Zum Hauptinhalt springen

Die Erfindung der Hausfrau. Von der Herrin im Haus zur Dienerin des Ehemanns

Pin It

Vortrag von Evke Rulffes in der Reihe „Making a Home: Zur Herstellung von
Häuslichkeit“

Dienstag, 17. Mai 2022, 18.00 Uhr
Online (Zoom) & Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal,
Goethestraße 31, 45128 Essen

Das Konzept der bürgerlichen Hausfrau ist eine Entwicklung des 19.
Jahrhunderts, das in der BRD in den 1950er Jahren zu seiner vollen
Entfaltung kam. Die sogenannte Hausfrauenehe schrieb gesetzlich vor, dass
die Ehefrau ihrem Mann den Haushalt führen musste, er hingegen alle
Entscheidungsmacht inne hatte – sie durfte ohne seine schriftliche
Genehmigung nicht erwerbstätig sein, kein Bankkonto eröffnen, keinen
Führerschein machen.

Wie konnte es dazu kommen, dass die Ehefrau für das behagliche Heim, für
Haushalt und Familie zuständig gemacht, also zu einer Arbeit verpflichtet
wurde, die nicht einmal mehr als Arbeit angesehen war? Die ideologische
Grundlage dafür, die der ökonomischen Entwicklung im 19. Jahrhundert
vorausgeht, wird im 18. Jahrhundert gelegt, als Pädagogen, Mediziner und
Philosophen das „Wesen der Frau“ erfinden und das Bild der „guten Mutter“
propagieren. Insbesondere letzteres hat sich in Deutschland bis heute
gehalten, was eine gerechtere Aufteilung von Carearbeit schwierig macht.

REFERENTIN
Evke Rulffes, Humboldt-Universität Berlin

MODERATION
Stefan Höhne, Mercator Research-Fellow am KWI

KOORDINATION
Stefan Höhne, KWI
Sabine Voßkamp, KWI

TEILNAHME AUF ZOOM
Teilnahme online via Zoom. Anmeldung bei Emily Beyer unter emily.beyer
@kwi-nrw.de mit dem Hinweis „Teilnahme via Zoom“ bis zum 13. Mai 2022.

TEILNAHME IN PRÄSENZ
HINWEIS: Es stehen nur begrenzt Plätze für eine Teilnahme in Präsenz zur
Verfügung. Änderungen je nach pandemischer Lage vorbehalten.
Für Veranstaltungen im KWI gilt seit April 2022 die 3G-Regel: Nachweis
über den vollständigen Impfschutz oder einer Bescheinigung über eine
Immunisierung durch Genesung (die Erkrankung darf max. 3 Monate
zurückliegen) oder Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests (max.
Gültigkeit 24 Stunden) oder PCR-Tests (max. Gültigkeit 48 Stunden).
Der Zutritt ist nur vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet mit
den notwendigen Nachweisen gestattet.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir verpflichtet sind, die
entsprechenden Nachweise am Eingang zu kontrollieren. Die Nachweise müssen
am Einlass vorgelegt werden und werden 4 Wochen datenschutzkonform
aufbewahrt. Bitte denken Sie auch daran, einen Lichtbildausweis
mitzubringen.
Eine Teilnahme in Präsenz ist nur nach schriftlicher Anmeldung möglich.
Ebenso ist mit Eintritt in das Gebäude das Tragen einer medizinischen oder
FFP2-Maske weiterhin verpflichtend.

ANMELDUNG: Bitte melden Sie sich bei Marion Fiekens unter marion.fiekens
@kwi-nrw.de mit dem Hinweis „Teilnahme in Präsenz - 17.05“ bis zum 13. Mai
2022 an. Ebenso müssen alle Teilnehmer*innen bis zum 13. Mai 2022
schriftlich ihre Kontaktdaten bei Marion Fiekens angeben. Auch diese Daten
werden 4 Wochen datenschutzkonform aufbewahrt.

VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)