Gut altern, schön sterben
In vielen Regionen der Welt leben immer mehr alte und immer weniger junge
Menschen. Wie begegnen die Gesellschaften und die Kulturwissenschaften
diesem Wandel? Darum geht es in einer neuen Gesprächsreihe.
Nicht nur in Europa, auch in anderen Regionen der Welt altern die
Gesellschaften. Was bedeutet das für die Menschen? Wie organisieren sie
individuell und gemeinsam das Älterwerden, Altsein und Sterben? Auf welche
historischen Erfahrungen, welche kulturellen Wissensbestände greifen sie
dabei zurück? Wie kooperieren dabei die unterschiedlichen Generationen?
Und ganz allgemein gefragt: Wie können die Menschen weltweit und mit Blick
auf die Geschichte ihrer jeweiligen Länder voneinander lernen, den
demographischen Wandel in ihren Gesellschaften im Sinne einer planbaren
Zukunft und zum Wohl aller Generationen gut zu gestalten?
Öffentlicher Diskurs mit Fachleuten
Zu all diesen Fragen können gerade die Kulturwissenschaften wesentliche
Beiträge liefern. Darum lädt die Verbundinitiative „Gut altern. Schön
sterben“ der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg Fachleute
aus verschiedenen kulturwissenschaftlichen Disziplinen zum öffentlichen
Austausch ein.
„Wir möchten ein neues Gesprächsformat ausprobieren“, erklärt Professorin
Michaela Fenske. Die eingeladenen Fachleute werden keine Frontalvorträge
zu definierten Themen halten, keine vorgefertigten Inhalte präsentieren.
Stattdessen wollen sie mit den Teilnehmenden über Ergebnisse ihrer
Forschung sprechen und darüber, vor welchen Herausforderungen alternde
Gesellschaften und Kulturwissenschaften stehen.
Vier Termine im Sommersemester
Alle Interessierten sind eingeladen, an den Zoom-Meetings teilzunehmen.
Für das Sommersemester 2022 sind vier Veranstaltungen geplant; im
Wintersemester 2022/23 soll die Reihe weitergehen. Ihr Titel:
„Mittagsgespräche über wichtige Zukunftsperspektiven für Wissenschaft und
Gesellschaft im demographischen Wandel“.
Weitere Informationen und Zugangslinks (https://www.phil.uni-
wuerzburg.de/eevk/veranstaltun
alternsforschung-im-dialog/)
Montag, 2. Mai 2022, 12.15 bis 13.45 Uhr
Harm-Peer Zimmermann, Populäre Literaturen und Medien, Zürich
Montag, 16. Mai 2022, 12.15 bis 13.45 Uhr
Marius Meinhof, Soziologie, Bielefeld
Montag, 13. Juni 2022, 12.15 bis 13.45 Uhr
Daniel Schäfer, Medizingeschichte, Köln
Montag, 11. Juli 2022, 18 bis 20 Uhr
Daniel Schäfer, Medizingeschichte, Köln
Mitglieder der Verbundinitiative
Der interdisziplinären Verbundinitiative „Gut altern, schön sterben“ der
Philosophischen Fakultät gehören folgende Professorinnen und Professoren
an:
Roland Altenburger und Björn Alpermann aus der Sinologie, Michaela Fenske
aus der Europäischen Ethnologie, Jörg Gengnagel aus der Indologie,
Christine Ott, Didaktik der deutschen Sprache, Jürgen Rauh, Geographie,
Regina Töpfer, Ältere Abteilung der deutschen Philologie und Esme Winter-
Frömel aus der Romanistik.
