliche, Eltern oder Fachkräfte einer Einrichtung können sich bei
Interesse melden bei der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen
(katho), Nuri Wieland und Michelle Rohde:
Telefon: 0221 7757-157 oder -158
Mobil/SMS: 0157 7361 6646
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Das Projekt SOLVE wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung
und Forschung.