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Buchvorstellung: „Organisierte Moral. Zur Ambivalenz von Gut und Böse in Organisationen“

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In der Reihe „Organisationskulturen | Kulturen der Organisation“
Dienstag, 10. Mai 2022, 18.00 Uhr via Zoom

Der Band untersucht, inwieweit moralisch gutes oder schlechtes Handeln
organisiert werden kann. Die Diskussion soziologischer Erklärungen des
normativ Guten und Bösen in und von Organisationen beleuchtet den
ambivalenten Zusammenhang von Moral und Organisation, da Organisationen
sowohl für moralische Anliegen eintreten als auch moralisch-ethische
Normen (teilweise sogar absichtlich) verletzen.

Diese Ambivalenz adressiert der Band durch theoretisch-konzeptionelle
Beiträge sowie durch empirische Studien. Der Band zeigt damit die große
Varietät in der empirischen Beobachtbarkeit und der
sozialwissenschaftlichen Analyse der Moralität von Organisationen – ohne
selbst für oder gegen Moral zu argumentieren. (Text: Springer VS)

REFERENT*INNEN
André Armbruster, Herausgeber | Universität Duisburg-Essen
Cristina Besio, Herausgeberin | Helmut-Schmidt-Universität/Universität der
Bundeswehr in Hamburg
Robert Jungmann, Autor | Universität Trier

MODERATION & KOORDINATION
Il-Tschung Lim, bis April 2022 Fellow am KWI, seit Mai 2022 IGK-
Koordinator am SFB/Transregio 138 „Dynamiken der Sicherheit“ (Uni
Marburg/JLU Gießen)

TEILNAHME & ANMELDUNG
Teilnahme nur online via ZOOM. Anmeldung bei Emily Beyer unter emily.beyer
@kwi-nrw.de bis zum 9. Mai 2022.

VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

Über die Reihe Organisationskulturen | Kulturen der Organisation:
Organisationskulturen sind seit den 1980er Jahren Gegenstand intensiver
organisationswissenschaftlicher Forschung. Die Organisationskultur oder
auch „corporate culture“ umfasst dabei so diverse Sachverhalte wie
beispielsweise Leistungsmotivation, Führungsverhalten, corporate identity,
Symbole, Gemeinschaftsbildung, Entscheidungsstrategien, Rituale,
Führungsverhalten, Leitwerte, Innovationen. Mit dem Faktor Kultur wird ein
organisationales Phänomen bezeichnet, von dem ein eigenständiger Beitrag
zum Handeln von Organisationen ausgeht. Entsprechend lässt sich der
kulturelle Einfluss, je nachdem, ob man sich von ihm Veränderungsimpulse
erhofft oder die stabile Reproduktion bewährter Handlungsroutinen
erwartet, als funktional bzw. dysfunktional für Organisationen einordnen.
Die KWI-Reihe Organisationskulturen | Kulturen der Organisation erörtert
die kulturelle Dynamik von Organisationswirklichkeiten, ihre strukturelle
Trägheit aber auch ihre enorme Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit an
plurale und heterogene Umwelten.

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein
interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften
in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als
interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen
Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das
Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner
Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland
zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die
Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit
Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden.
Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt:
Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und
Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation sowie ein „Lehr-Labor“.
Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im Forschungsbereich
Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte.